Hilfen zur Erziehung

VPK forciert Befassung mit dem Thema Beteiligung in der Heimerziehung

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Bild: Ilja Koschembar

Berlin. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung hat eine große Bedeutung und ist im Interesse eines erfolgreichen Verlaufes von erzieherischen Hilfen unverzichtbar. Der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe (VPK) begrüßt und unterstützt deshalb den Zuwachs an vielfältig interessanten Ideen und Verfahren, die in den Mitgliedsverbänden des VPK entwickelt und schrittweise realisiert werden.

"Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die ihr eigenes Leben unmittelbar betreffen, spielt in der Heimerziehung nachweislich eine wichtige Rolle. Einigkeit über den normativen Anspruch einer Beteiligung im Jugendhilfekontext ist häufig schnell herstellbar. Problematischer aber ist eine situationsgerechte Umsetzung, weil sie die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe vor ganz besondere Herausforderungen stellt", so Michael W. Budig, Präsident des VPK-Bundesverband e.V. mit Sitz in Berlin.

Was Beteiligung im Einzelfall bedeutet, welche Anforderungen sie in der Alltagspraxis zu erfüllen hat und wo klare Grenzen zu ziehen sind, sind nur einige Fragestellungen, die nach Ansicht des VPK differenzierte und individuelle Antworten erfordern. Beteiligung als Methode müsse den Entwicklungsstand und die wachsenden Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu selbständigem und verantwortungsbewusstem Handeln immer mit im Blick haben - sonst werde sie beliebig, so der Verband. Die praktische Umsetzung in den Jugendhilfeeinrichtungen sei mit unterschiedlichen Herausforderungen, Problemen und auch entstehenden Konfliktlagen verbunden, die einer intensiven Vorbereitung und Auseinandersetzung bedürften.

"Grundsätzliche Überzeugung im VPK ist, dass durch praxisgerechte Umsetzungen am ehesten die Gewähr dafür gegeben ist, dass eine Beteiligung vor dem Hintergrund von konkreten Entwicklungsprozessen der Kinder und Jugendlichen wie auch der Einrichtungen geschehen muss - so kann sie am besten gelingen. Dabei sind auch die entstehenden Unsicherheiten bei den Fachkräften nicht zu vernachlässigen. Denn sie müssen durch Klarheit und Orientierung in den Prozess aktiv mit einbezogen werden", so Budig weiter.

Eine Vorreiterrolle dazu habe nun der VPK-Landesverband Brandenburg mit der Erarbeitung eines Positionspapiers übernommen. Ähnliche Initiativen und Aktivitäten gebe es auch in anderen Mitgliedsverbänden des VPK. Diese Entwicklungen unterstützt der Bundesverband nach eigenen Angaben nachhaltig, da sie eine Kultur der Beteiligung entstehen lassen, die sich in der täglichen Arbeit verankere und verhafte. Beabsichtigt sei deshalb, dass auf Grundlage dieser Aktivitäten der Landes- und Mitgliedsverbände ein Positionspapier des VPK-Bundesverbandes entsteht. Darin werde das Wohl von Kindern und Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig solle es eine Orientierung für die Fachkräfte der Heimerziehung bieten.

"Auch die VPK-Bundesfachtagung PODIUM im Jahr 2012 wird sich mit dieser Thematik und den damit in Zusammenhang stehenden weitergehenden Fragestellungen und Erörterungen umfassend auseinandersetzen", erklärte Budig abschließend.

Quelle: Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK)

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