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Bundestagswahl

Unicef fordert „Politik mit Zukunft – für und mit Kindern"

Ein Gruppe Kinder liegt auf einer Wiese mit ausgetreckten Armen übereinander
Bild: © Tom Bayer - fotolia.com

UNICEF Deutschland ruft vor der Bundestagswahl 2021 die Parteien dazu auf, sich entschlossen für den Schutz, die Förderung und die stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen und damit die Weichen für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu stellen.

Das am 22. Juni 2021 zur Mitgliederversammlung des Deutschen Komitees für UNICEF veröffentlichte Positionspapier „Eine Politik mit Zukunft – für Kinder und mit Kindern“ enthält Eckpunkte für politische Antworten auf die akuten und fortdauernden Herausforderungen, vor denen junge Menschen in Deutschland und weltweit stehen.

„Armut, Konflikte und Gewalt, die Folgen des Klimawandels und die Auswirkungen der Corona-Pandemie bedrohen das Leben und die Zukunft von Kindern weltweit“, sagte Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF Deutschland, bei der Vorstellung des Papiers anlässlich der digitalen Mitgliederversammlung. „Die Verwirklichung der Kinderrechte und der Nachhaltigen Entwicklungsziele muss der Kompass für das politische Handeln sein. Die zukünftige Bundesregierung hat die Aufgabe, in Deutschland und in der internationalen Zusammenarbeit die Lebensbedingungen und Chancen von Kindern dauerhaft zu verbessern und kein Kind zurückzulassen. Das ist die entscheidende Voraussetzung für den Wandel zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft.“

UNICEF-Empfehlungen zur Bundestagswahl

Die verstärkte, wirkungsvolle Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf allen politischen Ebenen, soziale Gerechtigkeit für jedes Kind sowie eine auf die Rechte von Kindern ausgerichtete Umwelt- und Klimapolitik sind laut UNICEF Deutschland die drei zentralen Bereiche, für die sich die neue Bundesregierung einsetzen sollte.

Neben konkreten Empfehlungen zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland wie die unter der aktuellen Koalition gescheiterte Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz oder die Etablierung eines/einer Bundeskinderrechtsbeauftragte/-n auf Bundesebene enthält das UNICEF-Papier Vorschläge für ein stärkeres Engagement der Bundesregierung, um extreme Armut und die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche weltweit zurückzudrängen.

Eine künftige Bundesregierung sollte sowohl ressortübergreifend als auch in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen Kinder und ihre Rechte in den Mittelpunkt rücken. Auf der Basis aktueller Daten und Fakten zur Situation von Kindern weltweit und in Deutschland formuliert UNICEF detaillierte Empfehlungen für die folgenden Politikfelder, die Kinder und Jugendliche betreffen:

  • Ressourtübergreifende Initiativen,
  • Familien- und Sozialpolitik,
  • Asyl,- Migrations- und Integrationspolitik,
  • Gesundheitspolitik,
  • Entwicklungspolitik und -Zusammenarbeit,
  • Humanitäre Hilfe und globale Menschenrechtspolitik.

Quelle: UNICEF Deutschland vom 22.06.2021

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