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Praxisentwicklung

Perspektiven queerer Jugendlicher in der Beratung und Prävention sexualisierter Gewalt

Zwei queere Personen halten sich an der Hand und lachen
Bild: Marcelo Chaga - picnoi.com | cut to size   Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0

Zwischen digitaler (Selbst-)Bildung und institutioneller Angebotsnutzung: An der Hochschule Hannover forscht Prof. Dr. Martin Wazlawik partizipativ an einer Praxisentwicklung für und mit queeren Jugendlichen in Beratungsprozessen.

Beratungsstellen stellen eine zentrale Ressource in der Beratung, Intervention sowie in der Prävention von sexualisierter Gewalt dar. Die gilt insbesondere für spezialisierte Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt. Dabei sind diese Einrichtungen zunehmend selbst zum Gegenstand empirischer Forschung geworden. In vorangegangenen Projekten wurde die Orientierung an einer binären Geschlechterlogik deutlich. Gleichzeitig hat die Forschungslandschaft zu sexualisierter Gewalt jedoch hervorgehoben, dass die Angebote nicht pauschal wirksam werden, sondern eine hohe Zielgruppenspezifik und Ausdifferenzierung aufweisen müssen. Dort setzt das Forschungsprojekt QueerPar an.

Ziel des Verbundvorhabens QueerPar ist die konzeptionelle Weiterentwicklung spezialisierter Beratungsstellen hinsichtlich einer Queer-Kompetenz. Zudem verfolgt es das Ziel der Entwicklung zielgruppenspezifischer Präventions- und Beratungsmedien.

An der Hochschule Hannover leitet Prof. Dr. Martin Wazlawik ein Teilvorhaben des Projekts, bei dem die Perspektiven queerer Jugendlicher fokussiert werden. Das Ziel dieses Teilprojekts ist die partizipative Entwicklung von zielgruppenangemessenen und digitalen Präventions- und Beratungsmaterialien. Des Weiteren soll ein niedrigschwelliger und digitaler Zugang zu Informationen zur Prävention und Beratung für queere Jugendliche ermöglicht werden.

Ziel ist hier die partizipative Entwicklung von Beratungs- und Präventionsmaterialien und die Qualifizierung von Fachberatungsstellen“ sagte Martin Wazlawik.

Das Projekt läuft bis Ende 2024 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Als Verbundpartner ist die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention e.V. beteiligt.

Quelle: Hochschule Hannover vom 21.04.2022

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