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Coronavirus / Nachhaltigkeit

UN-Nachhaltigkeitsforum: Deutschland fordert nachhaltigen Weg aus der Corona-Krise

Papierfiguren stehen als Gemeinschaft um einen Globus herum.
Bild: © Frog 974 / Fotolia.com

Deutschland setzt sich für einen weltweiten umwelt- und klimaschützenden, nachhaltigen Neustart nach der Corona-Krise ein. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und das Pariser Klimaabkommen bilden dabei für die Bundesregierung den Kompass. Das UN-Nachaltigkeitsforum fand vom 7. bis 16. Juli erstmals in komplett virtuellem Format statt und diskutierte die Fortschritt bei der Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung im Lichte der COVID-19-Pandemie.

Beim High-Level-Segment des UN-Nachhaltigkeitsforums 2020 setzt sich Deutschland für einen weltweiten umwelt- und klimaschützenden, nachhaltigen Neustart nach der Corona-Krise ein. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und das Pariser Klimaabkommen seien dafür der Kompass, teilt das Bundesumweltministerium mit. Das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) überprüft jedes Jahr die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele. Es fand vom 7. bis 16. Juli erstmals in einem komplett virtuellen Format statt. Das hochrangige Segment wurde am 14. Juli 2020 mit einer Ansprache von UN-Generalsekretär Guterres eröffnet. Die Bundesregierung ist durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesumweltministerium (BMU) vertreten.

Globale Nachhaltigkeitsziele als Kompass für den Weg aus der Krise

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU: „Vorrangig ist jetzt die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Bei der Ankurbelung der Wirtschaft danach geht es um die sozial-ökologische Modernisierung unserer Volkswirtschaften. Europa will bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent sein. Dabei sind die globalen Nachhaltigkeitsziele der Kompass für den Weg aus der Krise. Unsere Gesellschaften müssen widerstandsfähiger werden. COVID-19 hat uns gezeigt, was für verheerende Folgen der rücksichtslose Umgang mit der Natur haben kann.“

Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ Dr. Maria Flachsbarth: „Die COVID-19-Pandemie hat gravierende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und erschwert die Umsetzung der Agenda 2030. Millionen Menschen rutschen in die Armut ab, Millionen Arbeitsplätze gehen verloren und Ungleichheiten werden verstärkt. Mit unserem Corona-Sofortprogramm unterstützen wir deshalb Partnerländer bei der Stärkung ihrer Gesundheitssysteme, der Ernährungssicherung und Sicherung von Jobs und Einkommen sowie bei der Versorgung von Geflüchteten.“

Für eine Dekade der nachhaltigen Entwicklung

Das diesjährige Forum steht unter dem Titel „Accelerated action and transformative pathways: realizing the decade of action and delivery for sustainable development“: Nur noch zehn Jahre verbleiben zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Deshalb müssen die Anstrengungen zur Überwindung der Auswirkungen der Corona-Krise und für eine nachhaltige Entwicklung in diesem Jahrzehnt massiv gesteigert werden.

Die Notwendigkeit einer ambitionierteren und schnelleren Umsetzung der Agenda 2030 wird beim HLPF von verschiedenen Seiten eingefordert – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Ein lebendiger und wirksamer Multilateralismus mit den Vereinten Nationen im Zentrum ist dafür unabdingbar. Der 75. Jahrestag der UNO im September dieses Jahres bietet die passende Gelegenheit, die weltweiten Ambitionen zur Erfüllung des Versprechens der Agenda 2030 zu erhöhen. Die Bundesregierung unterstützt deshalb den Aufruf des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, gemeinsam die Voraussetzungen für einen nachhaltigeren, grüneren und gerechteren Aufschwung weltweit zu schaffen ("recover better"). Die derzeit weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme bieten eine große Chance, Volkswirtschaften umwelt- und klimafreundlicher sowie widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisen zu gestalten.

Weitere Informationen zur 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung finden sich beim Bundesumweltministerium.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 14.07.2020