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Freiwilliges Engagement

FSJ plus: 75 Prozent der Absolventinnen erlernten im Anschluss an das FSJ plus einen Pflege- oder Erziehungsberuf

Ein junger Mann und eine junge Frau schieben einen Rollstuhl
Bild: © Heiner Witthake - Fotolia.com

Als landesweit einzigartiges Erfolgsmodell hat Sozialministerin Katrin Altpeter das FSJ plus des Diakonischen Werks Württemberg gewürdigt. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) plus vermittle den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soziale, persönliche und kulturelle Kompetenzen, ermögliche ihnen berufliche Orientierung und verbessere ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagte die Ministerin bei der Abschlussfeier des diesjährigen FSJ plus-Jahrgangs in Wilhelmsdorf.

Das vom Diakonischen Werk Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Institut für Soziale Berufe durchgeführte FSJ-Modell ist eine Variante des Freiwilligen Sozialen Jahres. Dabei können volljährige Hauptschülerinnen und Hauptschüler neben einer Tätigkeit in einer diakonischen Einrichtung innerhalb von zwei Jahren den Realschulabschluss erwerben. Durch die Verknüpfung der ohnehin vielfältigen Lernmöglichkeiten des FSJ mit einem formellen Bildungsabschluss habe das Modell für die Teilnehmer einen doppelten Nutzen, so Altpeter. „Das FSJ plus ist ein baden-württembergisches Erfolgsmodell“, erklärte die Ministerin.

Altpeter: „Für den sozialen Bereich ist das FSJ plus Gold wert.“ 75 Prozent der Absolventinnen erlernten im Anschluss an das FSJ plus einen Pflege- oder Erziehungsberuf. „Indem Jugendliche an sozialen Berufe herangeführt werden und sich später häufig für einen solchen Beruf entscheiden, trägt das FSJ plus bedeutend zur Deckung des Fachkräftebedarfs bei.“

Das Sozialministerium unterstützt das FSJ plus seit seiner Einrichtung im Jahr 2005 mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond (ESF). Ein Schwerpunkt der Förderstrategie „Chancen fördern“ des Landes sei die Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen und die Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit, so Altpeter. Dieses Ziel decke sich mit dem Ansatz des FSJ plus.

„Mir liegt viel daran, dass alle Jugendlichen in Baden-Württemberg eine berufliche Perspektive haben und einen Ausbildungsplatz finden“, betonte Ministerin Altpeter. Dafür sei der Erwerb eines Schulabschlusses unerlässlich. Für manche junge Erwachsene sei der Übergang von der Schule in den Beruf nicht immer einfach. Hier helfe der innovative Ansatz des FSJ plus. „Durch dieses FSJ-Modell erhalten Jugendliche, die in besonders schwierigen Situationen stecken, eine neue Chance“, so Altpeter. Den jungen Erwachsenen werde zudem neuer Lebensmut und Selbstbewusstsein vermittelt.

Den Erfolg des Projekts belegen der Ministerin zufolge auch die Zahlen. Seit der Modell-Einführung vor sieben Jahren hätten 129 Jugendliche am FSJ plus teilgenommen und fast alle seien anschließend in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt gewechselt. Die Bestehensquote sei trotz der Doppelbelastung von Schule und Arbeit höher als bei Absolventinnen und Absolventen von Abendreal- oder zweijährigen Berufsfachschulen.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg