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Nationale Strategie zu Kreativität und Kultur für Jugendliche

Bestehen einer nationalen Strategie

Unter dem Motto „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" hatte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Jugendstrategie 2015-2018 aufgelegt. Die Jugendstrategie war eine Einladung des Bundes an Länder und Kommunen zur strategischen Zusammenarbeit, eine Plattform für den fachlich-konzeptionellen Austausch und eine Lobby für die Jugendlobby. Unter dem Dach der Jugendstrategie kamen verschiedene Partner zusammen, um

  • wirkungsvolle Jugendbeteiligung zu erreichen und Rechte von Jugendlichen zu sichern,
  • Übergänge erfolgreich zu gestalten; dazu gehörten Berufsorientierung, Ausbildung und soziale Integration,
  • Zeiten und Räume für junge Menschen zwischen Anforderungen und Bedürfnissen zu bieten,
  • Bildungsorte und Bildungsangebote weiterzuentwickeln; hier ging es um Kooperationen, Sichtbarmachung und Anerkennung.

Der Strategie liegt die ‚Eigenständige Jugendpolitik‘ als ein umfassender Politikansatz zugrunde, der junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren in den Mittelpunkt ressortübergreifenden Handelns stellt.

Kulturelle Kinder- und Jugendbildung ist Teil der eigenständigen Jugendpolitik. Im Rahmen der Strategie einer eigenständigen Jugendpolitik wurden von 2014 bis 2016 über einen so genannten Innovationsfonds Projekte, auch Projekte der kulturellen Bildung, gefördert, die zu einer Unterstützung einer Eigenständigen Jugendpolitik beitragen, die die Potenziale und Chancen einer Gesellschaft mit einer starken Jugend sichtbar macht und gleichzeitig die Anforderungen der Gesellschaft an Jugendliche mit deren Bedürfnissen und Interessen in eine Balance bringt und sie an Entscheidungsprozessen wirksam partizipieren lässt.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland keine nationale Strategie auf Bundesebene. Von Regierungsseite wurde im Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode (2013-2017) festgelegt, dass alle Kinder und Jugendlichen Zugang zu kultureller Bildung haben müssen. Umgesetzt wird diese Vereinbarung durch das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das zunächst von 2013 bis 2017 lief und nun von 2018 bis 2022 verlängert wurde. Mit dem Programm unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deutschlandweit lokale Bündnisse für Bildung. In diesen Bildungsbündnissen schließen sich vor Ort unterschiedliche Akteure zusammen (zum Beispiel Musikgruppen, Sportvereine, Stiftungen, Bibliotheken, Theater- und Jugendgruppen und Schulen oder Kitas), um bildungsbenachteiligten Kindern durch außerschulische und außerunterrichtliche Angebote verschiedene Bereiche der kulturellen Bildung näherzubringen. Das Programm will bildungsbenachteiligte Familien erreichen und ihnen weitere Bildungschancen eröffnen sowie eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure auf lokaler Ebene und gesellschaftliches Engagement für (kulturelle) Bildung fördern. Da das BMBF keine Zuständigkeit für die Schulen hat, wird das Programm durch 35 bundesweit tätige Verbände und Initiativen der außerschulischen Bildung umgesetzt.

Bundesländer

Auf der Ebene der Bundesländer wird die gemeinsame Initiative Kinder zum Olymp! der Kulturstiftung der Länder umgesetzt. Kooperationen von Kultureinrichtungen und Künstlern auf der einen Seite und Schulen auf der anderen sollen bereits bei jungen Menschen Interesse an Kunst und Kultur wecken, nicht zuletzt, um die eigene Kreativität zu entdecken. Die Initiative veranstaltet Kongresse, die dokumentiert werden, sowie einen Wettbewerb, bei dem „besonders überzeugende und nachhaltige Beiträge“ ausgezeichnet werden.

Außerdem hat die Kultusministerkonferenz am 10.10.2013 eine Empfehlung zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung (PDF, 206 KB) verabschiedet. Diese ist zwar rechtlich nicht bindend, sie stellt aber so etwas wie eine Selbstverpflichtung der Bundesländer dar, diese in ihrer jeweiligen Schulpolitik zu beachten. Die Empfehlung wird teilweise durch gesonderte Förderprogramme umgesetzt.

Umfang und Inhalt

Siehe dazu ‚Bestehen einer nationalen Strategie‘

Zuständige Behörde für die Umsetzung der Strategie

Siehe dazu ‚Bestehen einer nationalen Strategie‘

Den grundsätzlichen Auftrag, die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Bildung zu fördern, haben vor allem die Träger der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Schulen auf der Grundlage der unter ‚Verwaltung und Steuerung‘ genannten Gesetze, insbesondere das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) zur Kinder- und Jugendhilfe, und die Schulgesetze der Länder.

Überarbeitungen/Aktualisierungen

Siehe dazu ‚Bestehen einer nationalen Strategie‘

Eine Evaluation der Umsetzung des Auftrags, kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Bildung zu fördern, wird auf der Ebene der Kinder- und Jugendarbeit vor allem durch die Kontrolle der Mittelvergabe mit abschließender Prüfung sowie durch die Gremien auf Landes-, vor allem aber auf kommunaler Ebene (Jugendamt, Jugendhilfeausschuss, Stadtrat) gewährleistet. Für die Schulen gibt es in jedem Bundesland eigene Systeme der Qualitätskontrolle, die durch die Schulaufsicht durchgeführt werden.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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