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Demokratie / Kinder- und Jugendarbeit

Montagsdemonstration: Menschenrechte für Gestaltung der Zukunft unverzichtbar

Eine Illustration zeigt eine Demonstration mit Transparenten.
Bild: © rob z - fotolia.com

Die Menschenrechte waren eine wichtige Inspirationsquelle für die Friedliche Revolution von 1989. Darauf weist das Deutsche Institut für Menschenrechte anlässlich des 30. Jahrestags der großen Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig hin. Die Erfahrungen von damals sollten uns bestärken, auch heute Verantwortung für Demokatie und friedliches Zusammenleben zu übernehmen, betont die Direktorin des Menschenrechtsinstituts Beate Rudolf.

Anlässlich des 30. Jahrestags der großen Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989 erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „Die Demonstration am 9. Oktober 1989 mit über 70.000 Menschen war die Initialzündung für die Friedliche Revolution. Unser Respekt gilt den Menschen, die damals ihre Angst und Machtlosigkeit überwanden und trotz eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften gewaltfrei für ihre Freiheit auf die Straße gingen. Die Ereignisse vor 30 Jahren zeigen, dass es möglich ist, Diktaturen friedlich zu stürzen, wenn Menschen sich aktiv für ihre Rechte einsetzen.“

Menschenrechte als Inspirationsquelle

Die internationalen Menschenrechtsverträge, die KSZE-Schlussakte und die Charta 77 der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung seien damals eine wichtige Inspirationsquellen für diejenigen gewesen, die sich für eine offene Gesellschaft und demokratische Mitsprache bei der Bewältigung der Zukunftsfragen einsetzten. Bis heute sind die Menschenrechte überall auf der Welt ein zentraler Bezugspunkt für Menschen, die sich gegen Unrecht und Unterdrückung wehren.

Verantwortung für Demokratie und Zusammenleben 

„1989 haben wir erlebt, dass es sich lohnt, sich zu engagieren, um die Zukunft mitzugestalten. Und wir haben erlebt, dass Menschenrechte hierfür unverzichtbar sind. Diese Erfahrung sollte uns alle darin bestärken, auch heute Verantwortung für die Gestaltung unseres demokratischen Gemeinwesens und für das friedliche Zusammenleben in unserem Lande zu übernehmen – in Politik und Verwaltung ebenso wie durch zivilgesellschaftliches Engagement.“

Weitere Informationen

Zum Jahrestag führte das Deutsche Institut für Menschenrechte ein Interview mit dem ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Stefphan Bickhardt: „Wir haben erlebt, dass sich alles zum Besseren ändern kann“

Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte vom 02.10.2019