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Gaza/Israel: Jedes fünfte Todesopfer ist ein Kind

Figur mit erhobenem Stopp-schild

Jedes fünfte Todesopfer in Gaza ist ein Kind, berichtet die Kinderrechtsorganisation Save the Children. Kinder in Gaza und dem südlichen Israel werden Zeugen von Szenen, die kein Kind mitansehen sollte.

"Der Einsatz von Sprengwaffen in bewohnten Gebieten, der Beschuss von Häusern und willkürliche Bombardierungen verletzen Kinder physisch und psychisch. Für sie waren die letzten Tage lebensbedrohlich und beängstigend. Es ist absolut inakzeptabel, dass Kinder in einem Konflikt zwischen Erwachsenen ein Fünftel der Opfer ausmachen," so David Hassel, Länderdirektor von Save the Children.

Save the Children unterstützt hunderte Familien mit psychosozialen Behandlungsteams durch Hausbesuche und in Krankenhäusern. Aber die Bewegungfreiheit der Helfer ist aufgrund des Beschusses zu eingeschränkt, um alle zu erreichen, die Unterstützung brauchen. Schätzungen zufolge benötigen mindestens 25.000 Kinder psychosoziale Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten.

Mindestens 149 von 194 getöteten Menschen in Gaza waren Zivilisten - 38 von ihnen Kinder. Auch die Raketen, die auf Israel abgefeuert werden, verängstigen dort tausende Kinder und ihre Familien. Bei den Bombenangriffen auf den Süden Israels wurde ein Mensch getötet, 15 wurden verletzt, unter ihnen Kinder.

Save the Children appelliert an alle Seiten des Konflikts, die Gewalt sofort zu beenden, bevor noch mehr unschuldige Kinder verletzt oder getötet werden.

Einen dauerhaften Effekt kann zudem nur ein von beiden Seiten unterzeichnetes Abkommen haben: Die langfristigen Ursachen des Konflikts müssen verhandelt werden, um anhaltende Sicherheit für Israelis und Palästinenser zu gewährleisten.

Save the Children ruft außerdem zu einem Ende der Blockade in Gaza auf, da diese die Notlage der Kinder und ihrer Familien weiter verschlimmert.

Quelle: Save the Children Deutschland e.V.  vom 17.07.2014