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Gesundheit / Kinder- und Jugendpolitik

3. Bonner Ernährungstage: Ernährungskompetenzen stärken

Mädchen mag kein Gemüse
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Unter dem Motto „Mehr oder weniger?! – Lebensstiländerung als gesellschaftliche Herausforderung“ diskutierten bei den 3. Bonner Ernährungstagen Fachleute sowie Vertreter/-innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Menschen dabei unterstützt werden können, ihre Ernährungskompetenzen zu stärken und ihren individuellen Weg zu einem gesunden Lebensstil zu finden.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, hat am 5. September 2019 das BZfE-Forum im Rahmen der 3. Bonner Ernährungstage eröffnet. Veranstalter der Bonner Ernährungstage sind die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). An der Veranstaltung nehmen jedes Jahr Fachleute aus dem Ernährungsbereich, Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis, von Institutionen und Verbänden, Multiplikatoren sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten des Bundes und der Länder teil. In diesem Jahr stand das Forum unter dem Motto „Mehr oder weniger?! – Lebensstiländerung als gesellschaftliche Herausforderung“.

Lücke zwischen Wissen und praktischer Umsetzung

„Lebensstiländerungen sind nicht nur eine Aufgabe für den Einzelnen, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung. Denn es liegt auch im gesamtgesellschaftlichen Interesse, Erkrankungen, die durch Ernährung mitverursacht werden, zu vermeiden“, so Hans-Joachim Fuchtel vor den ca. 500 Teilnehmern des Forums. „Diese Veranstaltung bietet eine gute Möglichkeit für einen intensiven Informationsaustausch. Einen Austausch, der uns ein Stück weiterbringen wird, bei der Frage, wie die gesunde Wahl zur einfachen Wahl werden kann. Damit machen wir die Lücke zwischen dem Wissen um eine gesunde Ernährung und der praktischen Umsetzung des Wissens kleiner.“

Im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung stand die Frage, wie die Menschen dabei unterstützt werden können, ihre Ernährungskompetenzen zu stärken und ihren individuellen Weg zu einem gesunden Lebensstil zu finden. Es soll „die gesündere Wahl zur einfachen Wahl“ werden.

Gesunde Lebensweise bei Kindern fördern

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Diese Strategie ist das Ergebnis eines intensiven Dialogprozesses zwischen Vertretern der Bundesregierung und der Wissenschaft sowie mit Verbänden aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft und Verbraucherschutz. Mit ihr soll eine gesunde Lebensweise fördern und dazu beitragen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen den Anteil der Übergewichtigen und Adipösen zu senken. Ziel ist es, die Häufigkeit von ernährungsmitbedingten Krankheiten wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Weiterhin auf Ernährungsbildung setzen

Ein weiterer Baustein des ganzheitlichen Ansatzes der Ernährungspolitik des BMEL ist die erweiterte Nährwertkennzeichnung: „Wir wollen es den Verbrauchern leichter machen, sich für eine gesunde Ernährung zu entscheiden. Dazu brauchen wir eine Nährwertkennzeichnung, die auf den ersten Blick klar und verständlich ist. Bundesministerin Klöckner hat gesagt, dass die Ergebnisse der derzeit laufenden Verbraucherforschung zur erweiterten Nährwertkennzeichnung für sie maßgeblich sein werden.“

„Aber“, so Fuchtel, „Rezepturänderungen und eine erweiterte Nährwertkennzeichnung alleine garantieren noch keine gesündere Ernährung. Wir müssen auch weiterhin auf Ernährungsbildung und -information setzen, um die Ernährungskompetenz der Verbraucher zu stärken.“

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom 06.09.2019

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