Flucht und Migration / Kinder- und Jugendarbeit

Jugendverbände in Hessen unterstützen Migrationsjugendgruppen

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2010 versammelten sich ehren- und hauptamtliche Vertreter der Jugendverbände des Hessischen Jugendrings und des Frankfurter Jugendrings im Haus der Jugend Frankfurt beim 5. Fachtag, um die Angebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Jugendgruppen und Vereinen zu diskutieren und zu verbreitern.

Mit großem Interesse wurde das neue Integrationskonzept der Stadt Frankfurt vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten mit Blick auf die Jugendarbeit in einer Metropole beraten. Die Vereine junger Migranten stellten ihre Arbeit vor, um zu markieren, was ihnen fehlt und was nützt und, wie durch wechselseitige Anerkennung die Integration gemeinsam zu meistern ist. Aus den dreißig hessischen Jugendverbänden wurden best practice Beispiele vorgestellt, die darauf hinweisen, dass die interkulturelle Äffnung der Jugendringe neue Dialoge ermöglichen.

Das Land Hessen präsentierte neue Wege der Integrationspolitik und warb für die Förderung der finanziellen Möglichkeiten des Ministeriums für Integration, die insbesondere in den sechs Modellregionen in hessischen Landkreisen wirken sollen. Der Hessische Jugendring präsentierte seine Coachingangebote für Vereine junger Migranten in Hessen, die zur jugendpolitischen Partizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund beitragen.

Zum Abschluss des Fachtags wurde unter der Moderation der Redakteurin Canan Topcu von der Frankfurter Rundschau der Dialog mit vier integrationspoltischen Sprechern der Landtagsfraktionen zum Thema: „Integration als Querschnittspolitik für Jugendliche“ intensiviert. Auf dem Podium signalisierten die Landtagsabgeordneten Ismail Tipi (CDU), Gerhard Merz (SPD), Willi van Ooyen (Die Linke) und Hans-Christian Mick (FDP) Sympathie und Unterstützung für die Notwendigkeit einer dauerhaften Förderung der Arbeit der Jugendverbände mit Kindern und Jugendlichen aus Migrationsfamilien. Die Abgeordneten verständigten sich darauf, die Potenziale der außerschulischen Jugendbildung und die Anliegen der Jugendarbeit in laufenden Beratungen der Enquete-Kommission des Hessischen Landtags besser zu integrieren. Die stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Jugendrings, Daniela Broda und der Frankfurter Jugendring unterstrichen am Ende des Fachtags ihre Fortsetzung der Unterstützung der Jugendarbeit und Jugendinteressenvertretung von und mit Migrationsjugendlichen und ihren Verbänden.

Herausgeber: Hessischer Jugendring e.V.

 

Info-Pool