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Gesundheit / Qualifizierung

Rheinland-Pfalz startet E-Learning-Angebot für den Umgang mit Diabetes in Kita und Schule

Eine frau sitzt vor einem Laptop mit Headset und hört und kommuniziert mit einer anderen Frau digital.
Bild: © agenturfotografin - fotolia.com

Das deutschlandweit einmalige E-Learning-Angebot bietet rheinland-pfälzischen Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften die Möglichkeit, sich über die medizinischen Zusammenhänge des Diabetes Typ 1, die Grundlagen der Behandlung und die Rolle des Insulins sowie die Funktionsweise von medizinischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Insulinpumpen und weiteren wichtigen Themen zuverlässig und anschaulich zu informieren.

„Ihr Kind hat Typ-1-Diabetes.“ Immer mehr Familien trifft diese Diagnose – einiges in ihrem Leben ändert sich. Aber nicht alles: Kinder mit Diabetes können und sollen ganz normal am Kita- und Schulalltag teilnehmen können. Damit das klappt, muss das pädagogische Personal in Kita und Schule kompetent geschult sein, um im Bedarfsfall angemessen reagieren zu können.

Mehr Sicherheit im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen

Seit 2015 gibt es dazu in Rheinland-Pfalz ein bundesweit einmaliges Projekt, bei dem Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte im Umgang mit Diabetes mellitus Typ 1 fit gemacht werden. Diese erfolgreiche Reihe wird seit diesem Jahr durch Online-Fortbildungen ergänzt. „Es ist ein herausragendes und beispielloses Projekt, das hier in Rheinland-Pfalz entstanden ist. Innovativ, informativ und wirklich anschaulich leistet es einen wichtigen Beitrag für die Teilhabe betroffener Kinder und Jugendlicher im Kita- und Schulalltag“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Wissen baut Hemmungen ab. Die Online-Fortbildung schafft genau das. Sie sorgt dafür, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr Sicherheit im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen gewinnen. Davon profitieren die Kinder und ihre Eltern ganz direkt.“

E-Learning-Angebot erreicht eine noch größere Zahl von Erziehern und Lehrkräften

Das deutschlandweit einmalige E-Learning-Angebot bietet rheinland-pfälzischen Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften die Möglichkeit, sich über die medizinischen Zusammenhänge des Diabetes Typ 1, die Grundlagen der Behandlung und die Rolle des Insulins sowie die Funktionsweise von medizinischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Insulinpumpen und weiteren wichtigen Themen zuverlässig und anschaulich zu informieren. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Während der Fortbildung werden Expertinnen und Experten live zugeschaltet, sodass Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt beantwortet werden können. An dem aus acht Modulen bestehenden Angebot beteiligt sind der rheinland-pfälzische Verein „Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Diabetes mellitus e.V.“, das Bildungs- und das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz, die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse, das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz und rheinland-pfälzische Ärztinnen und Ärzte des Qualitätszirkels für Kinderdiabetologie und Erwachsenendiabetologen mit Zulassung zur Behandlung von Kindern.

„Bereits seit 2015 bilden wir gemeinsam pädagogisches Personal in Kitas und Schulen nach einem speziell entwickelten Curriculum fort. Das E-Learning-Angebot bietet jetzt die Möglichkeit, eine noch viel größere Zahl von Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräften zu schulen. Dass Bedarf besteht und das Angebot gut ankommt, sieht man an den beeindruckenden Zahlen. Bereits seit März haben sich mehr als 170 Personen für das E-Learning angemeldet“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

„Ohne das außerordentliche Engagement des Hilfevereins, der beteiligten Ärztinnen und Ärzte und der vielen anderen Unterstützer, wäre ein solches Projekt nie möglich geworden. Wir danken deshalb allen Beteiligten sehr herzlich für ihr großartiges Engagement, insbesondere dem Hilfeverein und allen voran seiner Vorsitzenden Marlies Neese“, betonten die Ministerinnen Hubig und Bätzing-Lichtenthäler gemeinsam.

Ein zentrales Thema der Gesundheitskasse

„Gerne unterstützen wir dieses vielversprechende Projekt, denn aktive Kinder- und Jugendarbeit gehört zu unser aller Aufgabe und ist gerade bei der Gesundheitskasse ein zentrales Thema. Hierbei im schulischen Umfeld der diabetischen Kinder und Jugendlichen anzusetzen, ist eine gelungene Initiative. Unser Anliegen ist, die Pädagogischen Fach- und Lehrkräfte zu informieren und zu sensibilisieren, damit diese gezielt reagieren können. So kann das pädagogische Fachpersonal im nächsten Schritt die Kinder und Jugendlichen zielgenau aufklären und zugleich die Lust auf eine gesunde Lebensweise wecken“, bekräftigte Christine Firk, Bevollmächtigte des Vorstands der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Orts- und zeitunabhängiges Lernen

„Lehrer und Erzieher, eigentlich alle die mit der professionellen Betreuung und dem Umgang eines insulinpflichtigen Kind betraut sind, dürfen wir nicht im Regen stehen lassen“, das ist das Anliegen der Vorsitzenden des Diabetes-Kinderhilfevereins Marlies Neese. „Im Vorläufer-Projekt, mit Präsenzveranstaltungen zu den Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Betroffenen in Kita und Schule, war erkennbar, wie groß das Bedürfnis nach Aufklärung und Hilfestellung ist. Diesen Bedarf konnten wir mit unseren Präsenzveranstaltungen nicht decken. Diese Erkenntnis war die Geburtsstunde der ‚Webinar-Idee‘. Der große Mehrwert liegt auf der Hand, die Teilnehmenden können sich nun orts- und zeitunabhängig ein Basiswissen über den insulinpflichtigen Diabetes aneignen. Nur weil viele um der Sache willen mit Herz, Verstand und den nötigen Fördermitteln bei der Umsetzung mitgewirkt haben, konnten wir dieses Projekt auf die Beine stellen. Allen ein herzliches Dankeschön“, so Marlies Neese.

Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz vom 19.08.2019

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