Kinderkommission unterstreicht Bedeutung des Rechtes auf Spielen

Erstmals im Jahr 2000 haben die Vereinten Nationen den Weltspieltag proklamiert. Er ist ein Aktionstag, an dem Kinder und Jugendliche auf ihr Recht auf freies Spiel aufmerksam machen können und sollen.

Fröhliche Kindergruppe
Bild: © Christian Schwier - Fotolia.com

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages begrüßt die Verbreitung des jährlich am 28. Mai stattfindenden Weltspieltages und die diesjährigen Initiativen des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Bündnisses „Recht auf Spiel“ unter dem Motto „Gemeinsam spielen“.

Kinder und Jugendliche haben nach Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße Erholung. Sie brauchen Platz und Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung und um zu lernen. Über das Spiel entwickeln sie motorische Fähigkeiten und eignen sich soziale Kompetenzen an.
Die Kinderkommission weist darauf hin, dass die Tage der Kinder und Jugendlichen in der heutigen Zeit  sehr stark zeitlich eingetaktet und häufig alles andere als stressfrei seien. Ruhepausen und Rückzugsmöglichkeiten zum ungestörten Spielen seien deshalb für sie besonders wichtig – und sie reduzierten sich immer weiter. Kinder und Jugendliche beklagen dieses Fehlen von Freiräumen in ihrem Alltag, so die Kinderkommission, die fordert, dass das Spiel der Kinder und der Jugendlichen ganz selbstverständlich und an unterschiedlichen Orten möglich sein sollte.

Spielräume böten Kindern und Jugendlichen wichtige Risiko- und Grenzerfahrungen. Das gemeinsame ungezwungene Spiel fordere die Kreativität und erleichtert die Kontaktaufnahme zwischen Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten und unterschiedlichen Kulturkreisen. Es helfe, so die Kinderkommission, vorhandene Vorurteile abzubauen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die Vorsitzende der Kinderkommission, Diana Golze, sagte: „Spielen ist für Kinder ihre ganz natürliche Art, ihre Umgebung zu begreifen, Neues zu lernen und Erfahrungen mit anderen Menschen zu sammeln. Das Recht auf Spiel ist daher ganz selbstverständlich ein Kinderrecht. Aufgabe der Politik ist es also, den Kindern Räume und Zeit zum Spielen zu schaffen und sie entsprechend ihres Alters an der Gestaltung ihrer ,Spielräume‘ zu beteiligen.“

Quelle: Deutscher Bundestag

Redaktion: Ilja Koschembar

Kommentare (3)

A.Freidenker

@Güngör u. Jugendhilfeportal: Erziehung ist (k)ein Kinderspiel: In ländlichen Gegenden gibt es noch weniger Kinder zum gemeinsamen Spielen als in der Großstadt. Da wird dann die öffentl. Tischtennisplatte aus der öffentlicher Grünanlage verräumt und eingekellert (jetzt als Kurparkanlage gedacht und vom Stadtmanagement gewünschte Totenstille wie auf dem Friedhof). Zum Tischtennis-Spielen muß in den Nachbarort gefahren werden. Nach der 4. Schulklasse wird selektiert. Auf den erweiterten Schulen kommen die Kids mit Bus und Bahn aus den angrenzenden Landkreisen, worauf auf diese Stoßzeiten auch der öffentliche Nahverkehr begrenzt ist. In der Klasse 24 Mädchen und 3 Jungen von ehemals 8 Jungen. 3 Jungs sollen auch noch aus der Klasse (musischer Zweig Gym)gemobbt werden, da ja (Aussage Lehrkraft) reine Mädchenklasse viel besser ist. Was für eine Sch...-Kindheit und Sch...-Teenager-Zeit!!! Aber für die Verantwortlichen in der Kommunal- und der großen Bildungspolitik ist alles in Ordnung.

A. Freidenker

"Am Baum der guten Vorsätze, gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte." ~ unbekannt ~
"Ein Gramm gutes Beispiel wirkt mehr als ein Zentner Worte." ~ Franz von Sales ~
Die Realität ist katastrophal anders: Wir nehmen unseren Kindern die Kindheit und ruinieren ihre seelische und körperliche Gesundheit. Die Kids in ländlichen Gegenden, die dann mit Bus und Bahn fahren müssen gehen 6:20 Uhr bei einem Körpergewicht von 50 kg mit 12 bis 18 kg Schulmaterialien aus dem Haus und sind 17.15 Uhr wieder zurück. Dann noch Hausaufgaben und Lernen für unangekündigte Exen (Stegreifaufgaben) und Schulaufgaben.

Güngör

Kinder lernen spielend am Besten voneinander und die Welt kennen.
Erziehung kann manchmal einfach sein, wenn man die Kinder einfach spielen lässt.

Erfahren Sie mehr zur Bedeutung des Spiels von Kindern unter:

http://www.elternlebenleichter.com/erziehung-ist-kein-kinderspiel/

Schöne Grüße
Güngör

Kommentare schreiben

Noch 1000 Zeichen