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Grenzüberschreitende Lernmobilität

Politischer Rahmen

Wichtige Dokumente, die im Kontext von Lernmobilität relevant sind, sind:

  • Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung: Nach der 2008 erarbeiteten Strategie hat das Bundeskabinett am 1. Februar 2017 die neue Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung (PDF, 7 MB) beschlossen. Sie wurde unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet. Ein Ziel der Strategie ist es, die Bildung und Qualifizierung internationaler ausbauen, z. B. die Mobilität von Auszubildenden ins Ausland zu stärken und zu steigern. Zur Unterstützung der ersten Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung hatte das BMBF den Aktionsplan ‚Internationale Kooperation‘ (PDF, 4,6 MB) verabschiedet.
  • Empfehlungen zur Internationalisierung von Curricula: Zudem hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 9. Mai 2017 Empfehlungen zur Internationalisierung von Curricula (PDF, 141 KB) veröffentlicht. Hier erhalten die Hochschulen Empfehlungen dazu, wie sie eine internationale, interkulturelle oder globale Dimension in ihre Curricula integrieren können.
  • Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG): Durch die Förderung von Auslandsstudien und Auslandssemestern durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) wird ebenfalls ein Beitrag zur Steigerung der Mobilität von Studierenden geleistet.
  • Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP): Der KJP ist das Förderinstrument der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene. Dieser umfasst auch den internationalen Austausch im außerschulischen Bereich. Die KJP-Richtlinien (PDF, 528 KB) setzen den Rahmen für die Gewährung von Zuschüssen und Leistungen zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den KJP. Aufgabe des Kinder- und Jugendplanes ist es, die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene anzuregen und zu fördern. Dementsprechend sollen Maßnahmen gefördert werden, unter anderem der internationale Jugend- und Fachkräfteaustausch. Hier werden Maßnahmen gefördert, um z. B. bilaterale Vereinbarungen umzusetzen. Ebenso werden bi- oder multilaterale Maßnahmen gefördert, die auf Gegenseitigkeit ausgerichtet sind.

Weitere Informationen gibt es im Mobility scoreboard sowie auf der Internetseite von Eurydice: Germany - Mobility and Internationalisation.

Wichtige internationale Mobilitätsprogramme für Lernende im formalen Bildungsbereich

Pädagogischer Austauschdienst

Ansprechpartner für Förderprogramme zum internationalen Austausch an Schulen in Deutschland sind die Kultusministerien bzw. Senatsverwaltungen der 16 Länder in Deutschland (= Bundesländer). Seit 1952 ist der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Auftrag der Länder als einzige staatliche Einrichtung in Deutschland für den internationalen Austausch und die internationale Zusammenarbeit im Schulbereich tätig ist. Seine Programme richten sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, angehende Lehrkräfte sowie Schulen in Deutschland und im Ausland. Der PAD ist Partner des Auswärtigen Amtes und Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich (Erasmus+ Schulbildung und eTwinning). Die über das Auswärtige Amt geförderten Austauschprogramme des PAD zielen insbesondere darauf ab, Deutsch als Fremdsprache im Ausland zu fördern. Ziel des Programms Erasmus+ Schulbildung ist die Förderung der Schulentwicklung sowie die Vernetzung von Schulen auf europäischer Ebene. Schulen sollen so dazu angeregt werden, in einen Austausch zu bewährten Verfahren und Methoden, zum Beispiel im Rahmen von Schulpartnerschaften, zu treten sowie innovative Konzepte und Materialien zu entwickeln und zu verbreiten.

Zielgruppen der PAD-Programme sind:

  • Schulen (Schulpartnerschaften)

    Das German American Partnership Program (GAPP) fördert Schulpartnerschaften zwischen Deutschland und den USA. Wechselseitige Besuche der Partnerschulen sind Teil des Programms. Die Begegnungen sollen themen- oder projektorientiert sein. Der Aufenthalt soll mindestens 16 Tage dauern (inklusive An- und Abreise). Deutsche Schüler/-innen sowie deren Begleitlehrkräfte erhalten einen pauschalen Zuschuss für die Flugkosten in die USA. Zudem werden Zuschüsse für Projektkosten (bis zu 1500€) gewährt. Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amts und des U.S. State Department.

