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Gesunder Lebenswandel und gesunde Ernährung

Nationale Strategie(n)

Gesunde Ernährung

Die zentrale bundesweite Strategie zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen ist der Aktionsplan IN FORM.

Prävention von Übergewicht

Die Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Förderschwerpunkt in der politischen Arbeit des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Mit dem Förderschwerpunkt verfolgt das BMG drei Ziele:

  • Bestimmung von Erfolgsfaktoren für nachhaltig wirksame Maßnahmen,
  • Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Projekten,
  • Entwicklung von bedarfs- und zielgruppengerechten Informations- und Aufklärungsmaterialien.

Seit 2015 fördert das BMG eine Reihe von Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Gesunde Sexualität

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkärung (BZgA) ist durch das Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) beauftragt, unter Beteiligung der Bundesländer und in Zusammenarbeit mit Vertretern der Familienberatungseinrichtungen aller Träger Konzepte zu entwickeln und bundeseinheitliche Maßnahmen zur Sexualaufklärung und Familienplanung zu erarbeiten und zu verbreiten. Konkretisiert ist dieser Auftrag in einem mit den Bundesländern abgestimmten Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung. Die BZgA hat in diesem Kontext eine Reihe von Internetangeboten entwickelt.

Suchtprävention

Die Suchtprävention ist eine der vier Ebenen der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik (PDF, 503 KB) der deutschen Bundesregierung. Sie wurde im Februar 2012 beschlossen. Hauptziele der Strategie sind die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Suchtmittel sowie die Vermeidung drogen- und suchtbedingter Probleme. Verantwortlich für die Koordination der Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit gehört. Die Maßnahmen der Suchtprävention richten sich an die gesamte Bevölkerung, es gibt aber Aktivitäten und Kampagnen, die direkt die Zielgruppe Kinder und Jugendliche ansprechen.

Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG)

Um eine gesunde Lebensumwelt der Menschen zu unterstützen, kooperieren mehrere Ministerien (BMU, BMG, BMEL) und Bundesoberbehörden (Bundesamt für Strahlenschutz, Bundesinstitut für Risikobewertung, Robert Koch-Institut, Umweltbundesamt) im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG). Es fördert Forschungsprojekte und Informationskampagnen im Bereich Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz. Hauptzielgruppe des Programms sind Kinder und Jugendliche. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen soll vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt und der Einfluss vor Schadstoffen auf den kindlichen Organismus untersucht werden. Unter anderem werden Aktivitäten unterstützt, um kinderfreundliche Wohngebiete und gesunde Umwelt- und Lebensverhältnisse zu schaffen. Die aktive Beteiligung der Bevölkerung – besonders der Kinder und Jugendlichen – an der Gestaltung ihrer Wohnumwelt wird dabei gefördert.

Beförderung eines gesunden Lebenswandels und gesunder Ernährung bei jungen Menschen

Der Nationale Aktionsplan IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung verfolgt das Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland bis zum Jahr 2020 nachhaltig zu verbessern.

Darüber hinaus fördert die Bundesregierung spezifische Projekte und Initiativen zu einzelnen Themen:

  • Förderung von Jugendgesundheit und sexueller Gesundheit

    Internetangebote zur Beförderung sexueller Gesundheit von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

    www.loveline.de: Jugendwebseite zu Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung. Mit Chats, Lexikon, Wissensspielen, FAQs, Umfragen, News und monatlichen Schwerpunktthemen können Jugendliche aktuell interaktiv ihr Wissen erweitern.

    www.familienplanung.de: Das Online-Angebot rund um die Themen Verhütung, Familienplanung, Schwangerschaft und die erste Zeit mit dem Kind. In verschiedenen Kanälen sind Basisinformationen, Hintergrundwissen und Aktuelles aufbereitet. Umfassende Informationen zu ausgewählten Themen bieten Erfahrungsberichte, Interviews mit Expertinnen und Experten und statistisches Material. Eine umfangreiche Datenbank mit ausführlichen Informationen zu Schwangerschaftsberatungsstellen in ganz Deutschland bietet Ratsuchenden die Möglichkeit, schnell und gezielt eine Beratungsstelle in räumlicher Nähe zu finden.

    www.schwanger-unter-20.de: Das Online-Angebot bietet zahlreiche Informationen und Orientierungshilfen für minderjährige und junge Schwangere sowie ihre Partner an. Neben Informationen zu finanziellen Hilfen und wichtigen Anlaufstellen finden Betroffene Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sie werden ermutigt, Hilfe in Anspruch zu nehmen und kommen als junge Schwangere und werdende Väter in Erfahrungsberichten auch selbst zu Wort.

    www.komm-auf-tour.de: Das Projekt „komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft“ setzt neue handlungsorientierte Impulse, Schüler/innen der 7./8. Klassen an Haupt- und Gesamtschulen sowie vergleichbaren Schulformen bei der frühzeitigen Entdeckung ihrer Stärken und Interessen zu unterstützen. Die Jugendlichen erhalten Orientierungs- sowie Entscheidungshilfen für anstehende Betriebspraktika und erfahren, welche realisierbaren beruflichen Möglichkeiten auf sie warten könnten. Altersgerecht sind Themen aus dem privaten Lebensfeld wie Freundschaft, Sexualität und Verhütung integriert. Projektbeschreibung, Tourdaten der laufenden Länderprojekte, die Projektmaterialien sowie Ergebnisse der Begleitevaluation auf der Webseite.

  • Förderung gesunden Lebenswandels
    Aktion „GUT DRAUF bewegen, entspannen, essen - aber wie!“

    Ziel der bundesweiten Aktion „GUT DRAUF bewegen, entspannen, essen - aber wie!“ der BZgA ist es, die gesundheitliche Situation von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum steht ein integriertes, qualifiziertes Konzept für Ernährung, Bewegung und Stressregulation. Der Internetauftritt bietet darüber hinaus eine Fülle von Material zur Gesundheits- und Ernährungssituation Jugendlicher zur Verfügung.

    Förderung gesunder Ernährung

    Maßnahmen und geförderte Projekte des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen:

    Qualitätsstandards der Prävention von Übergewicht bei Kindern – Eine Bestandsaufnahme

    • Durchführende Organisation: Alice Salomon Hochschule Berlin
    • Laufzeit: Juni 2015 bis Januar 2016

    Systematisierung konzeptioneller Ansätze zur Prävention von Kinderübergewicht in Lebenswelten

    • Durchführende Organisation: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    • Laufzeit Juli 2015 bis Juni 2016

    Qualitätsentwicklung am Beispiel der Adipositasprävention in Kitas unter Nutzung der Kooperationsstruktur des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“

    • Durchführende Organisationen: Landesvereinigungen für Gesundheitsförderung/Gesundheit (LVGF) von 13 Bundesländern: Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen. Koordinierung: seit Oktober 2015 in den Händen der LVGF Schleswig-Holstein.
    • Laufzeit: Juni 2015 bis Februar 2016

    Wirksamkeit des Einsatzes von elektronischen Medien zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen – Erstellung eines Konzeptpapiers

    • Durchführende Organisationen: IFB AdipositasErkrankungen, Universitätsmedizin Leipzig
    • Laufzeit: Juni 2015 bis Dezember 2015

    Erstellung eines Films zur Förderung eines gesunden und aktiven Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen zur Prävention von Übergewicht bzw. Adipositas

    • Durchführende Organisation: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    • Laufzeit: September 2015 bis August 2016

    Entwicklung einer Broschüre zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

    • Durchführende Organisation: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    • Laufzeit: Juni 2015 bis Mai 2016

    Therapie der Adipositas - Aktualisierung des Konsensuspapiers „Patientenschulungsprogramme für Kinder und Jugendliche mit Adipositas“

    • Durchführende Organisation: Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V.
    • Laufzeit: Januar 2016 bis November 2016
    Projekte zur Unterstützung gesunder Ernährung im Rahmen von IN FORM
    IN FORM-Projekt „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“
    • Das Projekt „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ unterstützt junge Familien in ihrem Bestreben, ihre Kinder gesund aufwachsen zu lassen. Ziel ist, jungen Familien Wissen und Kompetenzen zu den Themen ausgewogene Ernährung und Allergieprävention zu vermitteln und sie zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren.
    Schule + Essen = Note 1
    • „Schule + Essen = Note 1“ läuft unter dem Siegel des IN FORM-Aktionsplans. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Optimierung und Sicherung einer optimalen Schulverpflegung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützt Verantwortliche für die Schulverpflegung dabei, ein vollwertiges Verpflegungsangebot bereitzustellen. Basis dafür bildet der „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“.  
    Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS)

    Die Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS) unterstützen bundesweit Schulen, in einigen Ländern auch Kitas, bei der Entwicklung und Qualitätsverbesserung eines ausgewogenen Verpflegungsangebotes in schulischen Einrichtungen. Die Vernetzungsstellen werden gemeinsam vom Bund und den Ländern gefördert. Ziel ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Schulverpflegung in den Ländern zu leisten.

