Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

NRW: Schüler/-innen sollen Medienkompetenzführerschein machen

Laut Berichten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) sollen Schülerinnen und Schüler in NRW einen verantwortungsvollen Umgang mit Facebook lernen. Aus diesem Grunde will die rot-grüne Minderheitsregierung einen Medienkompetenzführerschein einführen.

In einem Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Ausgabe vom 5. August 2010) sagte Medienministerin Angelica Schwall-Düren (SPD), dass neben den Elternhäusern "auch die Schule ihren Teil dazu beitragen sollte, Mädchen und Jungen einen rationalen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten nahezubringen".

Das Training eines bewussten Umgangs mit sozialen Online-Netzwerken wie Facebook sei unbedingter Bestandteil davon. Schwall-Düren machte darauf aufmerksam, dass unvorsichtig preisgegebene persönliche Daten zu Mobbing missbraucht werden und "auch bei beruflichen und sozialen Karrieren hinderlich sein" können.

Als weiteren zentralen Baustein der bewussten Mediennutzung erachtete Schwall-Düren, dass Schüler lernen sollten, Nachrichten einzuordnen und zu bewerten. "Viele Menschen glauben Nachrichten im Fernsehen oder im Internet kritiklos. Und in Gesprächen stellt man dann fest, dass sie die Sache gar nicht richtig verstanden haben." Die Landesregierung unterstützt aus diesem Grunde auch das Schulprojekt "ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen". In diesem Projekt haben Neuntklässler ab September die Möglichkeit, in der Schule mit der vor Ort verfügbaren Regionalzeitung zu arbeiten.

Quelle: WAZ vom 05.08.2010 

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