    Schulpartnerschaften mit Israel sowie mit Schulen in Ost-, Mittelost- und Südosteuropa sowie den Baltischen Staaten. Es werden Fahrt- und Programmkosten der ausländischen Schüler/-innen sowie Begleitlehrkräfte bezuschusst. Außerdem können Zuschüsse für Projektkosten für die Austauschbegegnung in Deutschland beantragt werden (bis zu 1.500€). Gefördert wird der Aufenthalt der ausländischen Schülergruppe von sieben bis 21 Tagen an der deutschen Partnerschule. Die Schüler/-innen werden in Gastfamilien untergebracht. Der Austausch ist ganzjährig während der Schulzeit möglich. Für die Schulpartnerschaften mit Osteuropa und Baltikum können 2017 erstmalig Mittel für vorbereitende Besuche beantragt werden. Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

    Die Förderung von Schulpartnerschaften weltweit (mit Ausnahme der europäischen Staaten, USA und Israel) ist Teil der Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH) des Auswärtigen Amts Schwerpunktregionen sind: Afrika, Asien, Südostasien, Zentralasien, Kaukasus, Osteuropa, Südosteuropa, Golfregion, Türkei und die Palästinensischen Gebiete. Gefördert werden gegenseitige Austauschbegegnungen von Schülergruppen, um langfristige Partnerschaften von Schulen in Deutschland und Schulen im Ausland zu unterstützen. Deutsche und ausländische Schüler/-innen sowie deren Begleitlehrkräfte erhalten einen Fahrtkostenzuschuss. Zudem werden Programmkosten für den Besuch der ausländischen Schülergruppen in Deutschland gewährt. Zuschüsse zu Projektkosten erhalten deutsche und ausländische Gruppen (bis zu 1.500€). Gefördert wird der Aufenthalt von sieben bis 21 Tagen an der Partnerschule, mit Unterbringung in Gastfamilien. Der Austausch ist ganzjährig während der Schulzeit möglich. Auch vorbereitende Besuche können bezuschusst werden. Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

    Ergänzend dazu gibt es zwei Programme, die über Stiftungen finanziert werden. Dazu gehören Schulpartnerschaften mit China. Sie werden zusätzlich zur PASCH-Initiative über den Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland - China gefördert. Schüler/-innen sowie deren Begleitlehrkräfte erhalten einen pauschalen Fahrtkostenzuschuss, pro Person bis zu 450€ (bei nachgewiesener Bedürftigkeit zusätzlich 200€ pro Person). Maximale beantragbare Fördersumme: 7.000€ (je Schule in Deutschland und in China). Der Schüleraustausch muss projektorientiert angelegt sein. In der Regel erhalten 12 Austauschprojekte pro Schuljahr eine Förderung über dieses Programm.

    Die Junior-Ingenieur-Akademie-Schulpartnerschaften werden in Kooperation mit dem PAD von der Deutsche Telekom Stiftung gefördert. Es handelt sich dabei um Technikprojekte von Schulen aus dem bundesweiten Netzwerk der Junior-Ingenieur-Akademie mit Schulen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

    Im Rahmen der Leitaktion 2 des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ werden Strategische Partnerschaften zur Förderung von Innovation und zum Austausch guter Praxis gefördert. Antragsberechtigt sind Schulen sowie sämtliche öffentlichen sowie privaten Organisationen und Einrichtungen mit thematischem Bezug zum Vorschul- und Schulbereich. Eine Strategische Partnerschaft ist transnational ausgerichtet und umfasst in der Regel mindestens drei Einrichtungen aus drei unterschiedlichen an Erasmus+ beteiligten Staaten.

    Europäische Schulen aller Jahrgangsstufen und vorschulische Einrichtungen mit Interesse an einer online-gestützten Schulpartnerschaft können eTwinning nutzen. Möglich sind hier auch deutsch-deutsche Partnerschaften. Lehrkräfte erhalten nach der Registrierung kostenfrei Zugriff auf eine geschützte Lernumgebung mit Werkzeugen für Medienprojekte. Zum Angebot gehören zudem Fortbildungen auf nationaler und internationaler Ebene sowie Online-Kurse.

    Die Programme des Pädagogischen Austauschdienstes greifen auch für Berufsschulen im dualen Berufsausbildungssystem.

  • Lehrkräfte (Fort- und Weiterbildungen sowie Hospitationen)

    Die Fort- und Weiterbildungsangebote des PAD richten sich sowohl an Lehrkräfte aus Deutschland als auch aus dem Ausland.

    Die Aufenthalte ausländischer Lehrkräfte an Schulen in Deutschland reichen von zwei Wochen bis zu 12 Monaten, je nach Programmziel und Zielgruppe. Die Fortbildung von ausländischen Deutsch-Lehrkräften wird  aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Programmziele sind unter anderem:

    • das deutsche Bildungssystem kennenlernen,
    • fachliche, methodisch-didaktische, landeskundliche und sprachliche Kenntnisse vertiefen,
    • Deutschlandbild aktualisieren,
    • Interkulturelle Erfahrungen sammeln und austauschen.

