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Demokratie / Kinder- und Jugendarbeit

NRW: Forum Rassismuskritische Ansätze für die Kinder- und Jugendhilfe gegründet

Viele Jugendliche stehen im Kreis und halten ihre Hände aufeinander
Bild: PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) hat zur Stärkung der Handlungssicherheit von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit im Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus ein Forum zur Etablierung rassismuskritischer Ansätze in der Kinder- und Jugendhilfe ins Leben gerufen.

Deutschland erfährt seit einigen Jahren eine zunehmende Verschiebung in Richtung einer Normalisierung von rassistischen und rechtsextremen Diskursen. Rechte Akteure versuchen strategisch ihre Themen und Positionen in Politik und Medien zu platzieren und für den gesellschaftlichen Mainstream anschlussfähig zu machen. Die damit verbundene gesellschaftliche Entwicklung trägt zu einer Polarisierung bei, welche alle Bereiche, die eng mit gesellschaftlichen Prozessen verwoben sind, nicht unberührt lässt – dies gilt etwa für die Kinder- und Jugendhilfe und die Soziale Arbeit sowie für die Jugendpolitik.

Die daraus entstehenden Herausforderungen lösen häufig Handlungsunsicherheit bis hin zu Befürchtungen und Ängsten bei Fachkräften und Multiplikator(inn)en in der Kinder- und Jugendhilfe aus, was den Bedarf nach spezieller Adressierung und Bearbeitung dieser Themen verstärkt. Das Forum „Rassismuskritische Ansätze für die Kinder-und Jugendförderung“, ins Leben gerufen vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW), sieht es als seine Aufgabe, gemeinsam mit dem Arbeitskreis G5* diesen Entwicklungen entgegenzusteuern und eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von Fachkräften und Multiplikator(inn)en in der Jugendarbeit und den Trägerinstitutionen zu bieten.

Ziele des Forums

  • Austausch und Vernetzung von Fachkräften und Multiplikator(inn)en der Kinder-und Jugendarbeit
  • Sensibilisierung und Stärkung der Handlungssicherheit von Trägern der Kinder-und Jugendarbeit im pädagogischen Umgang mit Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus
  • Beratung und Unterstützung bei Angriffen auf die Arbeit von Trägern
  • Beratung im Hinblick auf eine fachlich-jugendpolitische Positionsfindung
  • Entwicklung fachlicher Argumentationslinien, Handlungsstrategien und entsprechender Leitfäden zur Vermittlung von Handlungskompetenz und Beratungsstrukturen

* Mitglieder des Arbeitskreises G5

  • Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen e.V. (AGOT-NRW)
  • Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (LAG JSA NRW)
  • Landesjugendring NRW (LJR NRW)
  • Landesvereinigung kulturelle Jugendarbeit NRW e.V. (LKJ)
  • Paritätisches Jugendwerk (PJW NRW)

Weitere Informationen zum Forum finden sich auf der Webesite von IDA-NRW.

Quelle: IDA-NRW Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein Westfalen vom 03.06.2020

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