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Demokratie / Sozialpolitik

Rassistischer Hetze gegen Sinti und Roma öffentlich entgegentreten

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Bild: fotoab.eu / PIXELIO

Am 26. Februar 1943 begann die Deportation der Sinti und Roma nach Auschwitz. Zum 75. Jahrestag erinnert das Deutsche Institut für Menschenrechte an den Völkermord und mahnt zu Entschiedenheit gegen rassistische Hetze und Diskriminierung. Der nationalsozialisitschen Gewaltherrschaft fielen insgesamt ca. 500.000 europäische Sinti und Roma zum Opfer.

Anlässlich des Jahrestages der Deportation erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

„Dieser Jahrestag erinnert uns schmerzlich an die nationalsozialistische Politik der Ausgrenzung und Entrechtung der Sinti und Roma. Die Politik der Diskriminierung und Entwürdigung endete in der Ermordung von Kindern, Frauen und Männern in Auschwitz. Die Anerkennung des rassistischen Charakters dieses Genozids ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bekämpfung jeder Form von rassistischer Diskriminierung der Sinti und Roma heute.
Der Jahrestag mahnt Politik und Gesellschaft, heute für die Rechte der Minderheit der Sinti und Roma einzutreten. Politisch Verantwortliche müssen rassistischer Hetze öffentlich entschieden entgegentreten und diskriminierende Stereotypisierung in der Arbeit staatlicher Behörden verhindern.“

Haltungen und Praktiken hinterfragen

„Die Menschenrechte bilden das Fundament für die Anerkennung der Würde und der Chancengleichheit aller Menschen. Sie verpflichten den Staat, Sinti und Roma als Minderheit zu fördern und zu schützen. Gesellschaft wie Medien sind aufgerufen, eigene Haltungen und diskriminierende Praktiken zu hinterfragen und zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland beizutragen,“ so Beate Rudolf weiter.

Quelle: Deutsche Institut für Menschenrechte vom 26.02.2018