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Gesundheit / Kinder- und Jugendschutz

Drogenbeauftragte: Jugendliche trinken, rauchen und „kiffen“ weniger

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung stellte am 16. Mai 2011 den Drogen- und Suchtbericht 2011 der Bundesregierung vor.

Der Bericht beschreibt Projekte und Maßnahmen der Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung von 2009 bis Anfang 2011. Zugleich werden zahlreiche Projekte und Aktivitäten aus Ländern, Gemeinden und Verbänden vorgestellt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Präventionsprojekten für Kinder und Jugendliche. Ein Sonderthema des Berichts ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure an den Schnittstellen der Hilfesysteme in Deutschland.

Dazu erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „Die Drogen- und Suchtpolitik der christlich-liberalen Koalition ist auf einem guten Weg. Der regelmäßige Konsum von Alkohol, Nikotin und Cannabis geht zurück. Dies zeigt, dass gezielte Präventionsmaßnahmen wirken.“ Nach aktuellen Befragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2010 tranken 13 % der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal in der Woche Alkohol. 2004 waren es noch 21 %.  

13 % der Jugendlichen in diesem Alter rauchen, 2001 waren es noch 23 %. Auch der Anteil der Nieraucher ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 68 % der minderjährigen Jugendlichen gaben an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. 2001 waren es nur 41 %.

5 % der befragten Jugendlichen gaben an, in den letzten zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. 2004 waren es noch 10 %.

Dennoch sind diese positiven Entwicklungen kein Grund zur Entwarnung. „Es muss unser Ziel sein, noch mehr Jugendliche davon zu überzeugen, dass Suchtmittel und Drogen keine Freizeitbeschäftigung und keine Problemlöser sind. Deshalb müssen wir unsere Präventionsmaßnahmen noch genauer auf die Zielgruppen ausrichten, die durch problematisches Konsumverhalten auffallen. Dies sind beispielsweise die jugendlichen Rauschtrinker“, so Dyckmans weiter.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit