Ganztagsbildung

Köln: Ehrenamtler fördern Lese- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen

Die Mentorenstunden sollen im geschützten Raum der Schule stattfinden, damit die Kinder in einer vertrauten Umgebung sind, die Privatsphäre des Mentors gewahrt bleibt und die Einzelförderung in enger Abstimmung mit den Lehrern des Schülers passiert.

Mehr als 50 Schulvertreter kamen am 16. März zu einer Informationsveranstaltung in den Mediapark, um sich über die Initiative LESEMENTOR Köln e.V. (Initiatoren: Freie Volksbühne Köln e.V., SK Stiftung Kultur, Amt für Weiterbildung/VHS und RAA, Büro für Bürgerengagement der AWO Köln und StadtBibliothek Köln) zu informieren. Bei dem Projekt geht es darum, dass sich ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren ein- bis zweimal die Woche mit einer Schülerin/einem Schüler für 45 bis 60 Minuten zum gemeinsamen Lesen und Sprechen treffen. 

31 Grund- und Förderschulen sowie 13 weiterführende Schulen haben sich bis dato als Partnerschule angemeldet. Deshalb war es wichtig, für die Schulen ein Informationsforum zu schaffen. Bei der Diskussion wurde schnell deutlich, dass die Schulen das Mentorenprojekt als organisatorische Herausforderung gerne annehmen. Es müssen beispielsweise während der Unterrichtszeit "Nischen" gefunden werden, in denen die Mentorenstunden stattfinden können, denn nach Unterrichtsende sind die Schulen verwaist. "Für einige unserer Schüler wäre so eine Mentorenstunde effektiver als die dadurch verpasste Unterrichtsstunde" merkte eine Lehrerin an.

Wer als Mentor die Arbeit mit einem Schüler aufnimmt, sollte sie mindestens für ein halbes Jahr fortführen, denn wichtig für den Erfolg sind Ausdauer und Kontinuität. Nach Bekanntwerden des Projektes zum Jahresbeginn hatten sich spontan 300 Bürger gemeldet, die sich gerne als Mentor engagieren möchten. Nach den Osterferien werden bereits 80 Mentoren zur Verfügung stehen, die an einem 20-stündigen Lehrgang teilgenommen haben. 

Insbesondere durch die Federführung der seit nunmehr 15 Jahren in Kooperation mit anderen Partnern stattfindenden Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen hat die SK Stiftung Kultur einen engen Kontakt zu den Kölner Schulen in Sachen Leseförderung aufgebaut und bringt dieses Netzwerk in das neue Gemeinschaftsprojekt ein. 

Die Idee zu den Lesementoren stammt ursprünglich aus Hannover, wo sich bereits 2003 ein entsprechender Verein gründete. Die Schirmherrschaft für LESEMENTOR Köln hat Oberbürgermeister Jürgen Roters übernommen. Prominente Paten sind Mariele Millowitsch, Biggi Wanninger, Lale Akgün und Roger Willemsen.

Mehr Informationen unter: www.schutzschild.bayern.de

Quelle: SK Stiftung Kultur, 18.03.2010

 

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