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Geistige Gesundheit

Nationale Strategie(n)

Es existiert keine explizite nationale Strategie zur Verbesserung der psychischen und geistigen Gesundheit junger Menschen.

Die Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit (PDF, 3,13 MB) nimmt auch die Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen, insbesondere die psychische und geistige, in den Blick.

Verbesserung der geistigen Gesundheit Jugendlicher

Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ 

Ziel dieser Fördermaßnahme vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (PDF 4,6 MB) ist es, die Grundlage dafür zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche gesund bleiben oder schneller genesen. Dabei stehen kindgerechte Präventions- und Therapieansätze für chronische Erkrankungen und psychische Störungen, Konzepte der Gesunderhaltung und Prävention für Risikogruppen sowie biologische und molekulare Mechanismen prägender Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit im Vordergrund. Die Themen der Forschungsverbünde decken ein weites Spektrum ab. Sie untersuchen bessere Diagnose- sowie Präventions- und Behandlungsmethoden für psychische Probleme sowie körperliche Erkrankungen. Auch wird die frühe Prägung der körperlichen und psychischen Gesundheit durch frühkindliche Lebensereignisse untersucht

Arbeitsgruppe „Kinder psychisch kranker Eltern“ 

Vor dem Hintergrund der erhöhten Gefährdung von Kindern psychisch kranker Eltern, selbst psychisch zu erkranken, sind sie eine besonders vulnerable Gruppe mit spezifischen Unterstützungs- und Leistungsbedarfen. Mehrere Sozialgesetzbücher sehen zwar vielfältige Leistungen für Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte vor. Diese nehmen jedoch in der Regel die Familie als soziale Einheit nicht ausreichend in den Blick und sind nicht in bedarfsgerechter Weise aufeinander abgestimmt. Daher hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zur Situation von Kindern psychisch kranker Eltern eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe einberufen, die Vorschläge zur Verbesserung der Situation betroffener junger Menschen und ihrer Familien erarbeitet. Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie rechtliche Rahmenbedingungen sollen geklärt und gegebenenfalls bestehender gesetzlicher Handlungsbedarf identifiziert werden, um ihre Situation zu verbessern

Informationsportal über Depressionen „ich bin alles“ 

Das Projekt „ich bin alles“ wurde von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des LMU Klinikums München in Partnerschaft mit der Beisheim Stiftung entwickelt. Die Inhalte der dazugehörigen Webseite über Depressionen wurden umfangreich recherchiert und basieren auf wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen. Die Informationen der Webseite zur Behandlung von Depressionen basieren auf der S3-Leitlinie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer depressiven Störung. Teile der Webseite werden in wissenschaftlichen Evaluationsstudien evaluiert, um sicherzustellen, dass die Informationen auf der Webseite für die Nutzer/-innen verständlich sind sowie zu einem Wissenszuwachs führen. 

Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“

Die Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ wurde im Dezember 2007 von den Bundesministerien für Gesundheit (BMG), für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Familie, Senioren, Jugend und Frauen (BMFSFJ) ins Leben gerufen. Ziel war es, für das Thema Essstörungen zu sensibilisieren, jungen Menschen ein positives Körperbild zu vermitteln und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Ein Expertengremium aus Vertreterinnen und Vertretern der maßgeblichen Institutionen, Verbände und Fachgesellschaften begleitete das Projekt von Beginn an.
Die Initiative „Leben hat Gewicht“ gibt es nicht mehr. Das Expertengremium ist jedoch weiterhin aktiv. Es fördert beispielsweise die Vernetzung der Akteure und greift unterschiedliche aktuelle Themen auf. Zahlreiche Institutionen wirken hier mit. Das Projekt ist Teil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung". Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begleitet das Projekt nach wie vor mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Forschungsverbünde zu Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Gewalt, Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in Kindheit und Jugend

Sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist ein schwerwiegendes und seit langem bekanntes Problem. Ähnlich erschütternd sind Fälle von körperlichen oder psychischen Misshandlungen oder die Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen. Die Bundesregierung hat daher in 2010 den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen im familiären Bereich“ eingerichtet, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher Forschung zu gesundheitsrelevanten Fragen, um den Stand des Wissens über diesen Themenkomplex voranzutreiben und neue, evidenzbasierte Behandlungs- und Präventionsmethoden verfügbar zu machen. Die Gesamtfördersumme seit 2012 beläuft sich auf etwa 42,7 Mio. Euro, in der laufenden Förderphase werden Vorhaben in Höhe von 19,5 Mio. € gefördert. Verbündete sind 

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Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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