Achtung Icon

Relaunch - Am 19. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 19. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gesundheit

Gesundheit

Filmpremiere "Tiefpunkte 2" des Medienprojekts Wuppertal

Zwei Mädchen
Bild: Medienprojekt Wuppertal

Am 21.05. findet um 19:30 Uhr im CinemaxX Wuppertal (Bundesallee 250) die Premiere der Langzeitdokumentation "Tiefpunkte 2" über zwei junge Frauen mit depressiven Störungen statt. Der Eintritt ist frei.

In dem Film zeichnen zwei junge Frauen, die bereits seit Jahren unter Depressionen leiden, ihren individuellen Weg in das Erwachsenenleben nach. Zu Beginn der Dreharbeiten im Januar 2010 ist Romina 15 und Michaela 18 Jahre alt. Beide haben an dem Film „Tiefpunkte“ mitgewirkt und sich bereits 2009 mit der Kamera begleiten lassen.

Rominas Resümee des ersten Teils war, dass sie sich zu der Zeit überhaupt nicht verstand. Doch bereits wenige Monate später wird deutlich, dass sie das selbst ändern will. Schritt für Schritt gelingt es ihr, die für ihre Erkrankung ursächlichen Konflikte in sich zu erkennen, durch Verstehen zu lösen und aufzuarbeiten. Auch ihre Ängste geht Romina immer offensiver an, sie findet mit 16 Jahren ihren ersten Freund und löst sich bald von ihrem Elternhaus. Immer wieder gibt es Krisen, doch diese gehören zum Prozess der Gesundung dazu. Anfang 2014 lebt sie seit einem Jahr in einer stabilen Partnerschaft, hat Pläne und Ziele und sieht optimistisch in die Zukunft. Michaelas erstes Resümee war, dass sie ihr Schicksal meisterte, weil sie hoffte, dass es irgendwann besser wird. Ihr Weg in den folgenden Jahren ist ein stetiges Auf und Ab mit zahlreichen Klinikaufenthalten und Phasen hochgradiger Suizidalität. Lange Zeit prägen Selbstverletzungen, Essstörungen und Alkoholmissbrauch ihr Leben. Doch sie gibt nicht auf und schafft es Anfang 2014 tatsächlich, ihr Leben allmählich in die Hand zu nehmen. Mit 22 versteht sie, dass sie sich entscheiden muss, ob sie sich weiterhin an ihre Krankheit klammert oder ob sie sich selbst eine Chance zum  Gesundwerden gibt.

Der Film ist ein Mosaik, skizziert Prozesse und ist somit keine umfassende Lebenserzählung. Die Perspektive verbleibt konsequent subjektiv, nur die Selbstwahrnehmung, das eigene Erzählen und Zeigen zählt. Die jungen Frauen handeln im filmischen Kontext stets selbstbestimmt und gewähren somit tiefe Einblicke in innere seelische Prozesse. Romina und Michaela zeigen, wie zentral und bedeutsam das Wissen über sich selbst ist. Der Film macht Mut, sich dem eigenen Leben zu stellen und auch unter schwierigsten Bedingungen Wege ins Leben zu suchen und zu finden.

Im Anschluss an die Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion. Kartenreservierungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden: Tel: 0202- 5632647 oder info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden.

Der Film wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. DVD-Bestellung über www.medienprojekt-wuppertal.de.

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e. V. vom 14.05.2014

Info-Pool