Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Kinderschutz

Mecklenburg-Vorpommern

Fünf Millionen Euro zusätzlich im Kampf gegen Kinderpornografie

Ein Junge und ein kleineres Mädchen sind zuhause und schauen durch eine Glastür nach draußen
Bild: Kelly Sikkema - unsplash.com

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern stellt für den Kinderschutz fünf Millionen Euro bereit. Damit reagierte Sozialministerin Stefanie Drese auf die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik für 2020 in Mecklenburg-Vorpommern, welche den Zuwachs von sexueller Gewalt gegenüber Kindern herausstellt.

„Kinderschutz braucht Prävention, Kooperation, Intervention und Sanktion. Darauf müssen unsere Maßnahmen bei der Weiterentwicklung des Kinderschutzes ausgerichtet sein,“ kommentierte Sozialministerin Stefanie Drese die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für 2020 in ihrem Land Mecklenburg-Vorpommern.

Mit großer Sorge betrachtete Drese darin den Zuwachs im Bereich der sexuellen Gewalt, vor allem die Verbreitung von Kinderpornografie. Diese spiele sich hauptsächlich im Internet ab. „Die zunehmenden Zahlen sind sicherlich auch ein Indiz für die wachsende Aufdeckung durch die Ermittlungsbehörden“, so Drese. Dennoch müsse von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Drese: „Zur besseren Bekämpfung von Kinderpornographie und Strafverfolgung im Internet stellt die Landesregierung der Landespolizei ab diesem Jahr fünf Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.“   

Die Ministerin begrüßte in diesem Zusammenhang, dass der Strafrahmen für sexuelle Gewalt an Kindern insbesondere im Bereich des Erwerbs, Besitzes und Weiterverbreitung von Kinderpornografie weiter angehoben und jede Form als Verbrechen eingestuft wird.

Zudem gilt es nach Ansicht von Ministerin Drese, die präventiven Maßnahmen auf allen Ebenen zum Schutz vor sexuellem Missbrauch zu verstärken: „Substantiell ist dabei eine bessere Vernetzung. Alle Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollten sich auch als Kinderschutzbeauftragte verstehen. Wir wollen, dass Kitas, Schulen, Gerichte, Krankenhäuser, Arztpraxen, Vereine, Ermittlungsbehörden und insbesondere Jugendämter Schutzorte und Anwälte für Kinder sind.“

Drese sah in der systemübergreifenden Zusammenarbeit im Kinderschutz einen Schwerpunkt für zukünftige Aktivitäten. Die Unterstützungsmaßnahmen sollen so ausgerichtet werden, dass alle Partner im Kinderschutz besser erreicht werden können. Auch der 11. Landespräventionstag 2021 wird den Kinderschutz zum Schwerpunktthema haben. Drese: „Die Landesregierung wird ihren Kurs einer aktiven Kinderschutzpolitik fortsetzen.“

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 31.03.2021

Info-Pool