    Weiterbildungen und Hospitationen für Deutschlehrkräfte umfassen den praktischen Einsatz  im Schulunterricht. Eine Fortbildung verbindet die Vermittlung von Methodik/Didaktik, Sprache und Landeskunde für Deutschlehrkräfte mit dem praktischen Einsatz im Schulunterricht.

    Die Studienbesuche richten sich insbesondere an Schulleitungen und Schulverwaltungen aus Nordafrika, arabischsprachigen Ländern und Osteuropa. Hier geht es um den Erfahrungsaustausch mit Lehr- und Leitungskräften in Deutschland, das Kennenlernen des Bildungs- und Lehrkräfteausbildungssystems und das Erlernen kooperativer Führungsformen.

    Lehrkräfte aus Deutschland können ebenso Fortbildungen und Hospitationen im Ausland absolvieren. Hier gibt es die Möglichkeit, gezielt in Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Taiwan und dem Vereinigten Königreich an einem Fortbildungskurs teilzunehmen oder in einer Gastschule praktische Erfahrungen zu sammeln.

    Des Weiteren können über Leitaktion 1 des EU-Bildungsprogramm Erasmus+ Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal an Schulen und vorschulischen Einrichtungen zur Unterrichtsqualität durch Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Lehrkräften und Fachpersonal, beantragt werden.

  • Schülerinnen und Schüler

    Das Voltaire-Programm wird gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein einjähriges Austauschprogramm für deutsche und französische Schülerinnen und Schüler. Die wesentlichen Elemente sind der gemeinsame Schulbesuch mit dem Austauschpartner bzw. der Austauschpartnerin und das Leben in der Gastfamilie. Die Jugendlichen erhalten die Chance, im Rahmen eines langfristigen Austausches Auslandserfahrung zu sammeln und interkulturelle Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben.

    Das Johannes-Rau-Stipendium ermöglicht israelischen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, mit einem Stipendium nach Deutschland zu kommen. Zuvor wird ein Aufsatzwettbewerb zu Deutschland ausgeschrieben. Die 20 Besten kommen für 13 Tage nach Deutschland. Sie können hier ihr Deutschlandbild aktualisieren und persönliche Kontakte zu Schüler/-innen aufbauen. Die israelischen Jugendlichen sind in Familien untergebracht. Förderung: aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

    Das zwei- bzw. dreiwöchige Sprachkursprogramm Deutschland Plus richtet sich an Schüler/-innen weiterführender Schulen im Ausland mit hervorragenden Kenntnissen in Deutsch (mindestens A2). Die Jugendlichen besuchen in Deutschland eine allgemeinbildende weiterführende Schule. Sie sind in Familien untergebracht. Sie erhalten gesonderten Sprachunterricht und hospitieren in den Klassen der Gastgeschwister. Förderung: aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

    Über das Internationale Preisträgerprogramm kommen jährlich Schüler/-innen allgemeinbildender Schulen mit ausgezeichneten Deutsch-Kenntnissen nach Deutschland (mindestens B1), die sich in landesweiten Wettbewerben (Deutscholympiaden etc.) ausgezeichnet haben. Sie erhalten ein Vollstipendium. Ziel ist es, die Sprachkenntnisse weiter zu fördern und ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln. Die Schüler/-innen sind zwei Wochen in Gastfamilien untergebracht und besuchen ein Gymnasium/eine Gesamtschule. Darüber hinaus erweitern sie die landeskundlichen Kenntnisse bei Studienfahrten in die Städte Köln, Bonn, Berlin sowie München bzw. Hamburg. Förderung: aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

  • Studierende

    Der PAD führt verschiedene Programme durch, die sich an deutsche und ausländische Studierende richten:

    • Teaching German at US schools: Pilotprojekt des Pädagogischen Austauschdiensts für die Schuljahre 2017/18 und 2018/19. Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen mit Englischkenntnissen (B2) können acht Monate lang den Deutschunterricht an US-Schulen unterstützen. Teilnehmende erhalten ein Stipendium von 850 Euro pro Monat sowie Zuschüsse zu Reisekosten, Visagebühren und Versicherung. Förderung: aus Mitteln der Kultusministerkonferenz und der Bundesregierung im Rahmen des Transatlantik-Programms aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
    • Fremdsprachenassistenzkräfte: Fremdsprachenassistent(inn)en werden an Schulen in der Regel im Sekundarbereich eingesetzt. Sie assistieren ca. 12 Stunden wöchentlich im Unterricht ihrer Muttersprache. Das Programm beruht auf bilateralen Abkommen mit 13 Staaten weltweit. Deutsche im Ausland erhalten einen monatlichen Unterhaltszuschuss von den zuständigen Behörden im Gastland, um die notwendigen Lebenshaltungskosten zu decken. Reisekosten müssen selbst getragen werden (für die USA und China gelten Ausnahmeregelungen). Für die Unterkunft sind die Studierenden selbst verantwortlich. Sie werden in der Regel durch die aufnehmende Einrichtung bei der Suche unterstützt. Studierende aus dem Ausland erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 800 Euro, die aus Mitteln der Länder und zum Teil aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert werden. Die zuständigen Behörden schließen eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Dauer der Assistenzzeit ab.
  • Freiwillige

    Gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission vermittelt der PAD im Programm kulturweit Freiwillige im Alter von 18 bis 26 Jahren an Schulen im Ausland, an denen Schülerinnen und Schüler die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) ablegen können, sowie an Deutsche Auslandsschulen. Der Freiwilligendienst kann sechs oder 12 Monate dauern.
    Mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) vermittelt der PAD junge deutsche Freiwillige nach Frankreich und junge französische Freiwillige nach Deutschland. Der Freiwilligendienst an den Schulen dauert acht Monate.

    Neben dem PAD fördern auch die bilateralen Jugendwerke sowie Koordinierungsstellen Schüleraustausch bzw. -begegnungen (individuell oder als Gruppe). Dazu gehören zum Beispiel:

    • Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW): Das Brigitte-Sauzay-Programm des DFJW unterstützt den individuellen Schüleraustausch zwischen Frankreich und Deutschland. Die Teilnehmenden sind jeweils drei Monate in einer Gastfamilie im anderen Land. Der Besuch der Schule im jeweiligen Gastland soll mindestens sechs Wochen umfassen. Teilnehmende erhalten einen Fahrtkostenzuschuss. Gesamtsumme Budget: wird jährlich neu festgelegt.
    • Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW): Gefördert wird deutsch-polnischer individueller Schüleraustausch und ein Aufenthalt von Schülern im jeweiligen Gastland von mindestens drei und maximal sechs Monaten. Deutsche Teilnehmende erhalten ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro monatlich und einen Fahrtkostenzuschuss. Gesamtsumme Budget: keine Angabe möglich.
    • Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (SDRJA): Die Stiftung fördert projektorientierte Begegnungen zwischen deutschen und russischen Schüler(inne)n und Auszubildenden in Russland und in Deutschland. Im Rahmen der Begegnung (maximal 30 Tage) müssen mindestens fünf Tage gemeinsame Projektarbeit enthalten sein. Die maximale Gesamtfördersumme für Hin- und Rückbegegnung beträgt 8000€. Die Teilnehmenden erhalten einen Reisekostenzuschuss. Gefördert werden auch Schüler/-innen, die Berufspraktika in Russland machen möchten. Die Stiftung fördert subsidiär zur Förderung durch Landesmittel. Schulen müssen diese vorher bei der zuständigen Länderstelle beantragen. Wenn das Bundesland Mittel bewilligt, werden diese auf die Förderung der Stiftung angerechnet. Gesamtsumme Budget: keine Angabe möglich.
    • UK-German Connection: Die Programme und Aktivitäten der UK-German Connection stehen Aktivitäten von UK-German Connection stehen unter anderem Sekundarschulen und berufsbildenden Schulen zur Verfügung. Sie konzentrieren sich auf fächerübergreifende, thematische Beteiligung. Die vergebenen Fördermittel decken je nach Programm die Fahrt- und Reisekosten, Transport, Unterkunft und Projektausgaben und -materialien, Ausgaben für gemeinsame Aktivitäten und gegenseitige Partnerbesuche. Antragsteller müssen mindestens 25% der gesamten förderfähigen Kosten selbst tragen, unterstützt durch Teilnehmerbeiträge, alternative Finanzierungsquellen, sonstige Ko-Finanzierung, andere Zuschüsse. Die Förderhöchstsätze liegen je nach Programm zwischen £500 (bzw. dem Gegenwert in Euro) und £5000. Diese müssen teilweise zwischen den teilnehmenden Institutionen und Schulen geteilt werden.
    • Deutsch-Türkische Jugendbrücke: Um den deutsch-türkischen Austausch zu intensivieren, Themenbereiche mit besonderem Potenzial für den deutsch-türkischen Austausch auf- und auszubauen und Multiplikator(inn)en zu stärken, fördert die Deutsch-Türkische Jugendbrücke die Projektreihe ‚Strengthening Bridges: Youth Exchange between Turkey and Germany‘ (April bis Dezember 2017). Im Rahmen der Projektreihe werden drei Modellprojekte zum Austausch in Berufsvorbereitung und beruflicher Bildung gefördert. Anträge stellen konnten berufliche Schulen, andere gemeinnützige oder öffentliche Akteure aus der beruflichen Bildung sowie Träger der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit. Teilnehmende sind Jugendliche und Lehrkräfte. Förderung: aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

    Weitere Angebote

    Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm ENSA finanziert und begleitet neue und bestehende Schulpartnerschaften.

    Es wird zwischen Anbahnungs- und Begegnungsreisen unterschieden.

    • Anbahnungsreisen: Reise der Partnerschule nach Deutschland (incoming) und einer Reise der deutschen Schule ins Partnerland (outgoing). Dauer: etwa eine Woche. Konferenzen und Seminare zur Vor- und Nachbereitung der Teilnehmenden in Deutschland werden zusätzlich angeboten. Gefördert werden Reisen mit jeweils maximal sechs Teilnehmenden, pro Reise mit jeweils mindestens zwei teilnehmenden Schüler(inne)n. Förderung: bis zu 75% der Projekt- und Reisekosten sowie Verpflegungspauschale, maximal 7000€ pro Reise. Inklusionszuschuss kann bei Bedarf beantragt werden.
    • Begegnungsreisen: Besuch der Partnerschule in Deutschland (incoming) oder eine Reise der deutschen Schule ins Partnerland (outgoing). Dauer: 14 Projekttage (ohne An- und Abreise). Konferenzen und Seminare zur Vor- und Nachbereitung der Teilnehmenden in Deutschland werden zusätzlich angeboten. Förderberechtigt sind öffentliche oder private weiterführende Schulen aus Deutschland, Schulfördervereine aus Deutschland, gemeinnützige Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland.

    Pro Jahr kann eine Begegnungsreise mit sechs bis 12 Schülerinnen und Schülern und Begleitpersonen im Rahmen einer bestehenden Schulpartnerschaft gefördert werden. Förderung: bis zu 75% der Projekt- und Reisekosten sowie Verpflegungspauschale, maximal 14.000€. Inklusionszuschuss kann bei Bedarf beantragt werden.

    ‚Ausbildung Weltweit‘ ist ein Pilotprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. In der Pilotphase 2017 werden drei unterschiedliche Aktivitäten gefördert:

    • Auslandsaufenthalte von Auszubildenden als Bestandteil der dualen Ausbildung,
    • Auslandsaufenthalte von Ausbilder(inne)n und Verantwortlichen für die Berufsbildung in nichtschulischen Einrichtungen zur Fortbildung in Fragen der beruflichen Bildung (Job Shadowing, Praktika, eigene Ausbildungstätigkeit).
    • vorbereitende Besuche.

    Förderfähig sind Auslandsaufenthalte in alle Länder weltweit außer den Ländern, die vom Programm Erasmus+ in der Leitaktion Mobilität in der Berufsbildung gefördert werden, und für die das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Antragsberechtigt sind Ausbildungsunternehmen und nichtschulische Einrichtungen der Berufsbildung in Deutschland.

    Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Die Förderprogramme des DAAD reichen vom Auslandssemester für junge Studierende bis zum Promotionsstudium, vom Praktikum bis zur Gastdozentur, vom Informationsbesuch bis zum Aufbau von Hochschulen im Ausland. Der DAAD und seine Programme sind im Wesentlichen aus öffentlichen Mitteln finanziert. Wichtigste Geldgeber: Auswärtiges Amt (39%), Bundesministerium für Bildung und Forschung (23%), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (10%), Europäische Union (18%). Gesamtbudget 2015: 471 Millionen €. Geförderte Personen 2016 (PDF, 84,1 KB): 131.229 Personen, davon 59.827 über Projektförderung, 44.709 über Erasmus+, 26.693 über Individualförderung.
    Programmbeispiele:

    • Im Programm ‚Russland in der Praxis‘ als Teil der Initiative ‚Go East‘ können deutsche Studierende und Graduierte in Unternehmen in Russland ein sechsmonatiges Praktikum absolvieren.
    • Das DAAD-Sprachassistentenprogramm richtet sich vor allem an junge Hochschulabsolvent(inn)en der Fächer Germanistik, Deutsch als Fremdsprache, einer Regionalphilologie oder weiterer sozial- und geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Sie arbeiten ein Jahr an einer ausländischen Hochschule, Verlängerung auf zwei Jahre möglich. Die Arbeit vor Ort wird in der Regel von einem DAAD-Lektor fachlich betreut. Teilnehmende erhalten ein monatliches Stipendium (nach Ländern gestaffelt zwischen ca. 1.100€ und 1.700€). Der DAAD zahlt einen Pauschalbetrag für Reisekosten und übernimmt die Kosten für Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung. Besuch eines Sprachkurses vorab oder vor Ort möglich (Kosten übernimmt DAAD).

