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Filmpremiere

von: 20.09.2020 12:00 Uhr

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Förderung der Erziehung in der Familie

Veranstaltungsart: Sonstige

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Eine Gruppe von Pflegekindern wandert zusammen mit einem Pflegevater und drei Pflegegeschwistern angeführt von einer professionellen Bergführerin in elf Etappen über die Alpen von Österreich nach Brixen in Italien. Die Wanderung wird von drei Pädagog/-innen des Erziehungsbüros Rheinland, einer Vermittlungsstelle von Kindern in Pflegefamilien, traumasensibel begleitet.

Viele Kinder aus Pflegefamilien haben in ihrer Vergangenheit Traumatisches erlebt, wie die Trennung von den leiblichen Eltern. Psychische Traumata gehen mit extremen Gefühlen wie Angst, Ohnmacht, Scham und Trauer einher. Es ist daher nicht selten, dass diese Kinder nur gering belastbar sind. Ziel der Wanderung ist, dass die Kinder und Jugendlichen die neu entdeckten Ressourcen in ihren Alltag integrieren und bei der Bewältigung des Alltags nutzbar machen können. Auf der Wanderung wird jedoch schnell klar, dass die Strecke zu anspruchsvoll für die Teilnehmenden ist. Die Pflegekinder David, Max, Kevin, Laia und Leonie kommen an ihre Grenzen. Als Leonie verletzt pausieren muss, wird die Route umgeplant. Die Trennung in zwei Wandergruppen und die Belastung der Teilnehmenden stellen den Zusammenhalt immer wieder auf die Probe. Die Leiterinnen und Leiter stehen jeden Tag von Neuem vor der Entscheidung, was das Beste für die Gruppe und insbesondere für die Pflegekinder ist. Ihr Ziel, dass alle zusammen ankommen und ein positives Erlebnis haben, steht auf dem Spiel. Das gemeinsame Naturerleben und die Wiedervereinigung auf der letzten Hütte schweißen die Pflegekinder letztendlich wieder zusammen.

Der Film beschreibt ein Modell für Traumapädagogik anhand der Alpenüberquerung mit allen Nöten und Erfolgen, porträtiert dabei die teilnehmenden Pflegekinder mit den Folgen ihrer biografischen Traumata und ihren Versuchen, Lebensstrategien und Umgangsformen zu finden. Er zeigt als Psychoedukation, wie durch die Traumapädagogik eine emotionale und soziale Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen über verlässliche und vertrauensvolle Beziehungsarbeit am Berg erreicht werden soll. Dies soll die Bewältigung von traumatischen Ereignissen und die Bildung von Resilienz bei den teilnehmenden Kindern unterstützen.

Link zur Veranstaltung: https://www.medienprojekt-wuppertal.de/filmauffuehrungen

Veranstalter: Medienprojekt Wuppertal e.V.

Veranstaltungsort:
Rex Am Ring Kino
Hohenzollernring 60
50672 Köln
Deutschland

Kontakt zum Veranstalter:
0202-563 26 47
info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de

Schlagworte:
Pflegefamilie, Eltern, Pflegeeltern, Elternschaft, Inobhutnahme, Trauma, Traumapädagogik

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