Freiwilliges Engagement

Freiwilligendienst „weltwärts“ ist weiterhin gefragt

Kinderhände halten einen Globus
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Engagement Global hat die Freiwilligenzahlen 2018 für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts veröffentlicht. Mit 3.382 Entsendungen in der Nord-Süd-Komponente und 640 Freiwilligen in der Süd-Nord-Komponente bleibt weltwärts bei jungen Menschen weiterhin nachgefragt. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren.

Im vergangenen Jahr reisten 3.382 Freiwillige in rund 60 Länder aus. Die beliebtesten Einsatzländer waren Indien, Südafrika, Peru, Bolivien und Ghana. Mit der Süd-Nord-Komponente leisteten im gleichen Zeitraum 640 junge Menschen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien einen Freiwilligendienst in Deutschland. 2017 waren es noch 564 Personen. Die meisten Freiwilligen kamen aus Kolumbien, Indien, Bolivien, Uganda und Tansania.

Kein Negativtrend erkennbar

In der Nord-Süd-Komponente sind die Entsendezahlen gegenüber dem Jahr 2017, in dem 3.706 Freiwillige ausreisten, gesunken. Die Koordinierungsstelle weltwärts bewertet die Zahlen dennoch positiv. „Obwohl die Zahl von flexiblen, kommerziellen Auslandsangeboten zugenommen hat, bewegen sich die Entsendezahlen von weltwärts seit Jahren zwischen 3.400 und 3.700 Freiwilligen jährlich“, so Astrid Neumann, Leiterin der Koordinierungsstelle weltwärts. Schwankungen in den Entsendezahlen seien normal und durch verschiedene Ursachen begründet. „Wenn beliebte Einsatzländer wie Nicaragua aufgrund von Sicherheitsbedenken für weltwärts gesperrt werden oder wie in Tansania Probleme bei der Visavergabe die Einreisezahlen sinken lassen, so wirkt sich dies natürlich auch auf die Gesamtzahlen aus“, erklärt Neumann. Einige Entsendeorganisationen hätten außerdem sinkende Bewerbungszahlen gemeldet. „Daraus können wir aber bislang keinen allgemeinen Trend ableiten“, so Neumann weiter.

Entwicklungspolitisches Engagement

Mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts können junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren einen staatlich geförderten Freiwilligendienst in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien machen. Sie unterstützen in der Regel für ein Jahr ein lokales Projekt mit Kindern oder ein Projekt im Bereich Gesundheit, Kultur, Sport, Umweltschutz oder Landwirtschaft. Dadurch sollen sie andere Kulturen kennenlernen und Impulse für ein solidarisches Engagement nach der Rückkehr mitnehmen. Voraussetzungen für weltwärts sind ein Schulabschluss und im Falle des Haupt- oder Realschulabschlusses eine Berufsausbildung oder ähnliche Erfahrungen sowie Offenheit, Lernbereitschaft und Engagement.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 30.01.2019