Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

NRW-Landesregierung plant Medienpass für Kinder und Jugendliche

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Medienberatung NRW haben am 14. Juni in der Staatskanzlei das Konzept für einen Medienpass für Schülerinnen und Schüler vorgestellt.

Ziel des „Medienpasses NRW“ ist es, Kinder und Jugendliche für das Thema Medienkompetenz zu interessieren und Lehrerinnen und Lehrer bei der Vermittlung im Unterricht zu unterstützen. Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hob die Bedeutung von Medienkompetenz in der modernen Medienwelt hervor: „Jedes Kind muss Zugang zu Medien und Medienbildung haben. Deshalb setzen wir mit unserem ‚Medienpass NRW’ auf die Schule, die als einzige Bildungsinstitution alle Kinder und Jugendlichen in unserem Land erreicht. Wir wollen beste Chancen für alle Kinder in unserem Land und laden daher auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, ihre Ideen und Vorschläge online einzubringen.“

Der Medienpass wird in einem mehrstufigen Verfahren gemeinsam mit der Öffentlichkeit, Expertinnen und Experten sowie Pilotschulen erarbeitet. Zum Auftakt können Bürgerinnen und Bürger in einer Online-Konsultation darüber diskutieren, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersstufen haben sollten. „Unser Ziel ist es, einen Kompetenzrahmen zu entwickeln, der Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogischen Fachkräften der Jugendarbeit als Orientierung dienen soll“, sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann und rief Grundschulen auf, sich als Pilotschulen für die Erprobungsphase zu bewerben. Diese Grundschulen sollen später ihre Praxiserfahrungen mit den zur Verfügung gestellten Unterstützungsangeboten in den Medienpass einbringen.

Für die Landesanstalt für Medien NRW, die den gesetzlichen Auftrag hat, Medienkompetenz zu fördern und die Online-Konsultation gemeinsam mit der Landesregierung und der Medienberatung NRW organisiert, ist das Pilotprojekt ein Meilenstein. Direktor Dr. Jürgen Brautmeier: „Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz, die in hohem Maße zu einem chancengerechten Bildungszugang sowie zu einer größtmöglichen Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen und politischen Leben beiträgt. Ein selbstbestimmter, kritischer Umgang mit Medien trägt zudem dazu bei, potenzielle Risiken, die von Medien ausgehen können, zu minimieren.“

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ab sofort ihre Sichtweisen, Ideen und Vorschläge zur Initiative „Medienpass NRW“ auf der Internetplattform www.medienpass.nrw.de einbringen. Das Portal ist bis zum 25. Juli frei geschaltet. Nach Abschluss der Online-Konsultation werden im Herbst eine Auswertung der Ergebnisse sowie ein erster Entwurf für einen Kompetenzrahmen für die 3. und 4. Klasse vorgelegt. Ab Februar 2012 sollen die Materialien und Angebote in den Pilotschulen erprobt werden.


Kontakt bei Rückfragen:

Beate Hoffmann
Pressesprecherin
der Ministerin für Bundesangelegenheiten,
Europa und Medien
Telefon 0211 837-1399
E-Mail: beate.hoffmann@DontReadMestk.nrw.de
Internet: www.mbem.nrw.de

Quelle: PM LfM vom 14.06.2011

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