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Zusatzqualifikation zur Ausbildung von Deeskalationstrainer/-innen

von: 06.07.2020
bis: 15.03.2022

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendschutz
  • Förderung der Erziehung in der Familie
  • Hilfen zur Erziehung
  • Andere Aufgaben

Veranstaltungsart: Fortbildung

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Ausschreibung ZQ Deeskalationstrainer*in

Pöbeleien, körperliche Auseinandersetzungen, Verweigerung, das Gefühl der Bedrohung: alles Formen von Gewalt, die jeder/jedem* begegnen, der in der Arbeit mit Jugendlichen tätig ist. Nach einer Konfliktsituation fühlen sich die beteiligten Mitarbeiter*innen häufig ohnmächtig, unsicher und individuell verantwortlich. Grundidee des Deeskalationstrainings ist, dass sich durch die frühzeitige, präventive Beschäftigung mit der Gewalt die Wahrscheinlichkeit einer der Situation angemessenen Verhaltensweise erhöhen kann. Hier bietet ein Training die Möglichkeit, sich praktisch mit dem Thema Gewalt auseinander zu setzten, erlebte Gewaltepisoden zu verarbeiten, die persönlichen Ressourcen in Eskalationsprozessen zu erkennen und weitere deeskalierende Strategien zu erproben.

Diese Zusatzqualifikation richtet sich an Menschen, die ihre Kompetenz im Trainer*innenbereich erweitern und in ihrer Organisation umsetzen wollen. In der Fortbildungsreihe erlernen sie Grundkompetenzen, um mit Einzelnen und Gruppen Deeskalationstrainings selbstständig durchzuführen. Zur Trainer*innenkompetenz gehören auch Beratungen und Gruppenangebote zur Prävention und Reflexion von eskalierenden Situationen. Im Besonderen legen wir Wert auf die Entwicklung einer humanistischen Grundhaltung und Wahrnehmung und Wachstum der Selbstkompetenz.

 

Neben Vermittlung von theoretischem Wissen ist die Zusatzqualifikation handlungs- und erfahrungsorientiert und reflexiv ausgerichtet. Verbunden mit Reflexion von Praxisprojekten, begleitender Ausbildungssupervision und Vertiefung in Lerngruppenarbeit organisieren wir beste Lernsettings zur Ausbildung der Rolle als Deeskalationstrainer*in.

Kompetenzen und Einsatzmöglichkeiten nach der Zusatzqualifikation:

  • Planung, Durchführung und Nachbereitung von Deeskalationstrainings
  • Beratung von Fachkräften, Nutzer*innen und Organisationen zu Konflikten, Gewalt und Eskalation
  • Moderation von Gruppen/ Teams und zur Organisationsentwicklung mit kreativen, motivierenden Methoden.
  • Erstellen von Gefährdungsanalysen und Kriseninterventionskonzepten als präventives Angebot
  • Planung, Durchführung und Nachbereitung von gewaltpräventiven Angeboten für junge Menschen.

Zugangsvoraussetzungen

  • (Sozial)Pädagogische Grundausbildung oder angrenzende Professionen,
  • 5 Jahre Erfahrung in Arbeitsfeldern Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit wünschenswert.
  • Eigene Motivation zur Aneignung von Trainer*innenkompetenzen und zur Auseinandersetzung mit der Rolle als Deeskalationstrainer*in. Bestenfalls Unterstützung durch Arbeitgeber.

Trainer*innen:

  • Prof. Dr. Mathias Schwabe, Evang. Fachhochschule Berlin, Systemischer Berater (SIT & IGST) und Supervisor und Denkzeit-Trainer
  • Achim Lenderink, Diplom Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge, Deeskalationstrainer (IGFH Deutschland), Berlin
  • Martin Nestler, Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH), Medienwissenschaftler (B.A.), Coach (TRIGON), Deeskalationstrainer, Theaterpädagoge, Berlin
  • Cornelia Probst, Diplom Psychologin, tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie, Leipzig
  • Ingo Gelfert, Diplom Sozialpädagoge, Gestalttherapeut DVG, Supervisor DVG, Bildungsreferent, Chemnitz

Orte und Preise: Die Seminare finden im Bundesland Freistaat Sachsen statt. Preis der Zusatzqualifikation beträgt voraussichtlich 3800 ,- €.

Diese Zusatzqualifikation zum/zur Deeskalationstrainer*in findet in Zusammenarbeit mit dem Konfliktlabor Berlin statt.

Link zur Veranstaltung: https://www.agjf-sachsen.de/seminare/zusatzqualifikation-zum-zur-deeskalationstrainerin.html

Weitere Informationen zur Veranstaltung: PDF Download

Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V.

Veranstaltungsort:
Rittergut Limbach
01723 Wilsdruff
Deutschland

Kontakt zum Veranstalter:
Ingo Gelfert
Telefon: +49 371 533 64 29
gelfert@DontReadMeagjf-sachsen.de

Schlagworte:
Aggression, Arbeitsschutz, Beratung, Gewalt, Gewaltprävention, Kinder- und Jugendgewalt, Kindeswohlgefährdung, Krisenintervention, Organisationsentwicklung, Zusatzqualifikation

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