    Das Goethe-Institut als weltweit tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland hat 2015 das zentrale, stipendienbasierte Programm ‚SCHULWÄRTS!‘ aufgelegt. Hier werden Schulpraktika für Lehramtsstudierende und junge Lehrkräfte aus Deutschland an vom Goethe-Institut betreute Schulen im Ausland vermittelt. Der Fokus liegt auf Studierenden der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Ziel des Praktikums: die Förderung der durch das Goethe-Institut betreuten Schulen im Ausland nachhaltiger gestalten und die Internationalisierung der deutschen Lehrerausbildung unterstützen. Die kurzzeitigen Praktikumsaufenthalte in China und der Türkei innerhalb des Projekts werden zudem von der der Stiftung Mercator gefördert. Bewerben können sich deutschlandweit Lehramtsstudierende im Bachelor oder Master, Referendare mit dem 1. Staatsexamen und junge Lehrkräfte aller Fächerkombinationen und Schulformen.

    Gefördert werden zweimonatige Praktika mit einem Stipendium von 2000€, viermonatige Praktika mit 3000€ (1000€ einmalig und 500€ monatlich). Die Praktikant(inn)en werden vor Ort in inhaltlichen Fragen von Expert(inn)en für Unterricht des jeweiligen Goethe-Instituts unterstützt. Bei organisatorischen Fragen helfen die durch Schulen ernannten Betreuer/-innen (zuständige Lehrkräfte):

    • Vermittlung von ersten Ansprechpartnern und wichtigen Adressen,
    • Hilfe bei der Wohnungssuche und Anmeldung,
    • Zusammenstellen des Hospitations- und Unterrichtsplans,
    • Organisation der Gesprächstermine mit der Schulleitung,
    • Übersetzungshilfen,
    • Einführung in die schulische Infrastruktur etc.

    Bis Ende 2017 wird SCHULWÄRTS! ca. 150 Stipendiat(inn)en zählen. Es gibt mindestens zwei Ausschreibungsphasen im Jahr. Es gibt internationale Ausschreibungen sowie Sonderausschreibungen für einzelne Länder. Ausschreibung, Auswahl und Ausreise erfolgen meistens innerhalb eines Kalenderjahres. SCHULWÄRTS! zeichnet sich durch seine enge fachliche sowie organisatorische Begleitung im In- sowie Ausland aus. Gesamtbudget: Angabe nicht möglich. Erfahrungsberichte ‚SCHULWÄRTS!‘.

    Neben dem PAD als Nationaler Agentur für EU-Programme im Schulbereich (Erasmus+ Schulbildung und eTwinning) setzen drei weitere Agenturen das EU-Programm Erasmus+ in Deutschland um:

    Weiterführende Informationen

    Mobilitätsförderung im Kontext Non-formale Bildung und Jugendarbeit

    Der Kinder- und Jugendplan des Bundes als zentrales Förderinstrument der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene fördert den internationalen Jugendaustausch. Die geförderten Maßnahmen unterliegen den Richtlinien des Kinder- und Jugendplans (PDF, 528 KB). Hier sind unter anderem die Fördergrundsätze, der Umfang und die Höhe der Förderung sowie die einzuhaltenden Verfahren geregelt.

    Die bilateralen Jugendwerke und Koordinierungsstellen fördern und unterstützen den internationalen Jugendaustausch. Das Deutsch-Französische Jugendwerk z. B. fördert Jugendbegegnungen, die von Jugendverbänden und Vereine, Städten, Gemeinden und Partnerschaftskomitees in Deutschland und Frankreich organisiert werden. Die Richtlinien des Deutsch-Französischen Jugendwerks (PDF, 2,1 MB) bilden den Rahmen für seine Arbeit.

    Zur Stärkung und Förderung von Lernmobilität gibt es zudem verschiedene Initiativen:

    • Initiative ‚Chancen eröffnen durch Austausch und Begegnung‘

      Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat seine Jugendstrategie um die Initiative 'Chancen eröffnen durch Austausch und Begegnung‘ erweitert. Ziel der Initiative ist, den internationalen Jugendaustausch mit seinen Jugendwerken und Austauschorganisationen für alle jungen Menschen zu stärken. Insbesondere sollen die jungen Menschen erreicht werden, die bisher noch nicht vom internationalen Jugendaustausch profitieren. Zentrale Handlungsfelder sind:

      • die Ausweitung von Angeboten und den Abbau von Hindernissen,
      • die Weiterentwicklung von Information und Beratung,
      • die Unterstützung der Anerkennung grenzüberschreitender Lernerfahrungen,
      • die Unterstützung und Qualifizierung von Fachkräften,
      • die Schaffung einer aussagekräftigeren und belastbaren Datengrundlage.