    Weitere Programme
    Joschi hat´s drauf – Ein Aktionsprogramm der Verbraucherzentralen der Bundesländer

    Ziel des drei- bis sechsmonatigen Aktionsprogramms ist es, den pädagogischen Mitarbeiter(inne)n Ernährungskompetenzen zu vermitteln. Zudem werden Impulse und Ideen zur Umsetzung von kleineren und größeren Ernährungsaktionen gegeben. Zusammen mit dem Maskottchen 'Joschi' erleben die Kinder Essen und Trinken mit allen Sinnen. Es steht ein Beispiel aus Rheinland-Pfalz zur Verfügung und es liegt eine Evaluation des Aktionsprogramms der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vor. 

    Fit Drauf – Jugendherbergen

    Unter dem Profil „Fit Drauf Jugendherbergen“ bietet der Deutsche Jugendherbergsverband (DJH) jugendgerechte Programme zur Gesundheitsförderung an. „Erleben was gut tut - fit fürs Leben“ ist hier das Motto. Gemeint ist damit ein moderner Gesundheitsbegriff, der neben gesunder Ernährung, Stressregulation und Bewegung auch die Vermittlung von Sozial- und Lebenskompetenzen im Sinne einer sozialökologischen Ausrichtung bzw. einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ miteinschließt.
     
    Das Konzept zeichnet sich durch eine Verknüpfung von Angeboten zu gesunder Ernährung, Bewegung, Entspannung und sozialem Lernen in einem gesundheitsfördernden Umfeld aus. Das Angebotsspektrum reicht dabei von Essensfesten, Kochkursen, Picknick-Aktionen über Sport-Events, Trendsport, Fun-Olympiaden und Beauty Salons, Body Talk, Traumreisen bis hin zu Kooperationsspielen, erlebnispädagogischen Aktionen, Bewerbungstraining, Medien-Workshops, Umgang mit Stress, Drogen und Konflikten.

    Zielsetzung einer so verstandenen erlebnisorientierten Persönlichkeitsbildung ist, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen auf kind- bzw. jugendgerechte Art zu fördern. Entscheidend ist dabei die Partizipation und Selbstbestimmung der Jugendlichen, um adäquate Verhaltensänderungen zu erreichen und in den Alltag zu integrieren.

  • Prävention riskanten Verhaltens (Drogen, Alkohol, Tabak etc.)
    Mitmachinitiative für frühe Suchtvorbeugung „Kinder stark machen“

    Ziel der Kampagne „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist es, Kinder ab vier Jahre und Jugendliche sowie erwachsene Kontaktpersonen mit biopsychosozialen Kompetenzen auszustatten, die ein suchtfreies Leben ermöglichen. Schwerpunkte sind die Arbeit im Freizeit- und Sportbereich sowie die Elternarbeit. Die Kampagne wird in enger Kooperation mit den großen Breitensportverbänden sowie Organisationen aus der Kinder- und Jugendhilfe und Suchtprävention durchgeführt.

    Bundeswettbewerb Kommunale Suchtprävention

    Der siebte Bundeswettbewerb Kommunale Suchtprävention stand unter dem Thema „Innovative Suchtprävention vor Ort“. Er startete am 22.9.2015. Bis zum 15. Januar 2016 bewarben sich 68 Städte, Gemeinden und Landkreise mit ihren Beiträgen. Der Wettbewerb wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gefördert und mit Unterstützung des Spitzenverbands der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) und der Kommunalen Spitzenverbände durchgeführt. Das Preisgeld betrug insgesamt 60.000 €. Es liegt eine Dokumentation des Wettbewerbes (PDF, 10 MB) vor. 

Gesundheitsbildung und -förderung in Schulen

In der Empfehlung zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule (PDF, 40 KB) vom 15. November 2012 haben die Bundesländer gemeinsam auf Ebene der Kultusministerkonferenz zuletzt Stellung bezogen. Ganz grundsätzlich wird in der Empfehlung festgehalten: „Gesundheitsförderung und Prävention sind integrale Bestandteile von Schulentwicklung. Sie stellen keine Zusatzaufgaben der Schulen dar, sondern gehören zum Kern eines jeden Schulentwicklungsprozesses.“ Die konkrete Umsetzung der Empfehlung liegt in der Verantwortung der Bundesländer.

Gesundheitsförderung und Prävention – Beispiel Rheinland-Pfalz

Das Netzwerk Schulen für Gesundheit unterstützt Schulen in der Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention und vernetzt diese in den Regionen. Schulen sollen angeregt werden, gesundheitsfördernde Strukturen zu entwickeln und das Thema Gesundheitsförderung nachhaltig in ihrem Schulprofil zu verankern.

