Freiwilliges Engagement / Sozialpolitik

DRK zur Debatte um Pflichtdienste: Bürgerschaftliches Engagement stärken

Eine Gruppe von jungen lächelnden Erwachsenen, die sich draußen befindet
Bild: rawpixel.com

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in der Debatte zur Einführung einer sozialen Dienstpflicht Stellung genommen. Das DRK habe mehr Bewerber/-innen als es im Freiwilligen Sozialen Jahr einsetzen kann. Deshalb sollten die vorhandenen Strukturen ausgebaut und die Zahl der Plätze bedarfsgerecht aufgestockt werden. So lautet die Empfehlung des Wohlfahrtsverbandes.

In der Debatte zur Einführung eines allgemeinen Pflichtdienstes hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wie folgt Stellung genommen: Der Wohlfahrtsverband begrüßt grundsätzlich alle Debatten und Initiativen, die zu einer Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland führen. Denn aufgrund der demographischen Entwicklung wird es in den nächsten Jahrzehnten einen verstärkten Bedarf geben.

Mit den nationalen und geregelten Freiwilligendiensten (FSJ und BFD) verfüge Deutschland über ein relativ gutes und flächendeckendes Angebot an Freiwilligendienstplätzen (derzeit rund 100.000 in FSJ und BFD in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen sozialer Aufgabenfelder und ansatzweise auch im nationalen Katastrophenschutz). Die Empfehlung des DRK lautet, die vorhandenen Strukturen zu nutzen und auszubauen sowie mit den entsprechenden Finanzmitteln auszustatten, zumal das DRK in den Freiwilligendiensten mehr Bewerber/-innen als Plätze hat.

Das DRK ist derzeit mit rund 12.000 FSJ- und 6.000 BFD-Plätzen stärkster Anbieter bundesweit und steht für einen geregelten Ausbau zur Verfügung. Bei Einführung eines Pflichtjahres stehe das DRK grundsätzlich als Anbieter bereit, wenn die Wahl des Anbieters frei ist und somit der Grundsatz der Freiwilligkeit bei der Mitwirkung im DRK gewahrt ist.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz e.V. vom 07.08.2018