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Gesundheit

Filmpremieren von zwei Dokumentationen zu ADHS

Ein Junge schreit
Bild: Melissa Varoy

Am 1.12.14 finden die Premieren von zwei Dokumentarfilmen zum Thema ADHS im CinemaxX Wuppertal statt, und zwar um 18:00 Uhr der Film "Stigma ADHS" über Kinder und Jugendliche mit ADHS und um 20:00 Uhr der Film "Chaos im Kopf" über ADHS im Erwachsenenalter.

Der Eintritt in die Veranstaltungen kostet jeweils 1,- €. Im Anschluss an die Filmaufführungen gibt es eine Publikumsdiskussion. Kartenreservierungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden unter Telefon 0202-5632647 oder per E-Mail unter [email protected]. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos (CinemaxX Wuppertal, Bundesallee 250) abgeholt werden.

Stigma ADHS. Eine Dokumentation über Kinder und Jugendliche mit ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter wird seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Die Eltern betroffener Kinder fühlen sich mit dem Vorwurf des Versagens in der Erziehung und der Verantwortungslosigkeit konfrontiert. Betroffenen Kindern wird schlechte Erziehung und mangelnde Disziplin unterstellt. Dieser Film zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild. ADHS ist ein Störungsbild mit Problemen bei der Aufmerksamkeit, einem Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, unruhigem und impulsiven Verhalten. Betroffene Kinder leiden selbst unter ihren Symptomen, fallen auf, werden stigmatisiert, bestraft und ausgegrenzt. Ohne adäquate Hilfe drohen psychische Erkrankungen und das Scheitern von Lebensentwürfen.

Dieser Film zeigt Alltagsbeobachtungen mit Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 18 Jahren. Einige werden mit Ritalin behandelt, da sie sonst insbesondere im schulischen Umfeld zu scheitern drohen. Die Entscheidung für Medikamente fällt keinem Elternpaar leicht und wird mitunter sehr kritisch hinterfragt. Die Alltagsbeobachtungen zeigen Kinder und Jugendliche, die zwar sehr lebendig und impulsiv erscheinen, gleichzeitig aber so gar nicht dem Klischee vom Zappelphilipp entsprechen. Sie haben Hobbys, treiben Sport, sind oft überdurchschnittlich intelligent, sehr fordernd und haben Stärken und Schwächen. Sie wissen gut über sich Bescheid und lernen, Strategien zu entwickeln, im familiären, sozialen und schulischen Umfeld zurechtzukommen. Vor allem scheinen alle gezeigten Heranwachsenden glücklich zu sein. ADHS, so ihre Botschaft, ist ein ernsthaftes Störungsbild, das viel Leid zur Folge haben kann. Eine umfassende Therapie hingegen eröffnet Lebenschancen, die sie sonst nicht hätten. In dem Film zeigen die Betroffenen und Angehörigen einen Alltag, der oft herausfordernd ist.


Chaos im Kopf. Ein Film über ADHS im Erwachsenenalter

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung gehört zu den am besten erforschten psychischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters. Doch erwachsene Betroffene scheinen lange übersehen worden zu sein. Tatsächlich schwächen sich viele Symptome bei jungen Erwachsenen ab, weil sie Strategien entwickeln, im Leben zurechtzukommen. Sehr viele Erwachsene werden – wenn überhaupt – erst sehr spät diagnostiziert. Die Folgen einer unerkannten ADHS-Erkrankung können für das gesamte Leben gravierend sein.

In diesem Film kommen sowohl junge Erwachsene zu Wort, die bereits als Kind eine ADHS-Diagnose erhalten haben, als auch Erwachsene, die erst sehr spät verstanden haben, was mit ihnen los ist. Betroffene leiden unter ausgeprägten Konzentrationsschwächen, einer ungefilterten Wahrnehmung der Umgebungsreize und großem inneren Stress, der sich in starker Aktivität entlädt. Der Film geht der Frage nach, welche Folgen ADHS für die persönliche Entwicklung hat. Finden Betroffene Berufe, in denen sie ihre spezifischen Stärken einbringen können oder scheitern die Lebensentwürfe? Welche Auswirkungen gibt es auf Beziehungen und Familie? Welche Strategien sind geeignet, das Leben positiv zu gestalten? Welche Rolle spielen dabei Medikamente? Der Film hat nicht den Anspruch, alle Facetten von ADHS zu erklären. Es geht ausschließlich um das Erleben und die Wahrnehmung der Betroffenen. So entsteht ein Mosaik aus Eindrücken, die erahnen lassen, welche Folgen ADHS haben kann.

Die Filme werden ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. DVD-Bestellung über www.medienprojekt-wuppertal.de.

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e. V. vom 24.11.2014

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