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Geistige Gesundheit

Nationale Strategie(n)

Es existiert keine explizite nationale Strategie zur Verbesserung der psychischen und geistigen Gesundheit junger Menschen.

Die Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit (PDF 3,1 MB) nimmt auch die Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen, insbesondere die psychische und geistige, in den Blick.

Verbesserung der geistigen Gesundheit Jugendlicher

Initiative „Leben hat Gewicht“

Laufzeit: seit 2007 fortlaufend
Ziele: Die Initiative „Leben hat Gewicht“ will das Bewusstsein dafür schärfen, dass Essstörungen ernst zu nehmende Erkrankungen sind. Kinder und Jugendliche sollen darin bestärkt werden, gängige Schönheitsideale zu hinterfragen, um ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln. Die Initiative wurde vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gestartet. Sie ist Teil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Ein Expertengremium bündelt und konkretisiert die Aktivitäten der Bundesregierung.
Ergebnisse: Unter anderem wurden Empfehlungen zur integrierten Versorgung bei Essstörungen in Deutschland entwickelt.
Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit und Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Therapieangebote für psychisch traumatisierte, von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland

Laufzeit: 1. November 2015 bis 31. Januar 2017
Ziele: Im Rahmen des Projekts soll in einem wissenschaftlichen Gutachten ein Überblick über das Angebot an Therapieangeboten für psychisch traumatisierte, von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland erstellt werden. Dabei soll dargestellt werden, welche Therapie- und Beratungsangebote für psychisch traumatisierte, von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche existieren, in welchem Umfang die Kosten für die Therapieangebote von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden, welche Therapieangebote durch andere Kostenträger übernommen werden und inwieweit wissenschaftliche Belege für die Effekte der nicht GKV-finanzierten Therapieansätze vorliegen.
Ergebnisse: Wissenschaftliches Gutachten als Endbericht „Therapieangebote für psychisch traumatisierte, von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland“ (PDF 1,2 MB) (Januar 2017)
Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit

Zusatzerhebung im Rahmen der KiGGS Welle 2

KIGGS Welle 2 zu familiären und versorgungsspezifischen Einflussfaktoren auf die Entstehung, den Verlauf und die Auswirkungen von psychischen Auffälligkeiten (insbesondere ADHS), Adipositas und allergischen Erkrankungen

Laufzeit: 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018
Ziele: Mit dem Zusatzmodul sollen Entwicklungsverläufe im Zusammenhang mit den drei chronischen Gesundheitsstörungen ADHS, Adipositas und allergische Erkrankungen (Asthma bronchiale) untersucht werden. Diese sind von besonderer Bedeutung, da sie im Kindes- und Jugendalter stark verbreitet sind, nachhaltige Auswirkungen auf die spätere Lebensqualität haben können und zu erheblichen Kosten für das Gesundheitswesen führen. Ziel der Zusatzerhebung und -auswertung zur KiGGS Welle 2 ist es,

  • Krankheitsverläufe detailliert zu beschreiben,
  • Analysen zu den Einflüssen familiärer Faktoren (z.B. des sozioökonomischen Status, des Migrationshintergrundes, des Familienklimas, der Alltagsbelastung, der Familienform, traumatischen Kindheitserfahrungen, Erkrankungen der Eltern wie psychische Beeinträchtigung oder Adipositas) auf den Krankheitsverlauf durchzuführen,
  • Analysen zu den Einflüssen versorgungsspezifischer Einflussfaktoren (z.B. Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, leitliniengerechte Therapie, Versorgung im Übergang von der Pädiatrie zur Erwachsenenmedizin) auf den Krankheitsverlauf durchzuführen und
  • die Auswirkungen der drei Gesundheitsstörungen auf die kurz-, mittel- und langfristige gesundheitliche und psychosoziale Entwicklung zu beschreiben.

Bei den Erhebungen und Analysen werden geschlechtsspezifische Aspekte durchgängig berücksichtigt. So soll das Projekt beispielsweise auch untersuchen, ob und wie die Krankheitsverläufe beim Übergang ins junge Erwachsenenalter zwischen jungen Frauen und Männern variieren und ob sich Zusammenhänge mit familiären Faktoren und mit Faktoren der Gesundheitsversorgung feststellen lassen.
Zielgruppen: 0- bis einschließlich 17-Jährige; 10- bis 29- Jährige (ehemalige Teilnehmende an der Basiserhebung)
Ergebnisse: Liegen noch nicht vor.
Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit
KiGGS ist Teil des Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts. Dessen Ziel ist, kontinuierlich vielfältige Daten zur gesundheitlichen Lage der Kinder und Erwachsenen in Deutschland zu liefern.

Statuskonferenz ADHS

Laufzeit: 1. Dezember 2014 bis 31. Dezember 2015
Ziele: Bei einer Statuskonferenz ADHS im Dezember 2014 haben sich 60 Sachverständige über den aktuellen Kenntnisstand zur medizinischen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) ausgetauscht. Dabei wurde eine aktuelle Übersicht über den Stand der Versorgung gegeben und diese vor dem Hintergrund der aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Betroffenen bewertet.
Ergebnisse: Als Ergebnis hat das "zentrale adhs-netz" zusammen mit Fachverbänden und Organisationen eines interdisziplinären Beirates neue Eckpunkte zur Versorgung von Menschen mit ADHS entwickelt. Diese fassen das wissenschaftlich weitgehend gesicherte Wissen zu den Ursachen und den Behandlungsmöglichkeiten von ADHS zusammen.
Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit

Projekt „Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland - Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse" (KIJU)

Laufzeit: 1. November 2014 bis 31. Dezember 2016
Ziele: Erörterung der Bestandsaufnahme der quantitativen als auch der qualitativen Versorgungssituation psychisch kranker Kinder und Jugendlicher, dazu gehört u.a. die Verzahnung und Zugänglichkeit von Leistungen sowie die Analyse der Zielgruppenerreichung und Behandlungsergebnisse
Ergebnisse: werden Mitte 2017 erwartet
Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit

Wegweiser „Kidskompass“

Laufzeit: seit Mai 2017
Ziele: Der „Kidskompass“ erleichtert Familien und Fachpersonen die Suche nach Angeboten zur seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg.
Förderung durch: Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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