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Kinderrechte / Kinder- und Jugendpolitik

Studie der Kindernothilfe: Kinder und Jugendliche stärker beteiligen

Eine Gruppe von Schülern sitzt auf einer Treppe und die Teenager halten lächelnd bunte Sprechblasen hoch.
Bild: © Sergey Novikov - fotolia.com

Kinder und Jugendliche sollten stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verändern. Das ist das zentrale Ergebnis einer Kindernothilfe-Befragung in 32 Ländern. Die christliche Kinderrechtsorganisation stellt die Ergebnisse der Studie zum 30-jährigen Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention vor und präsentiert ihren Advocacy-Ansatz zur Verkwirklichung der Kinderrechte weltweit.

Kinder und Jugendliche in politische Prozesse einbeziehen

Mit der UN-Kinderrechtskonvention, die vor 30 Jahren verabschiedet wurde, haben sich in den vergangenen Jahren die Chancen vieler Millionen Kinder weltweit verbessert. „Trotzdem dürfen wir nicht nachlassen und müssen uns weiterhin gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen für ihre Rechte einsetzen“, so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. Denn aktuell bedrohen Gewalt und Konflikte das Leben jedes vierten Kindes (250 Millionen), und rund 300 Millionen junge Menschen sind durch die rasante Urbanisierung in Slums Armut und Gewalt ausgesetzt. Wie eine aktuelle Studie der Kindernothilfe darlegt, sehen Vertreterinnen und Vertreter von lokalen Nichtregierungsorganisationen und Kinderrechtsaktivistinnen und -aktivisten auf der ganzen Welt zunehmende Ungleichheit und Gewalt, Bevölkerungsentwicklung und den Klimawandel als die größten Bedrohungen für die nachkommenden Generationen.

Zentrales Ergebnis der Kindernothilfe-Befragung in 32 Ländern ist die Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden sollten, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verändern. Die Stärkung von Kindern als „Agents of Change“, die sich in ihrer eigenen Sache zur Verbesserung der Lebensumstände einsetzen, ist deshalb jetzt schon Bestandteil der Kindernothilfe-Projektarbeit.

Advocacy-Arbeit zur Verwirklichung von Kinderrechten weltweit

Zukünftig wird sich die Kindernothilfe zusammen mit ihren Partnern und Themen-Bündnissen besonders den konkreten Herausforderungen der zunehmenden Gewalt und der eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft durch eine systematische weltweite Advocacy-Arbeit entgegenstellen. „Zusammen mit unseren Verbundpartnern, der Kindernothilfe Schweiz, Österreich und Luxemburg und den weltweiten Advocacy-Netzwerken und Bündnissen können wir unsere Projektpartner in ihrer konkreten Arbeit stärken und Kindern eine Stimme geben“, so Katrin Weidemann weiter. „Kinderrechte gehen uns alle an!“

Die Studie „30 Jahre Kinderrechtskonvention - Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben“ (PDF 1,7 MB) steht bei der Kindernothilfe als Download zur Verfügung.

Hintergrund

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2 Millionen Kinder, ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Quelle: Kindernothilfe e.V. vom 18.11.2019