Grundlage schulischer Sexualerziehung in Rheinland-Pfalz ist §1 des Landesgesetzes über die Schulen in Rheinland-Pfalz. In § 1 Abs. 3 ist festgelegt: „Zum Auftrag der Schule gehört auch die Sexualerziehung. Sie ist als Erziehung zu verantwortungsbewusstem geschlechtlichen Verhalten Teil der Gesamterziehung und wird fächerübergreifend durchgeführt. Sie soll die Schülerinnen und Schüler ihrem Alter und Reifegrad entsprechend in gebotener Zurückhaltung mit den Fragen der Sexualität vertraut machen sowie zu menschlicher, sozialer und gleichberechtigter Partnerschaft befähigen. Die Sexualerziehung hat die vom Grundgesetz und von der Verfassung für Rheinland-Pfalz vorgegebenen Wertentscheidungen für Ehe und Familie zu achten und dem Gebot der Toleranz Rechnung zu tragen. Über Ziele, Inhalt und Form der Sexualerziehung hat die Schule die Eltern rechtzeitig zu unterrichten.“

Suchtprävention ist ein pädagogischer Auftrag der Schule im Rahmen des § 1 Abs. 2 des Schulgesetzes. Zudem gibt es ein Gesamtprogramm zur Schulzahnpflege (PDF, 294 KB).

Schulordnungen regeln die schulärztliche Betreuung und den Schutz vor ansteckenden Krankheiten, Maßnahmen wegen der Gefährdung der Gesundheit anderer Schülerinnen und Schüler, den Punkt Rauch- und alkoholfreie Schule sowie die gewerbliche Betätigung bzw. den Vertrieb von Gegenständen.

Materialien zur Unterrichtsunterstützung für Lehrer/-innen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Materialien zur Unterrichtsunterstützung für Lehrer/-innen in folgenden Bereichen an:

  • Chronische Krankheiten
  • Ernährung und Bewegung
  • Impfungen und persönlicher Impfschutz
  • Kommunikation und Sozialverhalten
  • Lärmprävention
  • Lernprozessunterstützung
  • Medienkompetenz
  • Organspende
  • Sexualaufklärung
  • Suchtprävention

sowie im Bereich der Sexualerziehung zu sexuell übertragbaren Krankheiten für die Sekundarstufe I und II.

Peer-to-Peer-Ansätze

Die zentrale Maßnahme mit Peer-to-Peer-Ansatz ist die Präventionskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ der BZgA. Pro Jahr touren 50 Peer Educators zwischen 18 und 24 Jahren durch Deutschland. Sie nehmen Kontakt zu Jugendlichen auf, um mit ihnen über das Thema Alkohol zu sprechen und sie über mögliche Risiken aufzuklären. Sie richten sich generell an alle Jugendlichen im Alter zwischen ca. 14 und 24 Jahren.

Zusammenarbeit und Partnerschaften

Das am 25. Juli 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz stärkt die Grundlagen für eine stärkere Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger, Länder und Kommunen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. Neben der gesetzlichen Krankenversicherung werden auch die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung, die Soziale Pflegeversicherung und auch die Unternehmen der privaten Krankenversicherung eingebunden. In einer Nationalen Präventionskonferenz legen die Sozialversicherungsträger unter Beteiligung insbesondere von Bund, Ländern, Kommunen, der Bundesagentur für Arbeit und der Sozialpartner gemeinsame Ziele fest und verständigen sich auf ein gemeinsames Vorgehen.

  • Beispiele für Kooperationen zwischen Krankenkassen und Kindertagesstätten oder Schulen

    Das Ziel des Landesprogramms für die gute gesunde Schule Berlin ist es, die teilnehmenden Regionen und Programmschulen bei der Verbesserung ihrer Schul- und Bildungsqualität zu unterstützen, indem in gesundheitsfördernde Maßnahmen investiert wird. Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrenden, schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Führungskräften stehen zahlreiche Angebote zur Praxis der guten gesunden Schule in den Themenfeldern Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprophylaxe zur Verfügung.

    Partner des Landesprogramms gute gesunde Schule sind die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die AOK Nordost - Die Gesundheitskasse, die BARMER, der BKK Landesverband Mitte, die DAK–Gesundheit, die IKK Brandenburg und Berlin, die KNAPPSCHAFT - Regionaldirektion Berlin, die Techniker Krankenkasse (TK), die Unfallkasse und die  ARGORA Klinik Berlin.

    Die Barmer Krankenkasse bietet einen Medienservice für Schulen an und unterstützt Lehrerinnen und Lehrer aktiv bei der Gestaltung ihrer Unterrichtskonzepte zu Themen wie Bewegung, Gesundheit, Stressvermeidung und Ernährung.  

    Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen bietet einen Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ an.

    In Niedersachsen gibt es das Projekt Netzwerk Schulen Gesund Leben Lernen (GLL). Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen den Landesverbänden der gesetzlichen Krankenkassen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. Es zielt darauf, die „Organisation Schule“ zu einer gesunden Lebenswelt für alle in ihr Arbeitenden und Lernenden zu entwickeln.

    Die Unfallkasse Sachsen-Anhalt unterstützte die Implementierung von betrieblichem Gesundheitsmanagement in KiTa und Schule mit dem besonderen Schwerpunkt psychische Gesundheit im Zeitraum 2014-2016 in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. Akteure in KiTa und Schule erhielten im Rahmen des Projektes Unterstützungsangebote, um Gesundheitskompetenzen zu entwickeln und zu stärken. Ziel des Projektes war es, ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement in KiTas und Schulen zu implementieren, wobei ein Schwerpunkt auf der Förderung der psychischen Gesundheit lag.

Bewusstsein für gesunden Lebenswandel und Faktoren stärken, die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen Jugendlicher haben

Körperschaften und Organisationen, die Informationen zu den Themen „Gesunder Lebenswandel“ zur Verfügung stellen, sind auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfügbar (Gesundheitsförderung in der Bundesrepublik Deutschland).

Einzelne Bundesländer verfügen noch über eigene Jugendinformationsangebote:

Informationsportale der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Suchtprävention:

  • www.rauch-frei.info – Internetangebot, das Jugendliche über Wirkungen, Risiken und gesundheitliche Folgeschäden des Rauchens informiert. Die Internetseite zum Thema 'Nichtrauchen' für die Jugendlichen besteht im Wesentlichen aus den Elementen 'Information', Kommunikation (Rauchfrei-Community) und 'individualisiertes Ausstiegsprogramm'.
  • www.spielen-mit-verantwortung.de – Informations- und Hilfeportal zu Glücksspielsucht. Es finden sich Informationen zum Gefahrenpotenzial der verschiedenen Glücksspiele, zur Entwicklung von Glücksspielsucht und deren Folgen für Betroffene und Angehörige. Außerdem kann man  einen Selbsttest zum eigenen Spielverhalten machen, an einem Onlineausstiegsprogramm teilnehmen sowie sich über Hilfeeinrichtungen in Wohnortnähe informieren.
  • www.kenn-dein-limit.info – Portal für Jugendliche. Informiert über Risiken und gesundheitliche Gefahren durch praktizierten hohen und riskanten Alkoholkonsum.
  • www.Drugcom.de – niedrigschwelliges Internet-Projekt, das drogenaffine Jugendliche über den Freizeitsektor anspricht. Ziel ist es, die Kommunikation mit bereits drogenerfahrenen Jugendlichen zu fördern. Mit Hilfe internetgestützter, anonymer Informations- und Beratungsmöglichkeiten sollen jugendliche Drogenkonsument/-innen dazu angeregt werden, den eigenen Drogenkonsum kritisch zu reflektieren und ggf. zu modifizieren.
  • www.inforo.online/prevnet – Kooperationsprojekt zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und den Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren der Suchtprävention aus zwölf Bundesländern (Hamburg, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Bayern). Auf dem Portal werden Maßnahmen zur Suchtvorbeugung von Bund und Bundesländern präsentiert und Fachkräfte miteinander vernetzt. Verfügbare Informationen über Einrichtungen, Aktivitäten, Akteure, Studien und Materialien der Suchtprävention werden gebündelt zur Verfügung gestellt. Über den interaktiven Teil des Portals mit Foren, Mailinglisten und den Arbeitsgruppenbereich mit den Funktionen eines virtuellen Büros werden der fachliche Austausch und die Kooperation der Fachleute über Landesgrenzen hinaus ermöglicht.

Jugendgerichtete Informationskampagnen werden im Wesentlichen auch von der BZgA durchgeführt.

  •  Jugendkampagne „Null Alkohol – Voll Power“ zur Alkoholprävention: Fortsetzung der Jugendkampagne „NA TOLL!“   der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die 2009 initiiert wurde. Seit 2012 als „Null Alkohol – Voll Power“. Ist eine Maßnahme zur Bildung und Aufklärung im Rahmen der alkoholpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung. Sie zielt darauf ab, Jugendliche zum Thema Alkohol zu informieren, eine selbstkritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu fördern und gegebenenfalls eine Veränderung von schädlichen Konsummustern zu unterstützen. Zielgruppe: Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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