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Gesundheit

Risikokompetenz verhindert Unfälle

Die Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. widmete sich der Prävention von Stürzen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. veranstaltete am 1. Dezember die Fachtagung "Mehr Risikokompetenz - weniger Stürze." in Frankfurt am Main. Rund 60 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bewegung, Gesundheitsförderung, Unfallprävention und Pädagogik erörterten Strategien, um die große Zahl an Stürzen bei Kindern zu reduzieren.

Jedes Jahr erleiden über 123.000 Kinder unter fünf Jahren einen Sturzunfall, der ärztlich behandelt werden muss. Viele dieser Stürze könnten durch sicherheitsbewusstes Verhalten, motorische Förderung und ein Plus an Kompetenz bei Kindern, Eltern und Multiplikatoren vermieden werden.
Vorträge aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln gingen gezielt auf die Themen ein, wie sich Kinder selbst vor Gefahren schützen und wie Erwachsene sie dabei wirksam begleiten können. Auf dem Podium diskutierten Vertreter von Polizei, Versicherungen und der BAG die Frage "Wie viel Sicherheit muss sein, wie viel Risiko ist in Ordnung?"
Die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer stellten Folgendes fest:

  • Unfallanalysen liefern wichtige Erkenntnisse für Diagnostik und Prävention  und hierdurch werden auch technische Innovation und die Entwicklung von Standards möglich


  • Sicherheit entsteht durch Erfahrung und deshalb müssen vielfältige und häufige Gelegenheiten zum Üben gegeben werden


  • Erwachsene sollen Kindern mehr zutrauen, damit diese ihre Potenziale entfalten können


  • Kinder sollen Selbstwirksamkeit erfahren, Selbstbestimmung erlangen und beteiligt werden


  • Mehr Sensibilität und eine differenzierte Beobachtung der eigenen Fähigkeiten und der Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder sind nötig


  • Die Ausbildung von Erzieherinnen und Lehrpersonen im Hinblick auf das Thema "Risikokompetenz" ist verbesserungsbedürftig und bestehende Qualifizierungsangebote werden zu wenig genutzt.


Die  Veranstaltung zeigte sowohl Vereinen, Kitas und Schulen als auch Kommunen praxisnah Wege auf, das Sicherheitsbewusstsein und die Risikokompetenz von Kindern zu fördern und ihre Motorik zu stärken. Die Fachtagung, die von der ZNS Hannelore Kohl Stiftung und der Deutschen Kinderturn-Stiftung unterstützt wurde, fand im Rahmen der Aufklärungskampagne der BAG "Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!" statt. Die Kampagne wird von 2011 bis 2014 unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Daniel Bahr durchgeführt. 

Quelle: PM BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. vom 02.12.2011

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