Junge Flüchtlinge / Jugendsozialarbeit

Themendossier: Junge Geflüchtete beim Übergang in die Ausbildung unterstützen

Ein junger Mann sitzt an einem Stuhl mit Schreibfläche und füllt ein Formular aus
Bild: rawpixel.com

Das Themendossier „Zugänge, Übergange, Anschlüsse für junge Geflüchtete gestalten“ vom Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ beleuchtet die Herausforderungen geflüchteter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den Beruf und berichtet über Erfahrungen aus Kommunen, die Perspektiven für die Unterstützung junger Menschen mit Fluchterfahrung bei der beruflichen Orientierung öffnen.

Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für alle Jugendlichen eine Herausforderung dar. Junge Menschen mit Fluchterfahrung sind in dieser Phase ihres Lebens darüber hinaus mit asyl- und ausländerrechtlichen Regelungen konfrontiert, die sie zusätzlich belasten. Das Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ hat in unterschiedlichen Kommunen Workshops mit jungen Geflüchteten durchgeführt, in denen sie aus Ihrer Sicht darlegten, welche Voraussetzungen notwendig sind, um sich mit beruflichen Perspektiven auseinandersetzen zu können. Neben der Sorge um den sicheren Aufenthaltsstatus, äußerten viele der Teilnehmenden den Wunsch nach einer Verbesserung des Zugangs zu Informations- und Unterstützungsangeboten bezüglich ihrer beruflichen Möglichkeiten in Deutschland. Ein landkreisübergreifender Ausbau der Kooperations- und Kommunikationsstrukturen könnte dabei helfen die jungen Geflüchteten bei dem Prozess der Berufsfindung zu unterstützen.

Übergange gestalten – Praxiseinblicke und Interview

Das aktuelle Themendossier (PDF 231 KB) vom Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ gibt einen Überblick über das Programm „Willkommen bei Freunden“ sowie konkrete Einblicke in die Praxis am Beispiel von zwei Kommunen. Ein Bericht beschäftigt sich mit den Erfahrungen in den nordhessischen Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder-Kreis. Dort stehen viele minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kurz vor ihrer Volljährigkeit und nähern sich damit dem Ende der Schulpflicht. Um trotz teils fehlender notwendiger Abschlüsse den Sprung in die Ausbildung zu ermöglichen, werden dort Strukturen geschaffen, um die Jugendlichen auf dem Weg in das Erwachsenenleben zu begleiten.

Der zweite Praxiseinblick berichtete von einemZusammentreffen zwischen dem bayerischen Landkreis Schwandorf und Vertretern aus den Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Fläming (Brandenburg). Beim Austausch stellten die Teilnehmenden fest, dass bei der Aufnahme und dem erfolgreichen Verlauf der Ausbildung von jungen Geflüchteten ähnliche Herausforderungen gemeistert werden müssen. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen in Brandenburg und Bayern plädieren die Teilnehmenden für kreativen Lösungen und die Zusammenarbeit der involvierten Akteure.

Im Interview mit Max Klasen spricht der Projektreferent vom „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ darüber was Betriebe tun können, um Flüchtlinge für Ausbildungen zu interessieren. Außerdem informiert er über rechtliche Besonderheiten und Maßnahmen wie Unternehmen den jungen Geflüchteten das Ankommen im Unternehmen erleichtern können.

Über „Willkommen bei Freunden“

Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Informationen zu Programm und Angeboten stehen auf der Internetseite www.willkommen-bei-freunden.de zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gGmbH

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