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LBS-Kinderbarometer: Zwei Drittel der 9- bis 14-Jährigen möchten in Stadt oder Gemeinde mitreden

Mädchen mit Megaphon
Bild: © Uwe Annas - Fotolia.com

Die Bundestagswahl wirft ihren Schatten voraus, in den Nachrichten drängeln sich die Politiker mit staatstragenden »Erwachsenenthemen« – doch was denken die Kinder?

Das LBS-Kinderbarometer zeigt: Zwei Drittel der 9- bis 14-Jährigen wünschen sich mehr Beteiligung an Entscheidungen, die ihre Umgebung betreffen. Aber nur ein Drittel der Kinder hat das Gefühl, dass ihre Meinung etwas zählt.
Befragt wurden 10.000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren nach der Partizipation in der eigenen Stadt oder Gemeinde. Dass die Kinder echten Gestaltungswillen haben, zeigt die Tatsache, dass immerhin ein Viertel von Ihnen sich ehrenamtlich engagieren, beispielsweise in der Schülervertretung oder Kirchengemeinde.

Seit knapp einem Vierteljahrhundert sieht die UN-Kinderrechts-Konvention unter anderem auch die Beteiligung an der politischen Meinungsbildung vor. Das ist 83 Prozent der Betroffenen aber gar nicht bewusst. Hierbei zeigen sich Unterschiede in den Bundesländern: Die UN-Konvention ist in den ostdeutschen Ländern bekannter als in Westdeutschland.

Über das LBS-Kinderbarometer: Gefördert von der LBS Initiative Junge Familie liefert das LBS-Kinderbarometer seit 1997 Ergebnisse zum Wohlbefinden der Kinder in Nordrhein-Westfalen. 2007 wurde es erstmals auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Das LBS-Kinderbarometer folgt Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention und berücksichtigt gezielt den Kinderwillen, um diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die an gewöhnlichen Partizipationsmöglichkeiten nicht teilnehmen können.

Quelle: Pressemitteilung der LBS Initiative Junge Familie, Berlin, 26. August 2013