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BPtK-Informationen für Eltern: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Wald
Bild: © andreiuc88 - Fotolia.com

Für Eltern ist es oft nicht einfach, entwicklungsbedingte Krisen und individuelle Eigenheiten ihrer Kinder von psychischen Erkrankungen zu unterscheiden. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat für Eltern einen Ratgeber herausgegeben, der eine erste Orientierung bei seelischen Störungen und Krisen ihrer Kinder geben soll.

In keiner Lebensphase verändert sich der Mensch so stark wie in Kindheit und Jugend – sowohl körperlich als auch seelisch. Jedes Mädchen und jeder Junge sucht dabei seinen Weg. Schwierige Phasen sind normal. Keine Entwicklung ist geradlinig. Hindernisse helfen beim Erwachsenwerden. Krisen und Konflikte können Kinder und Jugendliche aber auch überfordern. Dann können aus Angst und Bedrückung, Rückzug und Trotz, Widerstand und Wut seelische Erkrankungen werden, die eine Behandlung erfordern. Auch für Eltern ist es nicht einfach, die normalen Krisen ihrer Kinder von psychischen Störungen zu unterscheiden.

Die BPtK hat eine Informationsbroschüre herausgegeben, die Eltern eine erste Orientierung bei seelischen Krisen ihrer Kinder geben soll. Diese Broschüre "Psychotherapie für Kinder und Jugendliche" bietet Eltern verständliche und wissenschaftlich überprüfte Informationen. Sie wendet sich in erster Linie an Eltern, die noch nicht bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten waren und sich erst einmal darüber informieren möchten, welche Hilfen es bei psychischen Erkrankungen ihrer Kinder gibt. Sie möchte den Lesenden Mut machen, sich bei Krisen mit vertrauten Menschen auszutauschen oder sich an einen Kinderarzt oder einen Psychotherapeuten zu wenden.

Anlass für ein Gespräch mit einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können sein:

bei Säuglingen und Kleinkindern

  • untröstbares Schreien, Schlaf- und Fütterprobleme beim Säugling
  • Schlafstörungen
  • zu spät sprechen lernen, große Ungeschicklichkeit

vor allem bei Schulkindern

  • andauernde Ängste
  • anhaltende Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen
  • auffallend aggressives, verweigerndes und oppositionelles Verhalten
  • weglaufen, Schule schwänzen, stehlen und lügen

vor allem bei Jugendlichen

  • übermäßiger Rückzug, Kontakt- und Beziehungsprobleme
  • Essstörungen
  • selbst verletzendes Verhalten
  • düstere, lebensmüde Stimmungen; Gedanken, sich umzubringen
  • starkes Verlangen (Sucht) zum Beispiel nach Alkohol, Medikamenten, Drogen, Internet

Die Broschüre Elternratgeber: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche – Informationen für Eltern (PDF 1,6MB) steht zum Download zur Verfügung.

Quelle: Bundespsychotherapeutenkammer vom Dezember 2013

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