      Im Rahmen dieser Initiative des BMFSFJ leistet die jugendpolitische Initiative 'JiVE - Jugendarbeit international - Vielfalt erleben‘ einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der in der Jugendstrategie 2015-2018 'Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft' des Jugendministeriums formulierten Ziele. Mit verschiedenen Teilinitiativen wurde und wird das Anliegen von JiVE unterstützt, Angebote der internationalen Jugendarbeit allen Jugendlichen zugänglich zu machen. IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland hat die Koordination der Initiative inne. Die Koordination wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans gefördert. Mittel für Aktivitäten oder Maßnahmen müssen über den Kinder- und Jugendplan, Erasmus+ oder andere Quellen beantragt werden. Teilinitiativen und die verantwortlichen Partner sind bzw. waren:

      • Kommune goes International – IJAB
      • AG International mobil zum Beruf – aktuelles forum e.V.
      • INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN (IJIP) – IJAB
      • Jugendsozialarbeit macht mobil – Mitglieder im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
      • Mach mit! Jugendmobilität zwischen Deutschland und der Türkei – Deutsch-Türkische Jugendbrücke gGmbH
      • Sportive - Deutsche Sportjugend
      • JugendAuslandsBerater (JAB) in NRW - transfer e.V.
      • Kompetenznachweis International (KNI) in der Erziehungshilfe im Ausland - Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.

      Ergebnisse aus Teilinitiativen sind z. B.:

      • aus IJIP: die Arbeitshilfe ‚Lokale Fachstelle Internationale Jugendarbeit‘ (Portfolio, das potentielle Aufgaben für eine lokale Fachstelle diskutiert), die Handreichung „Internationale Jugendarbeit kommunal verankern – Instrumente der Jugendhilfeplanung erfolgreich nutzen!“ (die an IJIP beteiligten Kommunen teilen ihre Erfahrungen aus der Praxis), die Durchführung einer Qualifizierungsreihe zu kommunalen Prozessen der Jugendhilfeplanung, um besser zu verstehen, wie Internationale Jugendarbeit dort implementiert werden kann.
      • aus JAB: Umsetzung des Peer-to-peer-Ansatzes in der Ausbildung Jugendlicher zu Auslandsberatern, die anschließend Schüler(inne)n in den Umsetzung als Ansprechpartner/-innen in ihren Schulen zur Verfügung stehen.
      • aus KNI in der Erziehungshilfe: eine Handreichung für den Einsatz des Kompetenznachweises International (KNI) in den individualpädagogischen Betreuungen in der Erziehungshilfe im Ausland.

      Durch die Förderung von Jugendinitiativen und Peer-to-Peer Projekten zur Weiterentwicklung der europäischen und internationalen Jugendarbeit aus Mitteln des Innovationsfonds des BMFSFJ können innovative Ansätze von und für Jugendliche erprobt und praxisnah umgesetzt werden.

      Zudem soll unter aktiver Beteiligung Jugendlicher die Sichtbarkeit der internationalen Jugendarbeit durch die Durchführung von zentralen Jugendveranstaltungen (Jugendtreffen, Jugendkonferenzen, Jugendparlamente) der entsprechenden Fach- und Förderstellen bei jungen Menschen erhöht werden (2016-2017). Die Teilnehmenden werden zu Botschafter(inne)n für die europäische und internationale Jugendarbeit und tragen ihre positiven Erfahrungen an Orte, wo sich andere Jugendliche aufhalten: soziale Netzwerke, Schulen, Peer Groups etc.

      Die Initiative ‚Chancen eröffnen durch Austausch und Begegnung‘ versteht sich als längerfristig angelegte Strategie, die den internationalen Jugendaustausch stärken soll. Sie soll in Zusammenarbeit mit den Trägern der internationalen Jugendarbeit sowie den Fach- und Förderstellen weiterentwickelt werden.

    • Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative

      Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative (DAJ) hat das Ziel, den Austausch zwischen Jugendlichen aus afrikanischen Ländern und Deutschland auszubauen. Sie ist eine politische Initiative im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Afrikanischen Union. Eine erste Bilanz ein Jahr nach Start der Initiative zeigt, dass sie bestehende Programme finanziell gestärkt hat und die Zahl der Teilnehmenden im vergangenen Jahr deutlich erhöht werden konnte. Zudem konnte die DAJ den Teilnehmenden der Programme eine Reihe von Veranstaltungen zum internationalen fachlichen Austausch anbieten.

