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Stiftung „Ein Platz für Kinder“

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Kurzname: EPFK

Art der Institution: Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe

Strukturebene: Bund

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendschutz
  • Andere Aufgaben
  • Hilfen zur Erziehung

Kurzbeschreibung und Arbeitsschwerpunkte:

„Ein Platz für Kinder“ baut seit dem Jahr 2008 Schutzhäuser für Kinder, die durch zumeist innerfamiliäre Erfahrungen von Vernachlässigung, körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt traumatisiert wurden. Die Fremdplatzierung in anderen Einrichtungen oder Pflegefamilien scheiterte in den meisten Fällen auf Grund der massiven Symptomatik der Kinder. Diese werden nicht selten als „Systemsprenger“ wahrgenommen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die fachlichen und baulichen Strukturen um die Kinder herum zu schaffen, die es ermöglichen, auch Kinder mit einer deutlichen Symptomatik in der Einrichtung zu halten und ihnen so eine Stabilisierung und Auseinandersetzung mit dem Erlebten zu ermöglichen.

Bisher wurden unsere Schutzhäuser, die sogenannten „Mattisburgen“ von externen Trägern betrieben. Nun wollen wir einen Schritt weiter gehen und selbst Träger unserer ersten eigenen Einrichtung werden, um den betroffenen Kindern noch passgenauere Hilfen anbieten zu können.

Im Winter 2021/22 beginnt daher der Bau des therapeutischen Internats "Sternstunden-Mattisburg“ am Chiemsee.

Das „Therapeutische Internat“ soll im Frühsommer 2023 eröffnet werden und 22 betroffenen Kindern zwischen vier und zwölf Jahren in vier Gruppen eine Heimat auf Zeit bieten. Das Besondere an der geplanten Einrichtung ist die Vereinigung von Jugendhilfe, Therapieangeboten und Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung unter einem Konzept und einem Dach.

Die Kinder lernen in einem überschaubaren pädagogischen, therapeutischen und schulischen Setting verlässliche Strukturen kennen. So werden sie in drei Gruppen mit jeweils sechs Plätzen im Sinne einer „therapeutischen Übergangshilfe“ wieder auf ein Leben in Settings vorbereitet, die auf Grund ihrer Familienähnlichkeit bisher noch stark angstbesetzt sind. In einer weiteren Gruppe mit vier Plätzen wird ein umfassendes traumasensibles Clearing angeboten. Die Zuordnung zu den Gruppen geschieht unter den Gesichtspunkten des Alters bei Aufnahme, sowie des schulischen Leistungsstands. Da die Kinder durchschnittlich zwei Jahre in der Einrichtung bleiben und eine Betreuung nur bis zum Abschluss der Grundschule möglich ist, sollte das Aufnahmealter, je nach schulischem Leistungsstand, zehn Jahre nicht überschreiten. Die Aufnahme erfolgt nach § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 34 SGB VIII und § 35a SGB VIII.

Die Kinder erhalten ein auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Therapie-, Betreuungs- und Schulkonzept. Die Palette der Angebote ist vielfältig und enthält neben der Einzeltherapie durch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auch Angebote der Spieltherapie, Kunst-, Musik- und tiergestützte Therapie.

Auch der pädagogische Alltag ist auf die Bedürfnisse traumatisierter Kinder abgestimmt und vermittelt Struktur, Ruhe und Sicherheit. Auf Kinderrechte, Beschwerde- und Beteiligungsmöglichkeiten und ein umfassendes Schutzkonzept wird besonderer Wert gelegt. Das herausfordernde Verhalten der Kinder wird als Folge furchtbarer Lebensgeschichten verstanden. Sie haben einen „guten Grund“ für ihr Verhalten, den die Fachkräfte und die Kinder selbst verstehen lernen müssen.

Schlagworte:
Abweichendes Verhalten, Aggression, Psychotherapie, Trauma

Adresse/Kontakt:
Grindelhof 25
20146 Hamburg
Telefon: 04060776890
E-Mail: info@DontReadMeepfk.org

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Internetadresse: www.epfk.org

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