Qualifizierung / Kinder- und Jugendpolitik

Ba-Wü: Personal in der Kinder- und Jugendhilfe deutlich gestiegen

Mehrere junge Erwachsene stehen hintereinander in einer Reihe und machen "Daumen hoch"
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, arbeiten mehr als 28.000 Personen haupt- oder nebenberuflich in der Kinder- und Jugendhilfe. Das sind 23 Prozent mehr als im Jahr 2010. Knapp die Hälfte der Mitarbeitenden ist im Bereich der Hilfen zur Erziehung tätig, 15 Prozent in der Kinder- und Jugendarbeit.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben in Baden‑Württemberg zum Jahresende 2014 rund 4 000 Einrichtungen (ohne Kindertagesbetreuung), Behörden, Geschäftsstellen oder Arbeitsgemeinschaften von Trägern zur Durchführung der vielfältigen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe beigetragen. Damit hat sich ihre Zahl gegenüber dem Jahr 2010, in dem die Erhebung zuletzt durchgeführt wurde, um 16 Prozent erhöht. 73 Prozent dieser Institutionen befanden sich dabei in freier Trägerschaft.

Institutionen zu knapp drei Viertel in freier Trägerschaft

Zu den entsprechenden Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zählen unter anderem Jugendzentren (835) und Jugendräume (384), Einrichtungen für Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnformen 1 (527), Beratungsstellen für junge Menschen 2 (311), Einrichtungen der mobilen Jugendarbeit (174) und Jugendherbergen oder –gästehäuser (92). Des Weiteren wurden 903 Behörden, Geschäftsstellen freier Träger und Arbeitsgemeinschaften von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe statistisch erfasst.

Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten weiblich

Mehr als 28 200 Personen waren in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder der Jugendhilfeverwaltung haupt- oder nebenberuflich tätig. Dies sind rund 23 Prozent mehr als im Jahr 2010. Rund 1 600 Personen wurden im hauswirtschaftlichen und technischen Bereich eingesetzt. Gut 26 600 Personen arbeiteten im pädagogischen Bereich oder in der Verwaltung. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) dieses pädagogischen und im Verwaltungsbereich tätigen Personals war weiblich. Lediglich 40 Prozent arbeitete in Vollzeit. Umgerechnet auf volle Stellen ergibt sich ein Personaleinsatz von 17 800 Vollzeitäquivalenten. 11 700 Personen (44 Prozent) waren im Bereich der Hilfen zur Erziehung tätig, darunter rund 7 300 (27 Prozent) in der Heimerziehung. Weitere 4 000 Personen (15 Prozent) waren im Arbeitsfeld der Jugendarbeit beschäftigt. Verwaltungsaufgaben einschließlich wirtschaftlicher Jugendhilfe nahmen rund 2 500 Personen wahr (gut 9 Prozent). In der Jugendsozialarbeit waren insgesamt 2 300 Personen (knapp 9 Prozent) tätig, darunter knapp 1 100 in der Schulsozialarbeit.

42 Prozent des pädagogischen Personals mit Hochschulabschluss

Gut 11 100 der im pädagogischen oder Verwaltungsbereich Beschäftigten (42 Prozent) wiesen einen einschlägigen Hochschulabschluss, z. B. in den Fachbereichen Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Heilpädagogik oder Kindheitspädagogik auf. Mehr als 5 600 (21 Prozent) hatten eine Ausbildung als Erzieher oder Erzieherin absolviert.

Weitere Informationen stehen auf der Webseite des Statistischen Landesamtes von Baden-Württemberg zur Verfügung. 

Quelle: Statistisches Landesamt vom 18.01.2016

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