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Kinderrechte / Migration

UNICEF: Globaler Migrationspakt ist wichtiger Schritt für die Kinderrechte

Junge steht vor Wand und blickt in die Ferne
Bild: © napatcha - Fotolia.com

Nach 18 Monaten intensiver Verhandlungen haben sich die UN-Mitgliedsstaaten auf den Inhalt des Globalen Paktes für sichere, geordnete und reguläre Migration geeinigt. UNICEF begrüßt den finalen Text des Abkommens als einen bedeutungsvollen Schritt für Kinderrechte weltweit. Er soll Grundlagen für die Mitgliedsstaaten bieten, um migrierte Kinder vor negativen Einflüssen zu bewahren und die positiven Auswirkungen von Migration auf Kinder zu stärken.

„Dieses globale Abkommen wird einen maßgeblichen Beitrag im Umgang mit internationalen Migrationsbewegungen leisten. Er ist eine Antwort auf die Herausforderungen, denen weltweit nahezu 50 Millionen Kinder gegenüberstehen, die ihre Heimat verlassen mussten.“ sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

Der finale Text des Global Compact for Migration bekräftige den Vorrang des Kindeswohl im Kontext von Migration und unterstreiche die Bedeutung der Einheit von Familien, betonte Fore weiter. Er soll für die Mitgliedsstaaten Grundlagen bereitstellen, um migrierte Kinder vor dem Tod zu bewahren, sie vor Missbrauch und Ausbeutung schützen und vor den traumatischen Erfahrungen einer Trennung von ihrer Familie, Inhaftierungen oder Zwangsrückführungen bewahren. Der Global Compact for Migration soll auch die positiven Auswirkungen von Migration auf Kinder stärken.

„UNICEF zählt daher auf die offizielle Verabschiedung des Global Compact im Dezember dieses Jahres in Marrakesch und steht bereit, um diesen Prozess gemeinsam mit Regierungen, UN-Organisationen, lokalen Verwaltungen, zivilgesellschaftlichen und religiösen Organisationen zu gestalten und das Abkommen weltweit in die Praxis umzusetzen, erklärte die UNICEF-Exekutivdirektorin.

UNICEF setze sich dabei auch dafür ein, Kinder und junge Menschen selbst einzubeziehen und ihre Energie, ihre Ideen und ihre individuellen Erfahrungen in den Prozess einzubringen. So soll sichergestellt werden, dass ihre Rechte beachtet werden und sie Einfluss auf die Umsetzung des Globalen Migrationspaktes haben. Durch all diese Maßnahmen versuche UNICEF die Ursachen von Migration besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu finden, sagte Fore.

Quelle: Deutsches Komitee für UNICEF e.V. vom 12.07.2018

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