Kinder- und Jugendarbeit

52 Kommunen als "Orte der Vielfalt" ausgezeichnet

Bundesregierung ehrt Kommunen für ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und kündigt vollumfängliche Fortführung der Förderung der Programme gegen Rechtsextremismus an

Im Rahmen der Eröffnung der Ergebniskonferenz „Demokratie aktiv gestalten!“ der beiden Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT.“ und „kompetent. für Demokratie“ wurden am 21. Oktober 2010 heute 52 Kommunen, die sich in besonderem Maße für Vielfalt, Toleranz und Demokratie in ihrer Region einsetzen, der Titel „Ort der Vielfalt“ verliehen. In einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung überreichte Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen ein Schild, das ihre Kommunen nun offiziell als „Ort der Vielfalt“ ausweist und so ihr beispielhaftes Engagement weithin sichtbar macht.

 

"Alle Kommunen, die heute den Titel ‚Ort der Vielfalt‘ erhalten, zeichnen sich durch ihren vorbildlichen Einsatz für unsere Gesellschaft aus. Hinter diesen 52 Kommunen stehen über 4,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in 488 Gemeinden. Viele dieser Bürgerinnen und Bürger machen sich stark gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit vor der eigenen Haustür und setzen so ein gemeinsames Zeichen für Demokratie und Vielfalt in unserem Land. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Dank“, so Dr. Hermann Kues.

"Über zwei Millionen Menschen haben vor Ort an den verschiedenen Projekten mitgewirkt und damit ein Zeichen für Toleranz und Demokratie gesetzt. Das ist ein voller Erfolg", bilanzierte Dr. Hermann Kues. "Genau dieses Engagement bildet den Kitt unserer Gesellschaft. Deshalb werden wir die Förderung der Bundesprogramme in vollem Umfang fortsetzen ", kündigte der Parlamentarische Staatssekretär an.
In diesem Jahr erhielten neben großen Städten wie Dresden, Saarbrücken, Mainz und Mannheim auch Landkreise wie der Schwalm-Eder-Kreis, der Ilm-Kreis und der Ostalbkreis sowie der Hamburger Bezirk Altona und der Stadtteil St. Georg in Hamburg-Mitte die Auszeichnung „Ort der Vielfalt“. Auch kleinere Gemeinden wie Unterlüß, Nieder-Olm und Amelinghausen wurden für ihren Einsatz im Sinne eines vielfältigen und toleranten Miteinanders geehrt.

Gruppenbild der Preisträger
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, mit den Vertreterinnen und Vertretern der 52 neuen "Orte der Vielfalt". / Foto: BMFSFJ

Die Förderung der beiden Bundesprogramme wird ab 2011 unter dem gemeinsamen Dach "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" mit 24 Millionen Euro in vollem Umfang fortgeführt. Seit 2007 haben 90 Kommunen im Rahmen der Bundesprogramme Lokale Aktionspläne erstellt mit dem Ziel, ein tolerantes Miteinander vor Ort zu befördern. Dadurch wurden über 5.000 Einzelprojekte gefördert, die über zwei Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreicht haben. In über 90 Modellprojekten wurden zudem Konzepte und Methoden im Bereich der präventiv-pädagogischen Bildungsarbeit entwickelt und erprobt. Die Angebote der Modellprojekte nahmen 250.000 Menschen in Deutschland wahr. Darüber hinaus haben alle 16 Bundesländer flächendeckend Beratungsnetzwerke geschaffen, die Ratsuchenden in Konfliktsituationen mit rechtsextremen oder fremdenfeindlichen Hintergrund unterstützend zur Seite stehen.

Interessenbekundungen für das neue Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" ab 2011 können noch bis zum 2. November 2010 eingereicht werden.

Weitergehende Informationen zu den Bundesprogrammen erhalten Sie unter www.vielfalt-tut-gut.de, www.kompetent-fuer-demokratie.de und www.toleranz-fördern-kompetenz-stärken.de.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

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