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Rheinland-Pfalz

Jugendministerium fördert politische und demokratische Bildung junger Menschen vor Ort mit 150.000 Euro

Holzwürfel mit dem Wort Bildung liegen auf Geldscheinen.
Bild: © pusteflower9024 - fotolia.com

Mit dem Förderprogramm „Politisch bilden – Demokratie erfahren – Jugend(sozial)arbeit vernetzen“ stärkt das Jugendministerium in Rheinland-Pfalz die politische und demokratische Bildung junger Menschen. Im Rahmen des Programms werden in diesem Jahr sechs Fachkräftestellen, jeweils halbe Stellen, mit insgesamt 150.000 Euro unterstützt.

Hierzu werden lokale Netzwerkstrukturen geschaffen oder weiterentwickelt. Es werden Angebote und Projekte ins Leben gerufen, die Demokratie als alltägliches Erleben vermitteln und Demokratiekompetenz und Persönlichkeitsentwicklung verknüpfen.

„Für die Entwicklung eines politischen und demokratischen Denkens und Handelns ist es unerlässlich, dass junge Menschen von klein auf erfahren, dass sie mitbestimmen, Veränderungen anstoßen und somit etwas bewirken können. Demokratie kann am besten erlernt werden, wenn sie auch gelebt wird“, betonte Jugendministerin Anne Spiegel. „Mit dem Förderprogramm unterstützen wir die Kommunen dabei, außerschulische politische Bildung und Demokratiebildung möglichst vielen jungen Menschen vor Ort zugänglich zu machen und gute Partizipationsmöglichkeiten zu stärken. Beispielsweise können Ideenworkshops initiiert, Debattierräume mit und von Jugendlichen geschaffen oder kommunale Jugendvertretungen unterstützt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf sozial benachteiligten jungen Menschen. Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Förderprogramm so gut angenommen wird und wir durch die Aufstockung der Landesmittel in diesem Jahr weitere kommunale oder freie Träger in das Förderprogramm aufnehmen können.“

Die lokalen Netzwerke vor Ort bestehen aus Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum, insbesondere der kommunalen und verbandlichen Jugendarbeit, dazu gehören auch Jugendringe, die Jugendsozialarbeit, kommunale Jugendvertretungen sowie Personen aus Politik und Verwaltung. Beispielsweise knüpft die Stadt Kaiserslautern an den Strukturen und Tätigkeiten des Jugendparlaments an. Dabei geht es etwa darum, die Zusammenarbeit und Vernetzung mit dem Stadtjugendamt, mit Politik und Trägern auszubauen, hierbei soll das Jugendparlament fachlich und organisatorisch unterstützt werden. Ebenso werden in der Stadt analoge und digitale Räume geschaffen, in denen Jugendliche ihre Ideen für politische Beteiligung einbringen und zusammen mit hauptamtlichen Fachkräften die Umsetzung organisieren.

„Die Netzwerke leisten einen konkreten Beitrag zur Entwicklung von Angeboten zur politischen Bildung, Demokratieerfahrung und Beteiligung von Jugendlichen vor Ort. Die aktive Rolle der jungen Menschen muss immer zentral sein, deshalb stehen die vielfältigen und kreativen Ausdrucksmöglichkeiten junger Menschen, ihre Weltsicht, ihre Ängste und Wünsche sowie ihre Perspektive auf ein gelingendes, engagiertes und möglichst selbstbestimmtes Leben immer im Fokus“, ergänzte Spiegel.

Sechs Fachkräftestellen werden mit bis zu 25.000 Euro pro Jahr gefördert:

  • Landkreis Bernkastel-Wittlich,
  • Stadt Kaiserslautern (AWO Südwest),
  • Stadt Koblenz (Kinder- und Jugendbüro Koblenz),
  • Stadt Mainz (Stadtjugendring Mainz),
  • Landkreis Mayen-Koblenz (Kreisjugendring Mayen-Koblenz),
  • Stadt Trier (mobile spielaktion e.V.).

Das Förderprogramm ist 2019 gestartet und damit das jüngste der insgesamt fünf Förderprogramme im Rahmen der rheinland-pfälzischen Jugendstrategie „JES! Jung. Eigenständig. Stark.“.

Mehr Informationen zum Förderprogramm gibt es auf der Website der Eigenständigen Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz.

Quelle: Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz vom 13.04.2021

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