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Erkennen, Einordnen, verantwortlich Handeln. Zum Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Jugend- und Sozialarbeit

von: 18.09.2020
bis: 14.12.2020

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit

Veranstaltungsart: Fortbildung

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Qualifizierungsreihe in 5 Modulen

In ihrer Arbeit haben (sozial-)pädagogische Fachkräfte es oft damit zu tun, dass Jugendliche bestimmte Gruppen abwerten oder Gleichaltrige ausgrenzen. Besonders Anti-Flüchtlings- und Anti-Islam-Diskurse haben in den letzten Jahren offene Abwertungshaltungen in allen Milieus befeuert und wirken sich auch auf das Miteinander in Jugendeinrichtungen aus. Umso wichtiger und herausfordernder ist es für Jugendarbeit, ihren Auftrag einer lebensweltlichen Demokratie- und Menschenrechtsbildung (§ 11 SGB VIII) im Alltagshandeln auszufüllen.

Die Fortbildung vermittelt ein Handlungskonzept zum Umgang mit Phänomenen der Gruppen-bezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) und des Rechtsextremismus in der Jugendarbeit und zur Gestaltung partizipativer und diversitätsbewusster Jugendräume. Das Handlungskonzept wurde im Rahmen eines Modellprojekts gemeinsam mit Praxispartner*innen und Wissenschaftler*innen entwickelt und erprobt. Anhand eines 5-stufigen Interventionsplans und praktischer Beispiele der Teilnehmenden können situationsgerechte Strategien entwickelt werden, um präventiv, aber auch durch konkrete Interventionen abwertenden, menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Haltungen bzw. rechtsextremen Äußerungen im eigenen Arbeitsfeld zu begegnen. Das Handlungskonzept wird seit 2014 bundesweit erfolgreich an (sozial-)pädagogische Praktiker*innen und Studierende von Hochschulen vermittelt.

Zur Reihe:

  • Eine wertschätzende Atmosphäre liegt uns besonders am Herzen
  • Die Qualifizierung legt hohen Wert auf Praxisbezug und arbeitet deshalb mit den Fällen und Arbeitskontexten der Teilnehmenden.
  • Methodisch arbeiten wir mit einer Mischung aus Inputs, Diskussion, Selbstreflexion, Verfahren der narrativen und jugendkulturellen Arbeit sowie der politischen Bildung, die jeweils in Bezug auf ihre Anwendbarkeit bzw. Anpassbarkeit mit unterschiedlichen Zielgruppen reflektiert werden. Im Online-Format wird dies soweit wie möglich mitberücksichtigt.
  • Die Reihe umfasst 5x 2-tägige (Fr-Sa) Module mit insgesamt 80 Stunden.

Für den Fall, dass im angegebenen Durchführungszeitraum aufgrund bestimmter Beschränkungen bezüglich der Coronavirus-Pandemie die Ausrichtung einer Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, ist geplant, die Reihe (teils zur selben Zeit / teils zeitlich verlagert) ins Internet zu verlegen. Die Inhalte werden dann über dafür bereit gestellte Ressourcen wie einen virtuellen Kursraum, live-Web-Seminar-Einheiten, online-Kleingruppen- sowie Einzelarbeit und Instant Message-Kommunikation vermittelt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung: Ankündigung Fortbildungsreihe Erkennen Einordnen Verantwortlich Handeln

Veranstalter: cultures interactive e.V.

Veranstaltungsort:
cultures interactive e.V. , Mainzer Str. 11
12053 Berlin

Kontakt zum Veranstalter:
Stefan Bruskowski
bruskowski@DontReadMecultures-interactive.de

Schlagworte:
Gewaltprävention, Handlungskompetenz, Jugend, Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Rechtsextremismus, Menschenrechte, Menschenwürde, Demokratieförderung, Antidiskriminierung, Diskriminierung, Extremismus, Prävention

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