    • Initiative ‚Austausch macht Schule‘

      In der Initiative 'Austausch macht Schule‘ haben sich die Fach- und Förderstellen für internationalen Schulaustausch und Jugendarbeit in Deutschland und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz zusammengeschlossen. Sie setzen sich dafür ein, dass ALLE Schüler/-innen einmal die Möglichkeit erhalten, an einem Austausch teilzunehmen. Sie möchten, dass internationaler Schüleraustausch im Bildungssystem und in der Öffentlichkeit nachhaltig verankert und als wertvoller und wesentlicher Bildungsort dauerhaft unterstützt wird. Inzwischen wurden mehrere Fach- und Vernetzungsveranstaltungen durchgeführt. Bei der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch wurde im Dezember 2016 ein Transferbüro eingerichtet. Dieser fungiert als ständiger Ansprechpartner für Träger, Unterstützer und Interessierte in allen Fragen rund um die Initiative. Die Initiative wird gefördert aus Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung und der Mercator-Stiftung.

    • Kampagne #meinauslandspraktikum

      Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) hat die Kampagne #meinauslandspraktikum gestartet. Im Auftrag des Bildungsministeriums (BMBF) setzt sie sich dafür ein, dass mehr junge Menschen berufliche Erfahrung im Ausland sammeln. Mit Beiträgen auf Instagram (@meinauslandspraktikum) und dem Youtube-Kanal 'Mein Auslandspraktikum' soll die Kampagne jungen Leuten Lust auf das Abenteuer Ausland machen.

    Qualitätssicherung

    Qualität ist ein wichtiges Thema im Kontext der Mobilitätsprogramme. Jedoch gibt es kein einheitliches System der Qualitätssicherung für die oben genannten Programme. Jedes dieser Programme hat sein eigenes System und unterliegt den entsprechend für dieses Programm geltenden Richtlinien oder Förderprinzipien der relevanten Geldgeber. In der Regel gibt es Vorbereitungs- und Auswertungsseminare. Je nach Programm gibt es auch eine Zwischenauswertung. Vor Ort gibt es in der Regel Ansprechpartner, an die sich Teilnehmende eines Programms wenden können.

    Sind formale Förderkriterien nicht erfüllt, werden Anträge auf Förderung auch abgelehnt. Nach Abschluss der Maßnahme muss ein Bericht geschrieben und beim Fördergeber bzw. der ausführenden Einrichtung eingereicht werden. Fördermittel können auch zurückgefordert werden, wenn z. B. eine geringere Zahl von Personen an einer Maßnahme teilgenommen hat als zuvor beantragt.

    Auch die Mitgliedschaft in diversen Dach- und Fachverbänden der internationalen Jugendarbeit, Arbeitskreisen oder Netzwerken ist ein Indikator dafür, dass bestimmte Qualitätsstandards in der Arbeit eingehalten werden. Dazu gehören, je nach Arbeitsfeld, Einrichtungen wie der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA), die Trägerkonferenz der Internationalen Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste oder der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ).

    IJAB hat, teilweise in Zusammenarbeit mit Dritten, Handreichungen erstellt, die Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit in ihrer Arbeit unterstützen. Dazu gehört z. B. ein Handbuch zu Qualität in Formaten der internationalen Jugendarbeit (PDF, 2,9 MB). Dieses gibt einen Überblick über die wichtigsten Formate der internationalen Jugendarbeit und wesentliche Merkmale, die das jeweilige Format kennzeichnen. Es stellt zudem Bezüge zu bestehenden Qualitätsinstrumenten her. Eine Arbeitsgruppe „Qualitätskriterien in der internationalen Jugendarbeit“ aus Vertreter(inne)n deutscher Jugendorganisationen sowie deren Dachverbände hat, koordiniert durch IJAB, Qualitätskriterien zur internationalen Jugendarbeit (PDF, 179 KB) formuliert. Weitere Informationen zum Thema Qualitätsmanagement auf der Website von IJAB.

    Ein Verfahren, das seit Jahren zur Evaluation von Jugendbegegnungen im Einsatz ist, ist das Evaluationsverfahren ‚Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen‘. Seit 2017 kann dieses Verfahren auch über die Online-Plattform i-EVAL und in mehreren Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch, Polnisch) durchgeführt werden. i-EVAL enthält wissenschaftlich entwickelte Fragebögen zu allen relevanten Aspekten einer Jugendbegegnung. Eigene Fragestellungen können ergänzt werden.

    Mehr Informationen  zum Thema Qualitätssicherungssysteme gibt es im Youth-Wiki-Kapitel: Freiwilliges Engagement -  Freiwilliges Engagement Jugendlicher auf nationaler Ebene - Qualitätssicherung.

    Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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