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Kampagnenstart

#hörtauf – Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder

Plakat zur Kampagne #hörtauf
Bild: Kinderschutz-Zentren

Am 01. September 2021 startete die Kampagne der Kinderschutz-Zentren zum Thema „Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder“. Ziel der Kampagne soll es sein, das Thema gesamtgesellschaftlich in den Fokus zu rücken und in den Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise in der Schule, für das Thema zu sensibilisieren und es gleichermaßen zu enttabuisieren.

Am 01. September 2021 ist die Kampagne „Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder“ der Kinderschutz-Zentren gestartet. In den kommenden Monaten hat es sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren in Zusammenarbeit mit den regionalen Kinderschutz-Zentren zum Ziel gesetzt, für das Thema breitflächiger zu sensibilisieren und Unterstützungs- und Hilfeangebote für Kinder, Eltern und Fachkräfte transparent zu machen.

Das Thema der Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder ist eines von vielen wichtigen Themen in der Arbeit der regionalen Kinderschutz-Zentren. Aus der Kinderschutz-Praxis ist bekannt, dass die Auswirkungen von Partnerschaftsgewalt auf Kinder und Jugendliche sehr unterschiedlich sein können, oftmals reagieren die Betroffenen jedoch mit Ängsten und Unsicherheiten auf die Konflikte. Partnerschaftsgewalt kann Kinder nachhaltig schädigen, wobei die Spätfolgen von Beziehungs- und Bindungsstärungen, sozialer isolation, Depressionen bis hin zu Essstörungen und (exzessivem) Alkohl- und Drogenkonsum reichen können.

Mit der Kampagne möchten die Kinderschutz-Zentren gezielt Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren erreichen. Jugendliche greifen schon einmal eher zum Hörer oder informieren sich im Netz über Hilfeangebote, bewegen sich in Chaträumen zum Austausch. Jüngere Kinder hingegen bleiben mit ihren Sorgen und Ängsten meist alleine zurück. Besonders wichtig ist es deshalb auch, Leherer/-innen und Erzieher/-innen sowie andere Fachkräfte aus dem Schulwesen für das Them zu sensibilisieren und ihre besondere Funktion als Vertrauensperson hervorzuheben.

Die Kampagne soll sensibilisieren und enttabuisieren

Damit Familien und Kinder Hilfeangebote in Anspruch nehmen, muss das Thema gesamtgesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit erhalten. Besonders in Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise der Schule, soll das Thema stärker in den Fokus gerückt werden.

Ziel der Kampagne soll es sein

  • Kinder, Eltern und Fachkräfte für das Thema zu sensibilisieren
  • Kinder zu ermutigen, sich mit ihren Sorgen und Ängsten an eine Vertrauensperson zu wenden
  • Lehrer/-innen und andere Fachkräfte im Schulwesen zu motivieren, das Thema in die Klassenverbände/Übermittagsbetreuungen zu tragen
  • Beratungs- und Interventionsstellen in den Fokus zu rücken und betroffene Familien bestärken, sich u.a. bei den Kinderschutz-Zentren und anderen Beratugsstellen aktiv Hilfe zu holen
  • Ein klares Zeichen gegen Gewalt setzen
  • Kinder und Jugendliche in ihrem Recht zu stärken, den Anspruch auf Beratung und Unterstützung wahrzunehmen

Aktionen der regionalen Kinderschutz-Zentren

Damit dies gelingen kann, werden die regionalen Kinderschutz-Zentren Aktionen zum Thema anbieten. Es sind beispielsweise Infoveranstaltungen in Kitas und Schulen geplant und Gruppenangebote für Kinder nach Gewalterfahrungen. Auch in Kooperation mit Frauenberatungsstellen wird es Angebote zum Kampagnenthema geben. Über die Social Media Kanäle der Bundesarbeitsgemeinschaft wird über die Aktionen der Zentren berichtet, Informationen zum Thema geteilt und Hilfeangebote transparent gemacht.

Darüber hinaus startet pünktlich zum Kampagnenstart die Podcast-Reihe zum Thema. Hier sollen verschiedene Aspekte näher beleuchtet werden und Expert(inn)en mit ihren Erfahrungen und ihrem Fachwissen zu Wort kommen.

Hashtag #hörtauf

Unter dem Hashtag #hörtauf soll zum Thema Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder getwittert werden. Die Hashtag-Aktion möchte für das Thema sensibilisieren und soll als digitale Austauch- und Diskussionsplattform genutzt werden. Unter #hörtauf wird die Bundesarebietsgemeinschaft auch Fachartikel und andere informative Beiräge sowie Unterstützungs- und Hilfeangebote für Kinder, Eltern und auch Fachkräfte streuen.

Weiterführende Links

Unterstützt wird die Kampagne von der Kreativspendenaktion It's for kids und von der Stiftung „Kinderschutz im Zentrum“.

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