Junge Flüchtlinge / Migration

terre des hommes: UN-Migrationspakt ist längst überfällig

Hände reißen an Drahtzaun
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Das Kinderhilfswerk terre des hommes begrüßt das geplante Abkommen für geordnete Migration und warnt davor es infrage zu stellen. Migration sei ein globales Phänomen und müsse durch internationale Zusammenarbeit geregelt werden. Der Pakt soll auf dem „Global Forum on Migration and Development“ am 10. und 11. Dezember in Marrakesch beschlossen werden.

„Migration hat es schon immer gegeben und wird es auch zukünftig geben“, so Albert Recknagel, Vorstandssprecher bei terre des hommes. „Sie ist ein globales Phänomen, das durch eine gute Zusammenarbeit zwischen den Staaten geregelt werden muss.“

Der Pakt unterstreicht die Wahrung der Menschenrechte von Migranten und Migrantinnen, von denen etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. „Wenn Kinder im Migrationsprozess rechtlos sind, werden sie leicht Opfer von Schleppern und Gewalt“, so Recknagel. „Sie müssen geschützt werden und Möglichkeiten legaler Zuwanderung bekommen.“

Im UN-Pakt für „sichere, geordnete und reguläre Migration“ haben sich die beteiligten Staaten auf gemeinsame Prinzipien verständigt, wie Migrantinnen und Migranten geschützt werden und zwischenstaatliche Zusammenarbeit aussehen sollte. Der Pakt gibt wegweisende Empfehlungen für eine einheitliche Regelung, ohne den Staaten damit ihre Migrationspolitik vorzuschreiben. „Von einer länderübergreifenden Zusammenarbeit und einer geregelten Migration profitieren alle: die aufnehmenden Länder ebenso wie die migrierenden Menschen. Wir machen darauf aufmerksam, dass hierbei Minderjährigen besonderer Schutz und besondere Förderung zukommen muss.“

Quelle: terre des hommes vom 07.11.2018

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