„Jetzt einfach machen“

Kampagne zum inklusiven weltwärts-Freiwilligendienst

Screenshot aus dem Kampagnenvideo - eine junge Frau im Rollstuhl im Freien
Bild: © bezev

„Ich wollte raus. Ich wollte Neues sehen, Neues erleben und vor allem was lernen.“ Das war Steffis Motivation für einen weltwärts-Freiwilligendienst in Ghana. Die junge Frau hat Glasknochen und nutzt einen Rollstuhl. Über die Essener Organisation bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit) können junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigung/Behinderung einen internationalen Freiwilligendienst machen.

Im Rahmen der von bezev gestarteten Kampagne „Jetzt einfach machen“ zeigen fünf neue Kampagnenclips Bilder von Steffis weltwärts-Dienst in Ghana.

„Trotz aller Anstrengungen und Gefahren, denen man als Mensch mit Glasknochen jeden Tag begegnet, habe ich diesen Zug nach draußen, diese Neugierde, die schon immer in mir war; ich kann mich davon gar nicht aufhalten lassen. Das wäre dann auch nicht ich“, sagt Steffi. Die Filme zeigen ihr Leben vor Ort, die Arbeit in der Schule, ihre Freundschaft zu Esther und ihre Sicht auf das Thema Barrierefreiheit in Ghana.

„Freiwilligendienste sind in verschiedenen Ländern nächstes Jahr wieder möglich. Deswegen ermutigen wir gerade Menschen mit Behinderung sich an uns zu wenden. Wir beraten sie zu inklusiven Möglichkeiten und vermitteln sie gerne an eine passende Entsendeorganisation“, sagt Jelena Wander, Projektkoordinatorin bei bezev.

Die Kampagnenclips sind barrierefrei und stehen mit Gebärdensprachverdolmetschung und Audiodeskription zur Verfügung, Untertitel können jeweils hinzugeschaltet werden. Die Filme und mehr Informationen zur Kampagne erhalten Neugierige unter: www.bezev.de/kampagne

Die Filme wurden gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Hintergrund

weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gefördert wird. Er ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung bis 35 Jahren, einen Freiwilligendienst in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Osteuropas zu leisten. Die Dienste dauern mindestens sechs Monate bis zu zwei Jahre.

bezev setzt sich seit 1995 für Menschen mit Behinderung weltweit ein. Der Verein fördert eine inklusive Entwicklungszusammenarbeit und die gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Behinderung bei entwicklungspolitischen und humanitären Initiativen. Neben dem Einsatz für inklusive Freiwilligendienste ist bezev in der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit aktiv. bezev ist seit 2017 Eurodesk-Partnerorganisation und berät und informiert zu Auslandsaufenthalten weltweit. Die besondere Expertise von bezev und damit ein großer Mehrwert für das Eurodesk-Netzwerk liegt in der Beratung und Motivation von jungen Menschen mit Behinderung.

Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 36 Ländern. Die Beratung zu Auslandsaufenthalten ist kostenlos, trägerübergreifend und neutral. Eurodesk Deutschland wird durch das EU-Programm Erasmus+ sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Quelle: Eurodesk Deutschland c/o IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. vom 04.11.2020

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