Digitalisierung und Medien / Bildungsforschung

Die Zukunft dreifach denken: nachhaltig, digital und werteorientiert

Eine Hand, die ein Smartphone hält und etwas drückt, daneben sind Codes und technische Symbole zu sehen
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Der erste „Frankfurter Zukunftskongress“ an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) findet am 2. April 2020 unter dem Motto „Frische Ideen angewandt“ statt. Der Kongress widmet sich den herausfordernden Zukunftsthemen Planet Erde, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit. Der Philosoph und Publizist Richard David Precht hält hierzu die Keynote der Veranstaltung.

Zukunftsthemen: Planet Erde, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit

Der Frankfurter Zukunftskongress am 2. April 2020 an der Frankfurt UAS verbindet die herausfordernden Zukunftsthemen Planet Erde, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit. Warum diese drei großen Themen gemeinsam gedacht werden müssen, erläutert in seiner Keynote der Philosoph und Publizist Richard David Precht. Im Kern der Veranstaltung werden sich die Teilnehmenden in sogenannten Denkräumen austauschen und konkrete Ideen für ihre Herausforderungen produzieren. Die Neurowissenschaftlerin Franca Parianen wird im Science Slam der Frage nachgehen, warum wir uns manchmal nicht zum richtigen Handeln motivieren können, obwohl wir es eigentlich besser wissen.

„Wenn es um praktische Lösungen für die Themen der Zukunft geht, ist die Frankfurt University of Applied Sciences die richtige Partnerin in der Region. Mit unseren Forschungsschwerpunkten Demografischer Wandel, Mobilität und Logistik, Digitalisierung sowie Erneuerbare Energien zählt unsere Hochschule zu den wissenschaftlich-anwendungsorientierten Leuchttürmen des Landes und ist damit das ideale Zukunftslabor.

Zukunft von Bildung?

Ziel ist es, mit dem Frankfurter Zukunftskongress den führenden Diskurs in der Region Frankfurt/Rhein-Main über die Lebens- und Arbeitswelt von morgen zu etablieren“, betont Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS, der den Kongress eröffnen und sich darin u.a. zu der Zukunft von Bildung und den Wandelproblemen der Zukunft äußern wird. „Alle Unternehmen, Organisationen, Verwaltungen und Institutionen stehen vor der Herausforderung einer dreifachen Transformation: den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern, die digitale Revolution zu meistern und die Arbeitsprozesse entsprechend weiterzuentwickeln – und das Ganze unter der Rahmenbedingung einer zunehmend fragiler erscheinenden Demokratie, die, bei uns historisch gesehen, überhaupt erst die Grundlage dafür bietet, eine Transformation erfolgreich zu meistern“, so Dievernich.

Flexibles Agieren und Anpassungen an Veränderungen seien schon immer notwendig gewesen. Diese Dimensionen in den genannten Bereichen seien aber völlig neu, und es gebe keine Patentrezepte, da es Veränderungen auf einer Metaebene seien. Der Zukunftskongress will dazu Orientierung bieten und im Diskurs von Theorie und Praxis innovative Lösungen entwickeln, die in der Region Frankfurt/Rhein-Main schnell umgesetzt werden können. Dabei soll die „Intelligenz der Vielen“ auf dem Kongress genutzt werden: Es werden also nicht bereits bekannte Standardlösungen präsentiert, sondern direkt vor Ort erste Gedanken entwickelt, wie den Problemen ganz konkret in der Umsetzung zu begegnen ist.

Forschungsfragen der Zukunft interdisziplinär bearbeiten

Gastreferent Richard David Precht ist nicht nur eine führende Instanz für anspruchsvolle philosophische Fragen wie die, was die Künstliche Intelligenz (KI) für den Sinn des Lebens bedeutet. Er gehört auch zu den wenigen, die sich dafür stark machen, die drei großen Themen Planet Erde, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit zusammen zu denken. Warum ihm diese Verknüpfung so wichtig ist, darüber wird er mit den Teilnehmenden sprechen. Präsident Dievernich freut sich besonders auf diese Keynote, da auch seine Hochschule interdisziplinär ausgerichtet ist und sich nachhaltig, digital und werteorientiert mit den Forschungsfragen der Zukunft befasst. Wissenschaftliche Erkenntnisse direkt mit der realen Arbeitswelt zu verbinden, sieht Dievernich als eine der zentralen Aufgaben der Frankfurt UAS.

Große Themen zusammen zu denken ist das eine, danach zu handeln das andere. Und das Handeln klappt bei den meisten Menschen nicht optimal. Als Neurowissenschaftlerin weiß Franca Parianen, warum wir uns manchmal einfach nicht zum richtigen Handeln motivieren können, obwohl wir es doch eigentlich besser wissen. Ob ihr Ansatz eine Gegenthese zu Precht aufbauen wird oder ob sich beide im Grunde einig sind, erfahren die Teilnehmenden bei Parianens Science Slam.

Das Motto des Kongresses „Frische Ideen angewandt“ bedeutet, Theorie und Praxis zusammenzubringen und über Bereichsgrenzen hinweg zu diskutieren. Dafür bieten die Denkräume das passende Format. Fortschrittliche Unternehmen der Region kommen mit den Teilnehmenden gemeinsam auf neue Ideen, und beide Seiten profitieren davon.

Denkräume werden zu Themen wie New Work, Corporate Social Responsibility, Wachstum durch Glasfaser, Grüne Mobilitätswende sowie Demokratie angeboten.

Veranstaltungsinfos

Termin: Donnerstag, 2. April 2020, 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt
Die Teilnahmegebühr beträgt 290 Euro.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter: www.frankfurter-zukunftskongress.de

Kontakt

Frankfurt University of Applied Sciences, Abteilung Kommunikation und Veranstaltungsmanagement, Leitung, Verena Plettenberg, Telefon: +49 69 1533-3048, E-Mail: plettenberg@DontReadMekom.fra-uas.de

Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences vom 07.02.2020

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