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Nationale Strategie zur Erhöhung der Jugendbeteiligung

Bestehen einer nationalen Strategie, um die Jugendbeteiligung am politischen und zivilgesellschaftlichen Leben zu erhöhen

Eine kohärente Strategie zur Realisierung von Beteiligungsrechten und Schaffung von Beteiligungsangeboten für Kinder und Jugendliche gibt es auf nationaler Ebene in Deutschland bisher nicht (PDF 170 KB). Die Verbesserung der Jugendbeteiligung ist eingebettet in die und verbindlicher Teil der Jugendstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Diese wurde 2015 vorgestellt und lief zunächst bis 2018.

Der Koalitionsvertrag der laufenden Legislaturperiode (seit 2017) sieht vor, die eigenständige Jugendpolitik weiterzuführen und eine gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung zu entwickeln. Siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Politische Grundlagen der Jugendpolitik: Aktuelle Debatten und Reformen“.

Umfang und Inhalt

Zum Thema Jugendbeteiligung heißt es in der Jugendstrategie des BMFSFJ: „Die Partizipation von Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten ist handlungsleitendes Prinzip, weil Jugendliche Expert(inn)en und Experten in eigener Sache sind und ein Recht auf Beteiligung haben.“ Projekte der Jugendstrategie mit einem besonderen Schwerpunkt auf Partizipation sind:

Zuständige Einrichtung für die Umsetzung der Strategie

Regierungsbehörde

Die für den Bereich Jugendbeteiligung zuständige Einrichtung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ unterstützt das BMFSFJ in der Umsetzung der Jugendstrategie.

Monitoring/Bewertung/Evaluation

Die zentralen Gestaltungspartner der Jugendstrategie 2015-2018 tauschen sich im sogenannten Planungsstab der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ aus und vernetzen sich. Der Planungsstab begleitet, berät und unterstützt die Koordinierungsstelle fachlich. Dem Planungsstab gehören Vertreter/-innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis an.

Die ständige Jugendkonferenz der Jugendstrategie gibt Feedback und Empfehlungen für die Jugendstrategie. Gestaltungspartner der Jugendstrategie und Jugendliche haben hier den Raum für intensiven Austausch, um die einzelnen Vorhaben der Jugendstrategie auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und an die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen anzupassen. Die 1. Konferenz fand im September 2016 statt.

Auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) im März 2017 in Düsseldorf wurde eine erste Bilanz der Umsetzung der Jugendstrategie gezogen. Das Bundesjugendministerium hat zeitgleich zum DJHT die Publikation „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft - Die Jugendstrategie 2015-2018“ veröffentlicht. Dort werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die zentralen Bedürfnisse der Jugend skizziert und die Ziele der Jugendstrategie und die an sie gestellten Anforderungen vorgestellt. Darüber hinaus werden die Maßnahmen aufgeführt, die das Bundesjugendministerium gemeinsam mit vielen Partnern unter dem Dach der Jugendstrategie umsetzt. Zudem werden Perspektiven und Handlungsbedarfe für eine gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung aufgezeigt.

Für 2018 ist eine Abschlussveranstaltung und -dokumentation geplant. Die fortlaufende und abschließende Dokumentation übernimmt die Koordinierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit dem BMFSFJ und allen Gestaltungspartnern. Einzelne Vorhaben der Jugendstrategie werden von verschiedenen Partnern begleitet, dokumentiert und evaluiert.

Überarbeitungen/Aktualisierungen

Die Jugendstrategie wird stetig weiterentwickelt. Die fortlaufende und abschließende Dokumentation übernimmt die Koordinierungsstelle, in enger Zusammenarbeit mit dem BMFSFJ sowie allen Gestaltungspartnern. Ständige Jugendbeteiligung ist Voraussetzung aller Einzelvorhaben der Jugendstrategie.

Informationen zum aktuellen Stand der Umsetzung der Jugendstrategie gibt es auf der Webseite der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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