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Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Bundestagung in Merseburg

von: 30.11.2017 09:00 Uhr
bis: 01.12.2017 13:30 Uhr

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendschutz
  • Andere Aufgaben

Veranstaltungsart: Tagung

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Um den multiprofessionellen und institutionsübergreifenden Dialog von Kinderschützern und ihr Zusammenwirken beim Schutz vor körperlicher, sexualisierter und psychischer Gewalt und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, lädt die DGfPI in Kooperation mit der Hochschule Merseburg zur Bundestagung am 30. November und 01. Dezember 2017 nach Merseburg ein. Konstruktiv und kritisch soll bilanziert und diskutiert werden, wie es um den Kinderschutz in Deutschland heute steht, 25 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention, nach 15 Jahren Erfahrungen mit dem Gewaltschutzgesetz und 5 Jahre nach Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes. Postulierte Einsichten von Politikern im Wahlkampf und neue Gesetze allein genügen nicht, um den Kinderschutz nachhaltig voranzubringen. Allein Taten gestalten Wirklichkeit. Die Finanzierung der Prävention und Intervention von Kindesmisshandlung, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung und die Beachtung der Kinderrechte scheinen auch heute noch weitgehend wie ein Gnadenakt daherzukommen, anstatt als Standard und Recht Selbstverständlichkeit zu sein. Daher setzt sich die DGfPI „[...] für die Durchsetzung von Kinderrechten [...] auf allen Ebenen staatlichen und nichtstaatlichen Handelns ein.“ (Zitat aus der DGfPI-Satzung)

Das Programm der DGfPI-Bundestagung in Merseburg behandelt die politische und fachliche Verantwortungsgemeinschaft für Kinderschutz an den Schnittstellen Jugendhilfe, Schule, Freizeit und Gesundheitsfürsorge. Die Bedürfnisse von Kindern, die an den Folgen der Armut und Benachteiligungen in Deutschland leiden, die Bedürfnisse geflüchteter Mädchen und Jungen und ihrer Familien und die Lebenslage behinderter junger Menschen sollen auf der DGfPI-Bundestagung besonders in den Blick genommen werden. Die DGfPI positioniert sich zugleich deutlich gegen die Instrumentalisierung und den Missbrauch des Kinderschutzes durch Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Mit diesem Themenspektrum möchten wir in diesem Jahr ganz besonders dem Vermächtnis von Prof. Dr. Günther Deegener gerecht werden, der im Frühjahr verstorben ist und dem es immer ein besonderes Anliegen war, alle Formen der Kindeswohlgefährdung gleichermaßen zu fokussieren und nicht zuletzt die Politik in die Pflicht zu nehmen. Auch die Erfolge und Fortschritte, wie zum Beispiel die Einrichtung der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF), stellen sich vor. Den Teilnehmer_innen bietet die Bundestagung auch Zeit für Begegnung, kollegialen Austausch, die Pflege von Netzwerken oder den Aufbau neuer Kontakte. Schließlich ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen, der multiprofessionellen Kooperation, der Bildung von Präventionsketten für Kindeswohl und des Erfahrungsaustauschs zwischen Wissenschaft und Praxis, ein zentrales Anliegen der DGfPI.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer_innen bei der DGfPI-Bundestagung 2017 und laden Sie herzlich ein mitzumachen, damit die integrative, geschlechtsspezifische Prävention und Intervention bei körperlich, sexuell und emotional misshandelten und vernachlässigten Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung eines umfassenden multiprofessionellen Opfer-schutzes einen Schub erfährt.

Link zur Veranstaltung: https://www.dgfpi.de/files/was-wir-tun/fachtagungen/2017-11-30-DGfPI_Flyer-Anmeldung.pdf

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.

Veranstaltungsort:
Hochschule Merseburg
06217 Merseburg
Deutschland

Kontakt zum Veranstalter:
Kristina Carulla
Telefon: 02114976800
carulla@DontReadMedgfpi.de

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Schlagworte:
Bundeskinderschutzgesetz, Gewalt gegen Kinder, Gewaltprävention, Kinder- und Jugendschutz, Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention

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