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Inklusion / Digitalisierung und Medien

Aktion Mensch baut bunte Vielfalt der „Inklumojis“ weiter aus

Smartphone
Bild: JESHOOTS / pixabay.com

20 neue Ideogramme sorgen ab sofort für noch mehr Vielfalt auf dem Smartphone. Die Aktion Mensch hat zudem einen Antrag für Einführung von Inklumojis beim Unicode-Consortium eingereicht. Mit der Weiterentwicklung der witzigen Bildzeichen macht sich die Aktion Mensch dafür stark, Inklusion auch in der mobilen Kommunikation voranzutreiben.

Die Familie der Inklumojis bekommt Zuwachs: Insgesamt 20 neue Ideogramme sorgen ab sofort für noch mehr Vielfalt auf dem Smartphone. Sie ergänzen die bisher 27 inklusiven Aktion Mensch-Emojis, Icons und GIFs, die Menschen mit und ohne Behinderung darstellen. Die Inklumojis sind seit Anfang 2017 kostenlos als barrierefreie Tastatur-App im App Store sowie im Google Play Store verfügbar.

Entwicklung der Inklumojis auf Basis einer Nutzerbefragung

Neu hinzugekommen sind neben Darstellungen verschiedener Berufsarten vor allem Inklumojis mit ganz unterschiedlichen Behinderungen. Als Basis für die neuen Motive wurden die bisherigen Nutzer der App im Vorfeld dazu befragt, welche Inklumojis ihnen fehlen. Häufigstes Nutzer-Feedback war der Wunsch, eine breitere Vielfalt an Behinderungen abzubilden. Diese Rückmeldung ist nun in die Motivauswahl eingeflossen. Ab sofort gibt es nicht nur Emojis, die mit den Füßen applaudieren, eine Gehhilfe nutzen, mit Hörhilfe Sport machen oder sich über einen kaputten Rollstuhlreifen ärgern. Es gibt auch Symbole für Gebärdensprachdolmetscher, Fernseh-Untertitel oder ein Elefanten-Mutter-und-Baby-Icon mit Rüsselprothese. Alle Inklumojis sind sowohl in weiblicher als auch männlicher Ausführung verfügbar – auch die bisherigen Emojis wurden um diese Funktion ergänzt.

Inklusion in der mobilen Kommunikation

Mit der Weiterentwicklung der witzigen Bildzeichen macht sich die Aktion Mensch dafür stark, Inklusion nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im digitalen Schriftverkehr und der mobilen Kommunikation voranzutreiben. Ziel ist es, die Inklumojis als Teil des Unicode-Zeichenstandardsatzes zu etablieren. Einen entsprechenden Antrag beim Unicode-Konsortium – dem Gremium, das über die Standardisierung von Schriftzeichen und Textelementen entscheidet – hat die Aktion Mensch bereits im Juni gestellt. Wird der Antrag angenommen, können die Inklumojis etwa ab Mitte 2018 über die reguläre Emoji-Tastatur genutzt werden. Bis dahin gibt es die Icons und GIFs als kostenlose Tatstatur-App im App Store oder im Google Play Store.

Weitere Informationen zu den Inklumojis finden sich auf der Internetseite der Aktion Mensch.

Quelle: Aktion Mensch vom 30.08.2017