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Spielerisch für das Thema Datenschutz sensibilisieren

Jugendliche schreibt mit einem Touchscreen-Stift auf einem Tablet.

Wie Kinder spielerisch an das Thema Datenschutz und den Umgang mit den eigenen Daten herangeführt werden können, erläutert das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien" in diesem Artikel.

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ob bei der Arbeit, in der Schule oder unserer Freizeit. Auch schon die Jüngsten wachsen digital auf und machen erste Erfahrungen mit digitalen Medien. Wichtig von Beginn an ist, dass Kinder selbstbestimmt digital teilhaben können. Dazu gehört auch, zu lernen, was Privatsphäre heißt und wie persönliche Daten geschützt werden können. Um Kinder und Jugendliche für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren, eignen sich auch verschiedene Spiele.

Für Vorschulkinder

Die medienpädagogische Einrichtung „SIN - Studio im Netz“, die auch Teil des Lokalen Netzwerkes „Interaktiv“ aus München ist, hat einige Materialien entwickelt, mit denen Kinder an das Thema Datenschutz herangeführt werden können. Darunter die zwei analogen Spiele „Geheimnisse: Wem verrate ich was?“ und „GEHEIMNISvolle Bilder“, die für Kinder im Vorschulalter geeignet sind.

Im Spiel „Geheimnisse: Wem verrate ich was?“ steht der Aspekt der Informationsweitergabe an fremde Personen im Fokus. Was sind Geheimnisse? Hast du Geheimnisse? Gibt es Dinge, die du nur bestimmten Personen erzählen würdest? Wem erzählst du deine Geheimnisse? Für den Einstieg können diese Fragen mit den teilnehmenden Kindern besprochen werden. Anschließend geht es dann darum, dass Kinder Karten mit verschiedenen Begriffen den vier Kategorien „Familie“, „Freunde“, „Fremde“ und „Niemand“ zuordnen. In einer Auswertungsrunde wird über die Zuordnung gesprochen und reflektiert. Eine Spielanleitung und Materialien zum Spiel sind auf der Webseite von SIN verfügbar.

Das Thema Geheimnisse thematisiert auch das Spiel „GEHEIMNISvolle Bilder“. 20 Bilder mit verschiedenen Motiven, wie zum Beispiel einer Schatztruhe, ein Geldautomat oder einer Personenkontrolle am Flughafen, sollen dazu anregen, das Thema Geheimnisse aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Eine Spielanleitung und die Bilder können auf der Webseite von SIN heruntergeladen werden.

Für Grundschulkinder

Ebenfalls von SIN entwickelt wurden Materialien mit der Figur „KABU“, die Inhalte zu verschiedenen Themen für Grundschulkinder unterhaltsam und lehrreich aufbereiten. Anhand von alltagsrelevanten Fragestellungen werden Aspekte zum Umgang mit digitalen Geräten und zur Bedeutung von Datenschutz spielerisch aufgegriffen und kindgerecht erklärt. Zum Beispiel können sich Kinder in einem Onlinequiz spielerisch mit den Datenschutz-Grundlagen vertraut machen. In einem anderen Online-Lernspiel geht es um die Frage, was das eigene Handy alles über die eigene Person weiß. Weitere Informationen und Onlinespiele gibt es auf der Webseite von SIN. Zudem gibt es auch eine „KABU“-App, die Informationen zum sicheren Umgang mit digitalen Medien kindgerecht und spielerisch erklärt.

Im medienpädagogischen Abenteuerspiel „KryptoKids“, welches sich an Kinder ab 8 Jahren richtet, werden die Themen Datenschutz und Datensicherheit im Internet spielerisch und kindgerecht erklärt. Erzählt wird die Geschichte von den Kryptokids Flo, Samira, Benny und Filippa, mit denen Kinder gemeinsam dem Hackerangriff der DatenKraken auf die Spur gehen. Das Spiel basiert auf einer App, die digitale und analoge Spielelemente miteinander verbindet. In drei Kapiteln können sich Kinder mit den Kernthemen Verschlüsselung, Privatsphäre und Schutz persönlicher Daten auseinandersetzen. Heranwachsende lernen, wie wichtig Datenschutz ist und wie sie ihre Daten mit Passwörtern und anderen Tricks sichern können. Das Spiel ist kooperativ, denn alle Kinder arbeiten in Teams und verfolgen gemeinsam dasselbe Ziel.

Für Jugendliche

In Anlehnung an das Brettspiel „Monopoly“ geht es im Spiel „Big Datapoly“, welches sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet, darum, spielerisch ein Bewusstsein für das Thema Daten und Big Data zu schaffen. Zentrale Fragen lauten: Wo werden Daten gesammelt? Welche Daten werden gesammelt? Wie viele Daten werden von Unternehmen, Diensten und Technologien gesammelt? „Big Datapoly“ eignet sich für die Einstiegsphase in das Thema Big Data. Pädagog/-innen oder Eltern regen eine aktive Diskussionsrunde während des Spielverlaufs an, mit dem Ziel sich kritisch und reflektiert mit dem Phänomen Big Data auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zum Spiel sowie Spielanleitung und Materialien finden Sie auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung.

Weitere Informationen

Quelle: Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ vom 01.10.2021

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