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Kinderschutz / Kinder- und Jugendschutz

Missbrauchsfälle in Lügde: Kinderschutzbund äußert sich zu Gerichtsurteilen

Kind mit Kuscheltier guckt traurig
Bild: © S Kobold - fotolia.com

Mit den Urteilen vom 5. September 2019 im Lügde-Prozess wurden die Haupttäter zu mehrjährigen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) sieht das als ein wichtiges Signal für die Opfer und weist auf die Notwendigkeit der Sicherstellung therapeutischer Versorgung und finanzieller Entschädigung der Betroffenen hin.

In den Urteilen über den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde wurden die Haupttäter zu mehrjährigen Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes betont: „Das Urteil macht die Taten und damit einhergehende Erlebnisse der Betroffenen nicht ungeschehen. Es ist jedoch ein wichtiges Signal für die Opfer.“ Und er fügt hinzu „Die therapeutische Versorgung aller Betroffenen ist nach Beendigung des Strafverfahrens nun endgültig sicherzustellen. Hierzu braucht es das Zusammenwirken von Strafverfolgungsbehörden und sozialen Diensten.“ „Wichtig bleibt aus Sicht des Kinderschutzbundes“, so Sabine Andresen, Vizepräsidentin, „dass nun auch die Aufarbeitung der offenbar erheblichen Versäumnisse auf Seiten der Behörden konsequent erfolgt. Kinder- und Jugendschutz sowie damit verbundene Rechte müssen oberste Priorität haben.“ Der Kinderschutzbund fordert eine zügige länderübergreifende Aufarbeitung der Geschehnisse, um zukünftig Verfahrens- und Handlungsweisen zum Schutz der Kinder in und durch Institutionen sicher zu stellen.

Quelle: Deutscher Kinderschutzbund e.V. vom 05.09.2019

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