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Gesundheit

NRW: Förderung der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verbessern

Mädchen stützt Kopf in die Hand und blickt traurig
Bild: © JPagetRFphotos - Fotolia.com

Rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren zeigen psychische Auffälligkeiten wie Hyperaktivität, Verhaltens- oder emotionale Probleme. Das Projekt "Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung" sucht weitere Kommunen und Institutionen als Partner.

Im Rahmen von "Verrückt? Na und!" werden Tage zur seelischen Gesundheit an Schulen und weiteren Ausbildungs- und Jugendeinrichtungen durchgeführt. Psychologinnen und Psychologen oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter moderieren einen offenen Austausch über Themen wie Schulstress, Sucht, Belastungen in der Familie- aber auch über die Stigmatisierung psychisch Erkrankter. Neben Informationen über Hilfsangebote ist ein weiterer Bestandteil der Aufklärungsarbeit das Gespräch mit Betroffenen, die zum Beispiel an Depressionen oder Psychosen erkrankt sind oder waren.

"Wichtig ist ein leichter Zugang zu Informationen über präventive Maßnahmen und eine frühzeitige richtige Behandlung bei psychischen Problemen. Sowohl für die Kinder und Jugendlichen, als auch für Eltern und pädagogische Bezugspersonen. So können alle Beteiligten bei der Suche nach Lösungen eine aktive Rolle übernehmen. Dies verhindert, dass Betroffene durch Ängste und Sprachlosigkeit ausgegrenzt werden. Notwendig ist eine gute Vernetzung möglichst vieler Akteurinnen und Akteure", so Ministerin Barbara Steffens bei einer Auftaktveranstaltung in Essen.

Nordrhein-Westfalen fördert intensive Kooperationen unter anderem durch die Landesinitiative "Starke Seelen, starke Netze", um die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Präventionsketten sowie vernetzten und niederschwelligen Informations- und Versorgungsangeboten zu verbessern.

Neben der fachlichen Herausforderung ist die Prävention psychischer Erkrankungen aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. "„Die stete Beschleunigung unseres Alltags, überzogene Leistungserwartungen, volle Terminkalender sowie der Mangel an (Frei-) Räumen in unserer Lebenswelt bedrohen die seelische Gesundheit – nicht nur von jungen Menschen", betonte die Ministerin.

Über das Projekt "Verrückt? Na und!"

"Verrückt? Na und!" ist ein Konzept des Vereins "Irrsinnig Menschlich" aus Leipzig. Der Verein bietet für Akteurinnen und Akteure vor Ort Fortbildungen an und gründet regionale Kooperationen mit Kommunen und Institutionen für die Arbeit an Schulen und in Ausbildungs- sowie Jugendeinrichtungen. Bundesweite Kooperationspartner sind die Barmer GEK sowie der Kooperationsverbund gesundheitsziele.de.

Seit 2013 wird das Projekt in NRW angeboten. Zu den bisherigen 14 Standorten sind nun Essen und der Ennepe-Ruhr-Kreis dazugekommen. Unterstützt wird das Projekt in NRW von den Deutschen Rentenversicherung Westfalen und Rheinland.

Bereits 2011 erhielt "Verrückt? Na und!" den Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen als vorbildliches Projekt zum Abbau von Vorurteilen und Diskriminierungen gegenüber psychisch Kranken. Weitere Informationen unter: www.verrückt-na-und.de

Über die Landesinitiative "Starke Seelen – Starke Netze"

Die Landesinitiative "Starke Seelen, starke Netze" fördert seit 2013 Konzepte und Maßnahmen zur Verbesserung der Prävention von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Fokus steht neben der Kontinuität der Angebote die Vernetzung verschiedener Anbieter, Träger und zuständiger Behörden im Sinne einer Präventions- und Hilfekette. Die Landesinitiative führt "Verrückt? Na und!" als beispielhaftes Projekt zum Erhalt und zur Verbesserung der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in NRW auf.

In der Datenbank der Landesinitiative sind bereits über 400 vorbildliche Projekte zu finden. Aktuell werden 12 Projekte gefördert. Insgesamt stehen für den Zeitraum von 2014 bis 2018 rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen unter: www.praeventionskonzept.nrw.de

Quelle: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW vom 09.11.2015.

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