Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Medien kindersicher? Alles eine Frage der Einstellung!

Fünf Schüler und Schülerinnen mit Rücksäcken sitzen auf einer Bank und schauen alle auf ein Handy
Bild: © Syda Productions - fotolia.com

Die Medienanstalten von Baden-Württemberg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern haben ein gemeinsames Online-Informationsangebot zum technischen Jugendmedienschutz gestartet. Es richtet sich insbesondere an Eltern und bietet verlässliche Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie kann man Kinder vor ungewollten Kontakten über Messengerdienste auf dem Smartphone schützen? Wie kann man vermeiden, dass Kinder bei der Benutzung von Online-Spielen in eine Kostenfalle tappen? Wie kann man verhindern, dass Kinder ungeeignete Inhalte über Videostreaming-Dienste konsumieren? Ab sofort steht mit www.medien-kindersicher.de ein kostenfreies Online-Informationsangebot zur Verfügung, das Eltern und Erziehungsberechtigten verständliche und verlässliche Antworten auf genau diese Fragen liefert.

Eine Webseite – alle Infos

Das neue Portal bündelt Informationen zu technischen Schutzlösungen für die von Kindern und Jugendlichen meistgenutzten Geräten, Diensten und Apps. Komplizierte Einstellungen werden in einfachen Schritten vorgestellt, erklärt und eingeordnet. Eltern finden so einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu genau den Schutzlösungen, die sie für ihre Kinder benötigen. Die aufwendige Suche nach verlässlichen und verständlichen Informationen zu jedem einzelnen Gerät und Dienst bleibt somit erspart.

Maßgeschneiderte Schutzlösung dank Medien-kindersicher-Assistent

Als weitere Besonderheit bietet das Infoportal mit dem Medien-kindersicher-Assistenten die Möglichkeit, sich auf der Grundlage des Alters des Kindes und den von ihm genutzten Geräten und Diensten eine maßgeschneiderte Schutzlösung zu erstellen. Eltern werden Schritt für Schritt durch die für ihre Kinder relevanten Anleitungen geführt und behalten so stets den Überblick, welche Einstellungen schon vorgenommen wurden und wo es noch Schutzlücken gibt. Auf Wunsch können Eltern sich zudem per Mail benachrichtigen lassen, wenn sich Einstellungsmöglichkeiten bei den von ihnen genutzten Schutzmaßnahmen geändert haben.

Medienerziehung und technische Schutzlösungen als Einheit begreifen

„Der Wissenstand von Eltern und Erziehungsberechtigten ist zentral für den Einsatz und den Erfolg von technischen Schutzlösungen. Mit unserem neuen Angebot Medien-kindersicher.de leisten wir hierzu einen entscheidenden Beitrag“, so Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten (DLM). „Im Zusammenspiel mit der Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Medien und einer vertrauensvollen Medienerziehung können technische Einstellungen dazu beitragen, dass Kinder Medien sicherer nutzen“.

brema-Direktorin Cornelia Holsten freut sich besonders über den digitalen Assistenten von www.medien-kindersicher.de: „Endlich müssen sich Eltern nicht mehr allein durch den frustrierenden Einstellungs-Dschungel kämpfen. Der digitale Assistent hilft wie ein digitaler Coach auf dem Weg durch die Einstellungen der technischen Schutzmöglichkeiten zum Beispiel am Handy. Damit wird es für Eltern viel einfacher, ihre Kinder vor Gefahren der digitalen Welt zu schützen.“
Auch Bert Lingnau, Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, lobt den Servicecharakter des neuen Online-Angebotes: „Technische Einstellungen werden sowohl in Textform – wahlweise in einfacher Sprache – als auch mit anschaulichen Erklärvideos vorgestellt. Eltern können sich somit gemäß ihren individuellen Bedürfnissen und Vorkenntnissen über verschiedene Schutzlösungen informieren.“

Über das Projekt

Die Seite www.medien-kindersicher.de ist ein Angebot der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Bremischen Landesmedienanstalt (brema) und der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV). Die mecodia GmbH übernimmt die Redaktion und technische Betreuung der Seite.

Quelle: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern vom 09.09.2020

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